Deutschland

Streeck zur Impfpflicht: "Wir können noch nicht einmal sagen, wie häufig wir impfen müssen"

Auch Fachleute sehen die in Deutschland geplante Impfpflicht zunehmend skeptisch: So erklärte der Bonner Virologe Hendrik Streeck, medizinische und Gründe der Umsetzbarkeit sprächen dagegen. Derzeit sei nicht einmal klar, wie häufig und wie lange man sich impfen müsse.
Streeck zur Impfpflicht:  "Wir können noch nicht einmal sagen, wie häufig wir impfen müssen"Quelle: www.globallookpress.com © Malte Ossowski/SVEN SIMON

Bisher halten die meisten Mitglieder der Bundesregierung, allen voran Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD), an einer verpflichtenden Corona-Impfung fest. Doch mittlerweile wird auch in Fachkreisen die Pflichtimpfung zunehmend kritisch gesehen: Der Bonner Virologe Hendrik Streeck erklärte jüngst im Interview mit ntv, warum er skeptisch gegenüber einer Impfpflicht ist. Vor allem medizinische Gründe sprächen dagegen, so Streeck:

"Wir können zum Beispiel nicht vorhersagen, welche Varianten noch kommen. Wir können nicht vorhersagen, wie dann die Schutzwirkung und die Schutzdauer sein wird, wir können noch nicht einmal sagen, wie lange und wie häufig wir impfen müssen."

Bei anderen Erkrankungen, für die man eine Impfpflicht habe oder hatte, sei dies anders. Dort konnte man durch eine Impfung das Virus ausrotten, wie dies beispielsweise bei den Pocken geschehen ist und bei den Masern theoretisch möglich wäre. In diesen Fällen bietet die Impfung allerdings eine sterile Immunität – im Gegensatz zu den Corona-Impfungen.

Daneben gebe es aber auch Probleme bei der Umsetzbarkeit: Wenn jemand beispielsweise seinen Impfausweis verliere, gebe es keine Aufzeichnungen mehr darüber. Im Normalfall würde man dann zum Nachweis der Impfung, wie bei den Masern üblich, den Antikörpertiter bestimmen. Dies führe dann wieder zu der Thematik, ob man Geimpfte mit Genesenen gleichstellen könne, da beide Gruppen mit dem Antikörpertest nur schwer zu unterscheiden seien. Vor allem die Kombination aus genesen, geimpft und einer möglicherweise erneuten Infektion mache die Angelegenheit komplex. Auch die Umsetzbarkeit eines Impfregisters halte er daher für schwierig.

Ob es in Zukunft weitere Virus-Varianten des SARS-CoV-2-Erregers geben werde, sei laut Streeck derzeit noch spekulativ. Man könne nicht einmal sagen, ob eine neue Variante aus Omikron oder aus älteren Varianten entstehen würde. Daher könne man auch nicht sagen, inwiefern es angepasste Impfstoffe geben wird und ob es notwendig ist, sich in Zukunft "boostern" zu lassen. Er gehe jedoch davon aus, dass es an Omikron angepasste Impfstoffe geben werde, die vor allem der Risikogruppe angeboten werden sollten. Für die anderen Bevölkerungsgruppen sei dies durch die Immunantwort der T-Zellen nicht nötig.

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