Deutschland

Omikron-Fälle in Deutschland: Geimpfte Reiserückkehrer und milde Verläufe

In Deutschland wurden bislang vier Omikron-Fälle bestätigt. Bei den Personen handelt es sich um Reiserückkehrer aus Südafrika, die sich bereits gegen das Coronavirus haben impfen lassen. Die Betroffenen sollen einen milden Verlauf haben. Auch in Südafrika gibt es bisher keine bekannten schweren Fälle.
Omikron-Fälle in Deutschland: Geimpfte Reiserückkehrer und milde VerläufeQuelle: www.globallookpress.com © Fleig / Eibner-Pressefoto via ww

Über die vier in Deutschland bestätigten Omikron-Fälle hinaus gibt es nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) acht weitere Verdachtsfälle. Die neue Corona-Variante wurde bereits in 18 Ländern nachgewiesen, darunter auch zwölf EU-Länder. Politiker sehen die Gefahr, dass die neue Variante Delta verdrängen könnte. Über den Schutz, den die derzeit erhältlichen Vakzine bieten, gibt es bislang keine Gewissheit.

Aus der südafrikanischen Mediziner-Vereinigung kommen positive Nachrichten. Unter den Omikron-Infektionen in Südafrika gibt es bislang keine schweren Krankheitsverläufe. Die Vorsitzende des südafrikanischen Ärzteverbands, Angélique Coetzee, die die neue Variante als eine der Ersten entdeckte, sagte über die Symptome ihrer Patienten:

"Die Patienten klagen meist über einen schmerzenden Körper und Müdigkeit, extreme Müdigkeit, und wir sehen es bei der jüngeren Generation, nicht bei den älteren Menschen."

Fälle von Geschmacks- oder Geruchsverlust gab es keine. Während Politiker in Deutschland und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen angesichts der neuen Variante eine Impfpflicht fordern, warnt der Virologe Klaus Stöhr vor einem "Omikron-Alarmismus":

"Aber genau wie bei Alpha und Delta wird es kein Turbovirus sein und auch keine neue Pandemie verursachen."

Für die in Deutschland derzeit hohen Inzidenzen sieht er noch keinen rückläufigen Trend:

"Die Inzidenz und Hospitalisierung werden im Winter auf hohem Niveau bleiben, weil Kontakte häufig und Mobilität hoch sind. Außerdem brauchen die Impfkampagne und danach Immunität Zeit, um Wirkung zu entfalten."

Impfgegner wie Befürworter sehen sich in der Meldung des RKI, dass es sich bislang nur um Impfdurchbrüche handelt, bestätigt. So schreibt ein Twitter-Nutzer:

"Dass alle 4 Omikron-Infizierte vollständig geimpft sind, ist klar. Ohne Impfung wären sie wegen des positiven Coronavirus-Tests nicht in das Flugzeug nach Deutschland gekommen. 3G und 2G sind Inzidenzbeschleuniger."

Ein anderer spottet:

"Vielleicht könnten ja die Ungeimpften Omikron stoppen? Lockdown für Geimpfte 3 Wochen."

Andere sehen die Gefahr, dass die Inzidenzen noch weiter steigen:

"Wir müssen jetzt dringend schnell die hohen Infektionszahlen runterdrücken, sonst sind wir gegen Omikron chancenlos. Deutschland taumelt schon jetzt wie ein angeschlagener Boxer – es braucht den Gong. Nach dem, was man liest, Reinfektionsraten hoch und Verbreitung beschleunigt."

Auf dem Bund-Länder-Gipfel am Donnerstag wurden strengere Maßnahmen beschlossen. Ungeimpfte müssen sich neben der 2G-Regel auf Kontaktbeschränkungen einstellen. Bei Großveranstaltungen wie Fußballspielen und solchen in Innenräumen wird die Zahl der Besucher begrenzt. Für Silvester gilt erneut ein Böllerverbot.

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