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Nun doch: Tesla beantragt Genehmigung für Batterieproduktion in Grünheide

Nach langem Hin und Her hat Tesla einen Antrag zum Bau einer Produktionsanlage für die Batterieproduktion eingereicht. Der Bau selbst wird seit Monaten vorangetrieben, da der US-Konzern mit einer Genehmigung rechnet. Bedenklich ist vor allem der immense Wasserverbrauch.
Nun doch: Tesla beantragt Genehmigung für Batterieproduktion in GrünheideQuelle: www.globallookpress.com © Patrick Pleul / ZB

Der US-Konzern Tesla baut im brandenburgischen Grünheide zusätzlich zu seiner Gigafactory, in der E-Autos produziert werden sollen, auch eine Anlage zur Herstellung von in den E-Autos benötigten Batteriezellen. Der Bau wurde bereits begonnen, obwohl nur eine vorzeitige Zulassung vorliegt und insbesondere die endgültige umweltrechtliche Genehmigung nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz noch fehlt. Um diese zu erlangen, reichte Tesla nun komplett überarbeitet Antragsunterlagen beim Landesamt für Umwelt in Brandenburg ein.

Die nun gemeldeten Produktionsanlagen umfassen neben der Fertigungslinie für den Karosseriebau die Einrichtungen zur Herstellung der Batteriezellen sowie eine Erweiterung des Presswerks durch zwei weitere Presslinien. Dafür müssen 1.180 zusätzliche Gründungspfähle in den Erdboden gegraben werden. Außerdem sollen auf dem Gelände der Gigafactory weitere Fertigungsschritte angesiedelt werden – etwa zur Herstellung und Lackierung von Kunststoffbauteilen wie Stoßstangen- und Rückspiegelabdeckungen.

Auf Anfrage der Nachrichtenagentur Reuters bezeichnete das Landesamt für Umwelt den Vorgang, so umfassende Umplanungen während eines laufenden Genehmigungsverfahrens einzureichen, als nicht ungewöhnlich. Das Umweltministerium verwies zudem darauf, dass Tesla plane, den Wasserverbrauch zu senken. Aktuell wird mit einem jährlichen Wasserverbrauch von rund 1,4 Millionen Kubikmeter Wasser gerechnet. In Absprache mit den öffentlichen Versorgungsunternehmen soll die jährliche Abwassermenge bei rund 925.000 Kubikmeter liegen.

Über die neu eingereichten Unterlagen muss nun das Landesamt für Umwelt befinden – unter Beteiligung der Öffentlichkeit. Nach Angaben des rbb soll dies in den kommenden Tagen erfolgen.

Ursprünglich hatte Tesla geplant, bereits im Sommer mit der Produktion seiner E-Autos zu beginnen. Dabei sollen jährlich etwa 500.000 Exemplare der Typen Model 3 und Model Y fertiggestellt werden. Mit den Verzögerungen durch die umweltrechtlichen Genehmigungen ist klar, dass sich die Inbetriebnahme verzögert. Gegenüber Reuters äußerte sich Tesla-Chef Elon Musk zuversichtlich, dass die Produktion in Grünheide voraussichtlich Ende 2021 starten soll:

"Aktuell sieht es danach aus, dass wir mit der Herstellung Ende des Jahres beginnen können."

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