Deutschland

Lauterbach enttäuscht: Novavax-Kampagne mit 13.200 Erstimpfungen "nicht wirklich erfolgreich"

Der Bund bekam Ende Februar eine Erstanlieferung von 1,75 Millionen Dosen des Novavax-Impfstoffs. Erste Zahlen zeigen nun, dass der neue Wirkstoff von den Deutschen nur zögerlich angenommen wird. Schuld daran seien laut Lauterbach Querdenker und Impfgegner.
Lauterbach enttäuscht: Novavax-Kampagne mit 13.200 Erstimpfungen "nicht wirklich erfolgreich"Quelle: Gettyimages.ru © Sean Gallup / Staff

Im Dezember des Vorjahres hatte Gesundheitsminister Karl Lauterbach in Berlin mitgeteilt, dass die Bundesregierung vier Millionen Dosen des neuartigen Corona-Impfstoffs Novavax bestellt habe. Die Tagesschau meldete am 14. Januar, Lauterbach gehe davon aus, dass die erste Lieferung von 1,75 Millionen Dosen ab dem 21. Februar zur Verfügung stehen wird. Aktuelle Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Freitag belegen nun, dass knapp eine Woche nach Beginn der Impfungen mit dem neuen Novavax-Impfstoff in Deutschland bisher lediglich 13.200 Dosen als Erstimpfungen verabreicht wurden.

Der dpa zufolge wurden in Deutschland laut RKI-Impfdashboard am Donnerstag dieser Woche rund 130.000 Impfungen bundesweit "mit verschiedene Vakzinen" verabreicht. Im Vergleich zur Vorwoche bedeutet dies ein Minus von rund 27.000 Dosen. Der SPD-Politiker reagierte am Donnerstagabend bei einer Online-Diskussion der Kassenärztlichen Bundesvereinigung auf diese Thematik mit der Feststellung, dass über "eine freiwillige Lösung" die von ihm regelmäßig argumentativ in die Impfdiskussion eingebrachte "Impflücke" nicht mehr zu schließen sei. Er bleibe daher "ein klarer Befürworter der allgemeinen Impfpflicht". Zum Thema Novavax bemerkte Lauterbach wörtlich:

"Wir haben noch Novavax ins Spiel gebracht, also diesen Protein-Impfstoff, den wir beworben haben als einen Tod-Impfstoff. Da ist allerdings auch mittlerweile die Verhetzung der Impfung mit diesem Impfstoff in den sozialen Medien der Querdenker und Impfgegner so weit fortgeschritten, dass auch vor diesem Impfstoff gewarnt wird, zu Unrecht gewarnt wird, so dass der Impfstoff nicht wirklich platzierbar ist. Wir können auch diesen Impfstoff jetzt nicht wirklich erfolgreich verimpfen ..."

Es gebe "Probleme", die man auch einräumen müsse, daher sei die Impfpflicht für ihn "der einzige Weg voranzukommen". Die Novavax-Kampagne der Regierung soll zuerst Ungeimpfte in den Pflegeberufen ansprechen. In Deutschland sind aktuell noch mehrere zehntausend Mitarbeiter in Pflegeeinrichtungen ohne Impfschutz, so Informationen der Tagesschau:

"Mehrere Bundesländer haben unter Pflegekräften eine Impfquote, die zwischen 84 und 92 Prozent liegt. Nach der Auswertung des SWR ist die Impfquote in Rheinland-Pfalz (92 Prozent) am höchsten – gefolgt von Hamburg (90 Prozent), Hessen (88 Prozent), Bremen (88 Prozent) und Bayern (86 Prozent). In Baden-Württemberg liegt die Impfquote unter den fast 100.000 Beschäftigten in der Pflege bei 85,4 Prozent."

Laut jüngsten RKI-Zahlen erhielten 75,5 Prozent der Menschen in Deutschland (mindestens 62,8 Millionen Menschen) einen Grundschutz, ausgehend von zwei verabreichten Injektionen. Bundesweit bekamen demnach 57,3 Prozent (47,6 Millionen) zusätzlich eine Auffrischungsimpfung. Mindestens einmal geimpft sind 76,4 Prozent (63,5 Millionen Menschen).

Das Nachrichtenmagazin Spiegel zitiert Lauterbach, dass Geflüchteten, die wegen des Krieges in der Ukraine nach Deutschland kommen, bei jedem medizinischen Kontakt Impfungen angeboten werden sollen. "Dafür wird es leicht verständliche Aufklärungsbögen in ukrainischer Sprache geben", so der Minister gegenüber dem Spiegel.

Mehr zum Thema - "Aufschub dringend geboten": Ungeimpfte im Gesundheitswesen können weiterarbeiten – vorerst

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Liebe Leser und Kommentatoren,

wir schätzen die Möglichkeit sehr, Ihnen mit der Kommentarfunktion eine Plattform zum gegenseitigen Austausch bieten zu können. Leider müssen wir diese Möglichkeit vorübergehend einschränken, bis effektive Mittel und Wege gefunden sind sicherzustellen, dass dieses Kommunikationsmittel nicht missbraucht wird.

Das Kommentieren auf unserer Website soll für alle so sicher und so wenig einschränkend wie möglich sein, bei alledem jedoch Hass, Hetze und Beleidigungen konsequent ausschließen.

Ihr RT DE-Team