Deutschland

Ampel-Regierung verschiebt Bonuszahlungen für Intensivpflegekräfte

Die neue Ampel-Regierung verschiebt den geplanten und angekündigten Bonus für Intensivpflegekräfte. Ursprünglich sollte die Prämienregelung im Zuge der erneuten Änderung des Infektionsschutzgesetzes diese Woche in den Bundestag eingebracht werden.
Ampel-Regierung verschiebt Bonuszahlungen für IntensivpflegekräfteQuelle: www.globallookpress.com © Monkey Business 2 via www.imago-

Ende November verkündeten die Medien noch die groß angekündigten Pläne des designierten Kanzlers Olaf Scholz: "Mehr Geld und Impfpflicht für Pflegepersonal." Für eine Auszahlung an Krankenhauspersonal würde "erst mal eine Milliarde Euro" bereitgestellt, so Scholz vor rund zwei Wochen. Die Ampel-Koalition plane, in der COVID-19-Pandemie eine Bonuszahlung für Pflegekräfte zu veranlassen.

Ebenfalls im November hatte sich der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn für einen "spürbaren" Corona-Bonus für Pflegekräfte und anderes Personal auf Intensivstationen ausgesprochen. Die geschäftsführende Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten hatten demnach am 22. November einen erneuten "Pflegebonus" insbesondere in der Intensivpflege als Anerkennung beschlossen. Die Länder baten den Bund daraufhin, die Finanzierung bereitzustellen.

Diese politischen Ankündigungen und Pläne werden laut Informationen des ZDF nun erst einmal geändert. Die neue Ampelregierung verschiebt den geplanten Bonus vorerst auf einen späteren Zeitpunkt. Der Grund:

"Wie die SPD-Bundestagsfraktion gegenüber ZDFheute bestätigte, konnten sich die Ampel-Koalitionäre nicht einigen, welcher Personenkreis von der Sonderzahlung profitieren und nach welchen Kriterien die Ausschüttung ablaufen sollte."

Es gehe um "Sorgfalt vor Schnelligkeit", so Sabine Dittmar, die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD. Darüber werde man jetzt beraten. Innerhalb des verkürzten Verfahrens zum Infektionsschutzgesetz wäre dies nicht zu bewerkstelligen gewesen.

Das Bundesgesundheitsministerium unter Spahn hätte dementsprechend vorgeschlagen, dass je "nach Zahl der intensivbehandelten COVID-19-Patienten für jedes Krankenhaus eine Summe ermittelt wird, die der Krankenhausträger in Abstimmung mit dem Betriebsrat dann eigenverantwortlich an seine Mitarbeiter ausschütten sollte".

Es gäbe nun aber Definitionsprobleme, welche Mitarbeiter schlussendlich dazu gezählt werden müssten:

"Die Reinigungskraft, Techniker, der Pförtner? Wie groß der Kreis der Anspruchsberechtigten sein soll, darauf konnte man sich politisch nicht einigen."

Man werde daher die gesetzliche Regelung nun sofort zu Beginn des nächsten Jahres anpacken, so SPD-Gesundheitsexpertin Dittmar, "damit die Pflegekräfte ihre Prämien so schnell wie möglich bekommen können".

Das Pflegepersonal in Deutschland hatte bereits im vergangenen Jahr einen Bonus erhalten. "Für Pflegekräfte in Krankenhäusern gab es bis zu 1.000 Euro, in der Altenpflege bis zu 1.500 Euro. Diesmal sollte die Zulage deutlicher ausfallen."

Mehr zum Thema - Jonglieren mit den Intensivbetten – Wie die Grundrechte zweifelhaften Zahlen angepasst werden 

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