Deutschland

Ärztezeitung: 94 Prozent der Leser geben Lauterbach ein Ungenügend

Die Ärztezeitung aus dem Hause Springer Medizin Verlag GmbH bat ihre Leser um eine Schulnote für die ersten Monate von Karl Lauterbach als Bundesgesundheitsminister. Knapp 65.000 teilnehmende Leser zeigten sich enttäuscht und gaben dem Minister eine glatte Sechs.
Ärztezeitung: 94 Prozent der Leser geben Lauterbach ein UngenügendQuelle: www.globallookpress.com © picture alliance / Kontributor

Die Ärztezeitung hat eine aktuelle Auflage von aktuell 52.700 Exemplaren, wird mehrheitlich aber als Online-Publikation wahrgenommen. Am 13. Mai bat die Online-Ausgabe die Leserinnen und Leser um eine aktive Beteiligung bei der Einschätzung der Arbeitsqualität des amtierenden Gesundheitsministers, rückblickend auf die ersten 157 Tage im Amt. Die Überschrift lautete:

"Frage der Woche – Eine Schulnote für Karl Lauterbach"

Mit Stand Sonntagvormittag gaben bis dato 66.323 Leser ihr Votum ab. Demnach scheint Dr. Karl Lauterbach in seinem Agieren nicht zu überzeugen. Die Benotung ist ein Desaster für den Minister:

Der Artikel begründet die Motivation der Umfrage wie folgt:

"Mit seinem bisherigen Vorgehen sorgt Lauterbach bei vielen Menschen für Irritationen: Sei es durch Quarantäne-Auflagen, Verkündigung des neuen Infektionsschutzgesetzes mit FDP-Justizminister Marco Buschmann oder der Ex-post-Triage."

Der Gesundheitsminister beharrt jedoch weiterhin auf seine bisherige Strategie, trotz der zunehmenden Kritik seitens der Politik, der Kollegschaft wie auch den Wahrnehmungen von Teilen der Gesellschaft, sich über permanente Warnungen und als Dauer-Mahner profilieren zu wollen:

Mitte April teilte Lauterbach schon vorab den Medien seine Vermutung mit, wie im Herbst die inzwischen weitgehend aufgehobene Maskenpflicht in Innenräumen wieder eingeführt werden könnte:

"Dann steigen die Fälle, dann gibt es wahrscheinlich neue Mutationen, oder die Fallzahl mit Omikron-Infektionen steigt stark. Deshalb müssen wir bis dahin das Infektionsschutzgesetz noch mal überarbeiten." 

Lauterbach wird vor allem für seine regelmäßig wechselnden themenbezogenen Darlegungen und Einschätzungen kritisiert:

Am Wochenende erfolgte unbeeindruckt von der Benotung die jüngste Mahnung aus dem Büro des Gesundheitsministers:

"'Die Corona-Pandemie ist nicht vorbei' – Gesundheitsminister Lauterbach warnt vor Rückkehr der Delta-Variante im Herbst."

Der Düsseldorfer Rheinischen Post teilte Lauterbach mahnend seine neuesten Sorgen mit, um gleichzeitig die Unions-Fraktionen im Bundestag zum Thema Impflicht hart zu attackieren:

"Wir brauchen Impfstoff gegen beide Varianten. Das wird sehr teuer. Aber ein weiterer verpasster Herbst wäre für die Wirtschaft unbezahlbar. (...) Die Impfpflicht hätte alles einfacher gemacht. Die Union trägt die Schuld, wenn die Impflücke zu vermeidbaren Toten und Beschränkungen führt. Ohne ihre parteitaktische Blockade wäre die Impfpflicht gekommen."

Lauterbach plädierte zudem für eine Beibehaltung der Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr und in Flugzeugen auch im Sommer. "Wer jetzt den Menschen vorgaukelt, Corona sei Geschichte, wird das im Herbst bitter bereuen", so Lauterbach gegenüber der Rheinischen Post.

Die gedruckte Ärztezeitung erscheint zweimal die Woche. Ärztezeitung Online bezeichnet in der Eigendarstellung "Mediziner und Mitarbeiter in Praxis und Klinik ebenso wie Nutzer, die in anderen Heilberufen tätig sind", als wesentliche Zielgruppe. Des Weiteren gelten "Patienten, deren Angehörige und ein großes an Gesundheitsthemen interessiertes Publikum gehören ebenfalls zu unseren regelmäßigen Besuchern".

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