Botschafter: Russland hofft auf Vernunft der künftigen deutschen Regierung
Moskau setzt auf den gesunden Menschenverstand des künftigen Bundeskanzlers, erklärt der russische Botschafter in Deutschland, Sergei Netschajew, in einem Interview. In seinen Beurteilungen werde sich Russland auf konkrete Handlungen der deutschen Regierung stützen.
Der deutsche Bundestag. Aufnahme vom 06. Januar 2025
Russlands Botschafter in Berlin, Sergei Netschajew, hat in einem Interview am Donnerstag erklärt, dass Moskau eine vernünftige Politik der deutschen Regierung in der Zukunft erwarte. "Wir werden den künftigen Bundeskanzler und die neue Regierung Deutschlands nicht an ihrer Wahlkampfrhetorik, sondern an ihren konkreten Taten messen", sagte der Diplomat im Gespräch mit der Zeitung Argumenty i Fakty. Und weiter:
"Wir hoffen, dass der gesunde Menschenverstand siegen wird. Der antirussische Kurs des vorherigen Kabinetts ist gescheitert. Er hat der deutschen Wirtschaft erheblichen Schaden zugefügt und zu einer Verschlechterung des Wohlstands der Bürger geführt. Es ist kaum logisch, immer wieder mit dem Kopf gegen die gleiche Wand zu laufen."
Netschajew fügte hinzu, dass sich die bisherige deutsche Sanktions- und Konfrontationspolitik nicht bewährt habe. Es sei nicht gelungen, Russland eine "strategische Niederlage" zuzufügen und die russische Wirtschaft zu zerstören.
Wenn Deutschland auch weiterhin Kiew militärisch helfen werde, werde das nicht zu einem Ende des Konflikts in der Ukraine und zu Verhandlungen "aus einer Position der Stärke" führen, sondern nur zu weiteren Opfern und Zerstörung, betonte der Botschafter. Außerdem werde die deutsche Unterstützung keinen Einfluss auf die Verwirklichung der Ziele und Aufgaben haben, die Russlands Präsident Wladimir Putin für die militärische Spezialoperation in der Ukraine festgelegt hat. Netschajew sagte wörtlich:
"Die künftige deutsche Führung hat eine historische Chance, unsere Beziehungen aus der Sackgasse zu führen."
Laut dem Diplomaten forderten deutsche Bürger, Unternehmen und Politiker zunehmend, dass sich Deutschland von eigenen nationalen Interessen leiten lassen sollte, wenn es um die Politik gegenüber Russland gehe.
Dabei handele es sich unter andrem darum, die Energiekooperation wiederaufzunehmen, die durch den Terroranschlag zerstörte Nord Stream-Pipeline wiederherzustellen und die Gaslieferungen durch die noch intakte Gasleitung wiederaufzunehmen. "Wir hoffen, dass die neue deutsche Regierung den langwierigen Ermittlungen zu den Sabotageakten bei Nord Stream neuen Schwung verleihen wird."
Ob sich die neue deutsche Regierung zu einer solchen Kehrtwende entschließen werde, bleibe abzuwarten, so der russische Botschafter.
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