Deutschland

Medienberichte: "Monumentales Systemversagen" bei Hochwasserkatastrophe?

Eine britische Forscherin wirft der deutschen Politik angesichts der Hochwasserkatastrophe monumentales Systemversagen vor. Deutschland sei rechtzeitig und präzise gewarnt worden, passiert sei jedoch wenig. Das Innenministerium in NRW räumt ein, man sei gewarnt gewesen.
Medienberichte: "Monumentales Systemversagen" bei Hochwasserkatastrophe?Quelle: AFP © Sebastian Bozon

Laut Hannah Cloke, Professorin für Hydrologie an der britischen Universität Reading und Mitentwicklerin des Europäischen Hochwasser-Warnsystem, wurde Deutschland im Vorfeld der Hochwasserkatastrophe präzise gewarnt. Eine Reaktion sei aber ausgeblieben. Laut Cloke seien die ersten Zeichen der Hochwasserkatastrophe in Deutschland bereits neun Tage zuvor von Satelliten erfasst worden.

Vier Tage vor den Fluten habe das Europäische Hochwasser-Warnsystem (Efas) die Regierungen der Bundesrepublik und Belgiens vor Hochwasser an Rhein und Meuse gewarnt. Den deutschen Stellen sei 24 Stunden präzise vorhergesagt worden, welche Bezirke von Hochwasser betroffen sein würden, darunter auch Gebiete an der Ahr, wo anschließend mehr als 93 Menschen ums Leben kamen.

Die Wissenschaftlerin sagte der britischen Zeitung Sunday Times, dass der Grund für eine der tödlichsten Naturkatastrophen in Deutschland seit dem Zweiten Weltkrieg ein "monumentales Systemversagen" gewesen sei. Cloke weiter:

"Die Tatsache, dass Menschen nicht evakuiert wurden oder die Warnungen nicht erhalten haben, legt nahe, dass etwas schiefgegangen ist."

Am Sonntagabend sagte die Forscherin dem ZDF, dass man die Daten zur Warnung eines umfassend großen Gebiets an Deutschland übermittelt habe. Aber, so Cloke weiter:

"Irgendwo ist diese Warnkette dann unterbrochen worden, sodass die Warnungen nicht bei den Menschen angekommen sind."

Das nordrhein-westfälische Innenministerium musste mittlerweile einräumen, dass die Überflutungen nicht überraschend kamen. Am vergangenen Montag um 10:28 Uhr hätten sich amtliche Warnungen vor extremem Unwetter konkretisiert, erklärte das Ministerium der Bild-Zeitung. Da ein derartiges Ereignis abzusehen gewesen sei, habe man am Dienstag eine sogenannte Landeslage eingerichtet, um frühzeitig erkennen zu können, ob in einem Kreis oder einer kreisfreien Stadt überörtliche Hilfe benötigt werde.

Mehr zum ThemaOlaf Scholz stellt Opfern der Flutkatastrophe mehr als 300 Millionen Euro Soforthilfe in Aussicht

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Liebe Leser und Kommentatoren,

wir schätzen die Möglichkeit sehr, Ihnen mit der Kommentarfunktion eine Plattform zum gegenseitigen Austausch bieten zu können. Leider müssen wir diese Möglichkeit vorübergehend einschränken, bis effektive Mittel und Wege gefunden sind sicherzustellen, dass dieses Kommunikationsmittel nicht missbraucht wird.

Das Kommentieren auf unserer Website soll für alle so sicher und so wenig einschränkend wie möglich sein, bei alledem jedoch Hass, Hetze und Beleidigungen konsequent ausschließen.

Ihr RT DE-Team