Deutschland

Die Anzahl der Wölfe in Deutschland steigt weiter

In Deutschland ist die Zahl der frei lebenden Wölfe weiter gestiegen. Das geht aus einer Erhebung der Bundesländer hervor. Laut WWF ist es dennoch notwendig, die Tiere auch in Zukunft zu schützen. Vor allem der Straßenverkehr ist eine Todesfalle für die Wölfe.
Die Anzahl der Wölfe in Deutschland steigt weiterQuelle: Gettyimages.ru © Thomas Larsen

In Deutschland sind derzeit 157 Wolfsrudelerfasst. Das geht aus den Erhebungen der Bundesländer für das Monitoringjahr 2020/21 hervor. Diese wurden vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) und dem Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) am Donnerstag in Bonn veröffentlicht. Die meisten Rudel (49) leben demnach in Brandenburg, gefolgt von Niedersachsen, wo 35 Wolfsrudel heimisch sind. Sachsen folgt darauf mit 29 Rudeln. BfN-Präsidentin Sabine Riewenherm erklärte in diesem Zusammenhang:

"Ich danke den Bundesländern für die wertvolle Ermittlung zu den Wolfsbeständen im Rahmen ihres Wolfsmonitorings."

Neben den Rudeln wurden 27 Wolfspaare und 19 sesshafte Einzelwölfe bestätigt. Von allen nachgewiesenen Wölfen waren mindestens 403 ausgewachsen. Für das Wolfsmonitoring hatten die Bundesländer mehr als 27.000 Hinweise ausgewertet. Im vorhergehenden Monitoring-Jahr 2019/20 waren 131 Rudel, 45 Paare und neun Einzelwölfe nachgewiesen worden.

Der Bericht enthielt jedoch auch Hiobsbotschaften. So wurden im letzten Monitoringzeitraum 138 Wölfe tot aufgefunden. Die meisten davon (107) starben bei Verkehrsunfällen, während nur 13 Wölfe eines natürlichen Todes starben. Neun Wölfe wurden illegal getötet. Nach Ansicht der Naturschutzorganisation WWF zeigen die aktuellen Zahlen zum Wolfsbestand, dass in Deutschland flächendeckend ein wolfsabweisender Herdenschutz nötig sei. Moritz Klose vom WWF sagte:

"Weidetierhalter brauchen dafür geeignete Zäune, gut trainierte Herdenschutzhunde, ausreichende Schulungs- und Beratungsangebote sowie finanzielle Unterstützung."

Im Jahr 2020 wurden der DBBW 942 Wolfsübergriffe (2019: 887) mit 3.959 getöteten, verletzten oder vermissten Nutztieren gemeldet (2019: 2894). Die Bundesländer mit Wolfsvorkommen gaben demnach insgesamt rund 9,5 Millionen Euro für Herdenschutz- und Schadenausgleichszahlungen aus.

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(rt/dpa)

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