Deutschland

Hotspot Pflegeheime: Behörden ohne Übersicht über Impfschutz

Den Behörden fehlt es an einer Übersicht, wie gut Bewohner und Personal von Pflegeheimen durch Impfungen geschützt sind. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage von WDR, NDR und Süddeutscher Zeitung. Auch dem Bundespflegebevollmächtigten fehlt es hier an Kenntnis.
Hotspot Pflegeheime: Behörden ohne Übersicht über ImpfschutzQuelle: www.globallookpress.com © © Jonas Güttler

In der Altersgruppe der über 60-Jährigen haben 86,3 Prozent zwei Impfungen erhalten. Eine Booster-Impfung erhielten 32,9 Prozent. Über den Stand der Impfungen gerade in den Pflegeheimen gibt es scheinbar keine verlässlichen Daten. Noch gibt es hier keine Impfpflicht. Dabei gelten gerade alte Menschen als Hochrisikogruppe. Eine Coronavirus-Infektion kann hier schnell tödlich verlaufen. 

WDR, NDR und Süddeutsche Zeitung entschieden sich dazu, den Überblick der Behörden über den Impfstatus von Bewohnern und Personal genauer zu untersuchen. Mehr als 370 Behörden wurden dazu angeschrieben.

Von diesen meldeten sich 180 zurück. 130 davon gaben zu, nicht zu wissen, wie hoch der Anteil der Geimpften des Pflegepersonals ist, und fast zwei Drittel wissen nicht, wie es mit dem Impfschutz der Bewohner bestellt ist.

Der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, verweist auf das Robert Koch-Institut (RKI), wenn es um die Frage von Impfausbrüchen geht. Jedoch fehlt es auch dem RKI an einer Übersicht. 

Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht reagierte auf diese Meldung empört und schrieb auf Twitter: 

"Ignoranz und Totalversagen beim Schutz der Gefährdetsten! 2 von 3 Gesundheitsämtern haben keinen Überblick über den Impfschutz in Pflegeheimen und die Regierung hat noch immer keinen Überblick über die Personalausstattung der Gesundheitsämter."

Eine berufsbezogene Impfpflicht für Angestellte in Krankenhäusern und Pflegeheimen soll es nach den Plänen der neuen Regierung ab März 2022 geben. Besucher von Alters- und Pflegeheimen müssen nach der neuen Corona-Verordnung einen negativen Corona-Test vorlegen, auch wenn sie einen Immunstatus nachweisen können. Für die Einrichtungen zieht dies einen hohen Aufwand mit sich. 

Mehr als 100.000 Menschen sollen mit einem positiven Corona-Test gestorben sein. Die Hälfte darunter hatte bereits das 84. Lebensjahr erreicht oder überschritten. Zwei Drittel starben im Krankenhaus und 22 Prozent in Pflegeheimen. Nach Angaben des RKI starb im Zuge der sogenannten "ersten Welle" fast jeder Dritte in einem Alters- oder Pflegeheim. 

Mehr zum Thema - Vizepräsidentin des Deutschen Pflegerates zur Impfpflicht und Engpässen in der Pflegebranche

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