Deutschland

Nach mehr als 10.000 Impfdurchbrüchen: RKI fordert PCR-Tests für Geimpfte

In einem Bericht fordert das Robert Koch-Institut PCR-Tests für leicht erkrankte Kinder und Geimpfte, um mögliche Infektionen frühzeitig zu erkennen. Außerdem geht aus dem RKI-Bericht hervor, dass es bisher mehr als 10.000 Impfdurchbrüche gab.
Nach mehr als 10.000 Impfdurchbrüchen: RKI fordert PCR-Tests für GeimpfteQuelle: www.globallookpress.com © Christian Ohde

Auch wenn die Anzahl an Corona-Tests in Deutschland rückläufig ist, steigt der Anteil der positiven Testergebnisse. Wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Donnerstagabend in einem Bericht erklärte, sei ein PCR-Test deshalb auch bei Kindern und Geimpften mit leichten Symptomen wichtig, um eine Ausbreitung des SARS-CoV-2-Erregers einzudämmen.

Laut dem COVID-19-Wochenbericht des RKI wurden für die vergangene Woche mit 588.404 Tests, die von 200 Laboren übermittelt worden waren, ein Tiefststand an Tests für dieses Jahr verzeichnet. Seit dem Frühjahr liegen die Werte pro Woche auf unter einer Million. Erfasst werden vom RKI die PCR-Tests von Universitätskliniken, Forschungseinrichtungen sowie klinischen und ambulanten Laboren, Schnelltests sollen nicht mitgezählt werden.

In der vergangenen Woche fielen knapp vier von 1.000 Tests positiv aus, so viele wie schon lange nicht mehr. Im RKI-Bericht heißt es weiter, dass die Gesundheitsämter nicht mehr alle Kontaktpersonen von mutmaßlich Infizierten nachvollziehen. Zudem könnte sich jeder vierte Corona-Verdachtsfall im Urlaub angesteckt haben. Die meisten Reiserückkehrer mit positivem Testergebnis kämen aus Spanien, gefolgt von der Türkei und dem Kosovo.

Seit dem Beginn der Massenimpfungen gibt es zudem ein umfangreiches Monitoring zu Impfdurchbrüchen: Dem aktuellen Bericht des RKI zufolge gab es bereits 10.827 Impfdurchbrüche. Wie das RKI schreibt, mussten bei der Gruppe der Unter-60-Jährigen zwei Prozent der Personen nach einem Impfdurchbruch im Krankenhaus behandelt werden, bei der Gruppe der Über-60-Jährigen sind es vier Prozent. Als Impfdurchbruch zählt, wenn mindestens zwei Wochen nach vollständiger Impfung mittels PCR-Test oder Erregerisolation eine mögliche Infektion festgestellt wurde.

Um den Stand der Corona-Impfkampagne besser beurteilen zu können, plant das RKI zudem Umfragen in der Bevölkerung. Dazu sollen im Frühherbst etwa 3.000 Menschen zu Impfbereitschaft und Akzeptanz befragt werden. Darüber hinaus sei eine entsprechende mehrsprachige Befragung in Vorbereitung, damit auch jene erreicht werden, die an einer deutschsprachigen Umfrage mangels Sprachkenntnissen nicht teilnehmen können.

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(rt/dpa)

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