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Brand in Chemnitzer Restaurant Mangal – Versicherungsbetrug statt Ausländerfeindlichkeit?

Hinter dem Brand im kurdischen Restaurant Mangal im Oktober 2018 stecken wohl doch keine Neonazis. Die Polizei hat mittlerweile den Besitzer im Visier. Zunächst wurde ein rechtsterroristischer Hintergrund der Brandstifter angenommen und offenbar nur in diese Richtung ermittelt.
Brand in Chemnitzer Restaurant Mangal – Versicherungsbetrug statt Ausländerfeindlichkeit?Quelle: www.globallookpress.com © Wedel/Kirchner-Media via www.ima

Lange war Chemnitz durch die Ausschreitungen im August 2018 in den Medien das Thema Nummer 1 gewesen. 

Wegen eines vermeintlich politisch motivierten Anschlags auf ein kurdisches Restaurant gut sechs Wochen später ermittelte das Polizeiliche Terrorismus- und Extremismus-Abwehrzentrum (PTZA) des Landeskriminalamts Sachsen wegen des Verdachts des versuchten Mordes in Verbindung mit besonders schwerer Brandstiftung, wie die Bild berichtet.

Das entzündete Feuer war für die 15 Bewohner des Mehrfamilienhauses lebensbedrohlich, da sich das Restaurant im Erdgeschoss befand und sich die Flammen nach oben ausbreiteten. Die Rettungskräfte der Feuerwehr verhinderten Schlimmeres – konnten aber nicht den Schaden von mehreren hunderttausend Euro abwenden.

Fast zwei Jahre nach der Tat, im Oktober 2020, setzte das Landeskriminalamt sogar 10.000 Euro Belohnung für Hinweise auf die Täter aus. Nun erhärtet sich der Verdacht, dass der kurdische Besitzer sein Restaurant selbst in Flammen gesetzt haben könnte. 

Tom Bernhardt, Sprecher des Landeskriminalamts (LKA), sagte der Bild:

"Die Ermittlungen wurden zunächst in alle Richtungen geführt. Im Zuge der Ermittlungen fanden sich keine Anhaltspunkte für eine ausländerfeindliche Tatmotivation. [...] Vielmehr erhärtete sich im Ergebnis der intensiven und langwierigen kriminaltechnischen Untersuchungen der Verdacht der vorsätzlichen Brandstiftung gegen den damaligen Inhaber des Restaurants."

Die Ermittler vermuten Versicherungsbetrug als Motiv hinter der Tat. Am Mittwoch hatten die Beamten die Wohn- und Geschäftsräume des Geschäftsinhabers und angeblichen Opfers in Chemnitz und dem nahe gelegenen Frankenberg durchsucht. Die Haftrichtervorführung fand am Donnerstag statt. 

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