Deutschland

Windkraft auf dem Meer – Vögel verlieren immer mehr Lebensräume auf der Nord- und Ostsee

Die Offshore-Windenergie ist notwendiger Teil der Energiewende, bringt aber erhebliche Auswirkungen auf die Meeresnatur mit sich. Der NABU Mecklenburg-Vorpommern mahnt gegenüber RT eine bessere Berücksichtigung des Schutzes von Vögeln und Meeresbewohnern in Nord- und Ostsee an.
Windkraft auf dem Meer – Vögel verlieren immer mehr Lebensräume auf der Nord- und OstseeQuelle: www.globallookpress.com © Lars Berg/imago stock&people

Die Bundesregierung hat ein Ausbauziel von 40 Gigawatt Offshore-Windenergie bis zum Jahr 2040 verabschiedet. Das würde nach Einschätzung des Naturschutzbundes Deutschland e.V. (NABU) zu einer starken Beeinträchtigung des Lebensraumes von Seevögeln führen. In der Nordsee verlören dann beispielsweise Sterntaucher, Prachttaucher und Trottellummen die Hälfte ihrer Raststätten und Gebiete für die Nahrungssuche. Die Angaben beziehen sich auf die sogenannte ausschließliche Wirtschaftszone Deutschlands, die sich an die Hoheitszone anschließt und bis in eine Entfernung von 200 Seemeilen (370 Kilometer) von der Küste reicht.

Anfang August hat die Regierung eine Verordnung über die Raumordnung in der ausschließlichen Wirtschaftszone von Nord- und Ostsee beschlossen. Damit sind die planungsrechtlichen Grundlagen für den Ausbau von Offshore-Windparks gelegt. Darin heißt es, "eine naturverträgliche nachhaltige Entwicklung des Meeresraumes" ist unverzichtbar für den Klimaschutz, wie das RedaktionsNetzwerk Deutschland berichtete.

Die Nutzungsansprüche im maritimen Raum sind in den letzten Jahren größer geworden. Sie führen zu räumlichen Konflikten zwischen der Seefahrt, den Offshore­-Windparks sowie den Anforderungen des Natur­schutzes. Der Bundesverband der Windparkbetreiber Offshore stellte zu der Verordnung fest: "Zielkonflikte zwischen den unterschiedlichen Nutzungsarten wurden angemessen berücksichtigt, ohne dabei die gemeinsamen Klimaschutzziele aus den Augen zu verlieren."

Umweltverbände halten dagegen, die Berücksichtigung des Schutzes von Vögeln und Meeresbewohnern in Nord- und Ostsee sei ungenügend. Sie weisen auf die Gefahren durch Kollision von Vögeln mit den Windkraft-Rotoren sowie Beeinträchtigungen durch Schall beim Errichten und im Betrieb der Anlagen hin. Der Ausbau der Windparks müsse daher mit einer Reduzierung anderer wirtschaftlicher Nutzungen (Fischerei, Schifffahrt, Rohstoffabbau, etc.) einhergehen.  

Der NABU in Mecklenburg-Vorpommern erklärte auf eine Anfrage von RT: "Die Ausbauziele müssen sich an den ökologischen Belastungsgrenzen der Meere orientieren, es hängt vom ökologischen Zustand ab. Rein politisch und nach dem Energiebedarf ausgerichtete Zielvorgaben halten wir für schwierig."

Dabei sehen die Naturschützer durchaus Möglichkeiten, die Gefahren für die Tiere zu reduzieren. Technischer Schallschutz beim Rammen der Fundamente beispielsweise könne tödliche Verletzungen von Schweinswalen verhindern. Auch während des Betriebes sei Schallschutz möglich. Mit der Installation von Überwachungskameras könnten die Opfer der Windräder genauer erfasst werden. Kameras könnten zudem die Abschaltautomatiken der Windkraftanlagen bei verstärktem Vogelzug unterstützen.

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