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Berlin: Baubeginn für Mehrreligionen-Gebäude "House of One"

Am Donnerstag fand in Berlin die Grundsteinlegung des Mehrreligionen-Hauses "House of One" statt. Als eine christliche Kirche, Synagoge und Moschee unter einem Dach soll es in vier Jahren seine Türen für die Gläubigen aller drei monotheistischen Weltreligionen öffnen.
Berlin: Baubeginn für Mehrreligionen-Gebäude "House of One"Quelle: AFP © Wolfgang Kumm

Die Zeremonie zum Baubeginn des Gebäudes, das ein gemeinsames Gotteshaus für Christen, Muslime und Juden werden soll, wurde an der Leipziger Straße gefeiert. Laut den Initiatoren des Projekts soll Berlin damit nach dem Abschluss der Bauarbeiten einen Ort zur Verständigung zwischen den Religionen bekommen.

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble sprach von einem "Ort der Toleranz und Offenheit", an dem sich Spiritualität und Vernunft begegneten. Das "House of One" habe einen hohen theologischen Anspruch, "offen andere spirituelle Perspektiven wahrzunehmen, in gegenseitigem Respekt – ohne dabei selbst den Anspruch zu erheben, Judentum, Christentum und Islam in Gänze zu repräsentieren", erklärte er.

Federführend sind bei der Initiative der evangelische Pfarrer Georg Hoberg, der Rabbiner Andreas Nachama und der Imam Kadir Sanci. Sie hatten vor zehn Jahren das Projekt gestartet. Die Kosten für das Bet- und Lehrhaus liegen bei 47 Millionen Euro, davon trägt der Bund 20 Millionen Euro, weitere zehn Millionen das Land Berlin. Aus Spenden und Zuwendungen sei bereits ein großer Teil der Baukosten inzwischen abgedeckt. Die verbleibende Lücke von knapp acht Millionen Euro soll über weitere Spenden geschlossen werden.

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(rt/dpa)