Deutschland

Deutscher Journalisten-Verband: Journalisten sollten zur kritischen Infrastruktur gezählt werden

Bei den geplanten neuen Corona-Maßnahmen sollten Journalisten nach Ansicht des Deutschen Journalisten-Verbandes zur Kritischen Infrastruktur gezählt werden. Die Versorgung mit Informationen sei "genauso wichtig wie funktionierende Stromnetze oder Wasserversorgung".
Deutscher Journalisten-Verband: Journalisten sollten zur kritischen Infrastruktur gezählt werdenQuelle: www.globallookpress.com © Sachelle Babbar/ZUMAPRESS.com

Laut einer Forderung des Branchenverbandes DJV sollten Journalisten bei den geplanten neuen Maßnahmen in der Corona-Krise zur kritischen Infrastruktur gezählt werden. Wie der Deutsche Journalisten-Verband am Donnerstag in Berlin mitteilte, müsse dies "auch für die Verkürzung der Quarantäne- und Isolationsfristen gelten, die Bund und Länder am Freitag für die Berufe beschließen wollen, die zur kritischen Infrastruktur zählen".

Bundesgesundheitsminister Karls Lauterbach (SPD) hatte zusammen mit dem Robert Koch-Institut als Grundlage ein Konzept erarbeitet, das für Beschäftigte der kritischen Infrastruktur wie in Kliniken und Pflegeheimen vorsieht, dass sich diese nach einigen Tagen mit einem obligatorischen PCR-Test aus der Quarantäne "freitesten" können. Generelle Bedingung solle demnach zusätzlich sein, dass man zuvor mindestens 48 Stunden frei von Krankheitssymptomen war. Der DJV-Bundesvorsitzende Frank Überall äußerte diesbezügliche seine Auffassung:

"Die Versorgung der Menschen mit verlässlichen Informationen ist genauso wichtig wie funktionierende Stromnetze oder Wasserversorgung."

Dies gelte insbesondere vor dem Hintergrund von angeblichen "Desinformationskampagnen", gegen die "nur gut recherchierter Journalismus helfe". Wenn Journalisten symptomfrei seien, müssten sie so schnell wie möglich wieder ihren Job machen können. Der DJV-Vorsitzende forderte in dem Zusammenhang die Kulturstaatsministerin Claudia Roth (Bündnis 90/Die Grünen) auf, sich aktiv für das wirtschaftliche Überleben der freien Journalisten einzusetzen.

"Im Journalismus sind die Freien die größten Leidtragenden der Corona-Pandemie. Der Bund darf nicht tatenlos zusehen, wie sie ihre Existenzgrundlage verlieren", so Überall.

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