Deutschland

Ständige Impfkommission: Spätestens 2022 "Auffrischung des Corona-Impfschutzes" nötig

Zwei kleine "Pikser" und fertig? Ganz so einfach ist es dann offenbar doch nicht mit der Corona-Impfung. Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission hat verkündet, "dass möglicherweise im nächsten Jahr alle ihren Impfschutz auffrischen müssen".
Ständige Impfkommission: Spätestens 2022 "Auffrischung des Corona-Impfschutzes" nötigQuelle: www.globallookpress.com © Martin Wagner via www.imago-imag/www.imago-images.de

Die Bürger in Deutschland müssen sich nach Ansicht der Ständigen Impfkommission (STIKO) wohl spätestens im nächsten Jahr erneut gegen das Coronavirus impfen lassen. Der STIKO-Vorsitzende Thomas Mertens sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe:

"Das Virus wird uns nicht wieder verlassen. Die aktuellen Corona-Impfungen werden deswegen nicht die letzten sein. Grundsätzlich müssen wir uns darauf einstellen, dass möglicherweise im nächsten Jahr alle ihren Impfschutz auffrischen müssen."

Der SPD-Abgeordnete Karl Lauterbach, der in den Medien oft als Gesundheitsexperte bezeichnet wird, rechnet damit, dass die Immunität nach einer Impfung nur rund sechs Monate hält. Die erste Auffrischung werde deshalb für einige sogar bereits im Herbst fällig sein, sagte er den Funke-Zeitungen.

Sollten sich in Deutschland Mutationen verbreiten, gegen die die aktuellen Impfstoffe nicht so stark wirksam sind, müsse man möglicherweise auch schon früher mit einem besser angepassten Impfstoff beginnen. Gegen die südafrikanische Variante etwa wirkten die Vakzine von AstraZeneca und Johnson & Johnson nicht so gut: "Sollte sich diese Variante bei uns stark verbreiten, sollten die betroffenen Personen dann als erste besser immunisiert werden."

Mertens wies darauf hin, dass die Hersteller nach eigener Darstellung bereits an modifizierten Impfstoffen arbeiten, die gegen relevante und derzeit bekannte Mutanten wirksam sein sollen. Nach Angaben des STIKO-Chefs sei es zudem denkbar, dass der Impfschutz bei einzelnen Gruppen bereits wieder nachlässt oder generell zu schwach ist. Das könne einzelne Altersgruppen betreffen oder auch Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen. Bei Patienten, deren Immunabwehr medikamentös gesteuert wird, könne es sein, dass bereits kurzfristig eine dritte Dosis nötig werde, so Mertens.

Der Epidemiologe und Facharzt für öffentliches Gesundheitswesen Dr. Friedrich Pürner reagierte auf Twitter skeptisch auf die Ankündigen der Auffrischung. Der frühere Chef des Gesundheitsamts Aichach-Friedberg, der seinen Posten nach seiner Kritik an der bayerischen Corona-Politik verloren hatte schrieb:

"Interessante Aussage. Vor Monaten wurde man dafür als "Schwurbler" etikettiert. Also, Coronavirus bleibt. Wird dann jedes Jahr die Diskussion über Freiheitsrechte und weitere Impfung fortgesetzt? Wie werden bereits Geimpfte, die aber keine weitere Impfung möchten, behandelt?"

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(rt/dpa)

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