Deutschland

"Hinreißen lassen" – Grüne Bundestagskandidatin gibt Bekleben von CDU-Plakaten zu

Eine illegale Aktion im Wahlkampf bringt die Greifswalder Grünen-Bundestagskandidatin Katharina Horn in Bedrängnis. Die Politikerin beklebte Plakate der CDU mit einem Aufkleber, auf dem "korrupt" zu lesen ist. Die 23-jährige Politikerin zeigt sich reumütig.
"Hinreißen lassen" – Grüne Bundestagskandidatin gibt Bekleben von CDU-Plakaten zuQuelle: AFP © John MacDougall

Katharina Horn, die mit Platz zwei auf der mecklenburg-vorpommerischen Grünen-Landesliste gute Chancen auf den Einzug in das Bundesparlament hat, räumte am Donnerstag ein, CDU-Wahlplakate manipuliert zu haben.

"Ich habe mich vor dem Hintergrund der Wahlauseinandersetzung, der Debatten um Maskendeals und Korruptionsvorwürfe, leider dazu hinreißen lassen, Plakate der CDU mit Stickern zu bekleben. Ich habe den betroffenen CDU-Kandidaten Michael Sack heute in einem Telefonat um Entschuldigung gebeten und danke ihm, dass er diese angenommen hat", heißt es in einer Erklärung Horns.

Wie eine Polizeisprecherin erklärte, war die 23-Jährige von einer Streife dabei ertappt worden, wie sie auf den Schultern eines jungen Mannes stehend, den Aufkleber "korrupt" auf einem Plakat des CDU-Spitzenkandidaten zur zeitgleich stattfindenden Landtagswahl aufbrachte. Laut Polizei wird nun gegen beide wegen des Verdachts der Sachbeschädigung ermittelt. Zuerst hatte der Nordkurier darüber berichtet.

Die 23-jährige Horn ist Vorsitzende der Grünen Jugend in Mecklenburg-Vorpommern, sitzt in der Greifswalder Bürgerschaft und kandidiert auf Platz zwei der Landesliste für den Bundestag. Der Landesvorsitzende der Grünen Ole Krüger erklärte:

"In einem offenen und konstruktiven Telefonat hat Katharina Horn uns gegenüber bestätigt, dass sie Aufkleber mit dem Aufdruck 'Korrupt' auf ein paar Plakaten des CDU-Kandidaten Michael Sack aufgebracht hat. Sie sieht selbst, dass – bei allem Unmut über die CDU-Politik – die Grenze zur Unfairness klar überschritten wurde."

Die Co-Vorsitzende Weike Bandlow ergänzte:

"Die Beschädigung von Wahlplakaten entspricht nicht der Art und Weise, wie wir uns mit den politischen Mitbewerbern auseinandersetzen."

Laut dem Nordkurier soll es für Horn keine weitergehenden Konsequenzen geben.

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