Deutschland

CSU-Generalsekretär: Politik der Grünen ist "toxisch für Deutschland"

Die CSU ist alarmiert von den aktuellen Umfragen: Die Union darf laut Generalsekretär Blume keine "Juniorrolle" in einer Grünen-Regierung einnehmen. Die mangelnde Laschet-Begeisterung in Bayern werde durch die "Angst vor einem grün-rot-roten Linksbündnis" angestachelt.
CSU-Generalsekretär: Politik der Grünen ist "toxisch für Deutschland"Quelle: www.globallookpress.com © Revierfoto via www.imago-images.de

Für die CSU kommt eine von den Grünen geführte Koalition auf Bundesebene nicht in Frage. Das machte der CSU-Generalsekretär Markus Blume gegenüber dem Münchner Merkur deutlich. Die Union werde keine "Juniorrolle" einnehmen und "setzt auf Sieg". Blume will die Grünen "ganz klar bekämpfen". Er betont:

"Was die Grünen im Moment machen – Gaga-Vorschläge, Verbotsfantasien, Belastungsorgien –, ist toxisch für Deutschland."

Aktuellen Wahlumfragen von Meinungsforschungsinstituten sehen die Grünen mit ihrer Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock derzeit als stärkste politische Kraft in Deutschland – zum Teil deutlich vor der Union. Die CSU hatte vor der Entscheidung der Kandidatenfrage zugunsten des CDU-Vorsitzenden Armin Laschet argumentiert, ihr Bewerber, der CSU-Vorsitzende Markus Söder habe deutlich bessere Umfragewerte als Laschet und die Union mit Söder damit bessere Wahlchancen.

Vor diesem Hintergrund und mit Blick auf die abgesackten Umfragewerte der Union sagte Blume:

"Wir haben ja in den letzten Wochen manchmal gehört, Umfragen seien nicht so wichtig. Ich bin zuversichtlich, dass es Armin Laschet gelingt, das zu drehen."

Wie genau das gelingen soll, äußerte Blume nicht. Er äußerte sich aber skeptisch darüber, dass Friedrich Merz "die neue Wunderwaffe der CDU sein soll". Blume sieht noch keinen Merz-Effekt und "keinen Schub" in den Umfragen. Es brauche vielmehr "ein Team, dass für einen modernen Aufbruch steht".

Ein Problem bleibt aber: Insbesondere in Bayern ist der Unionskanzlerkandidat Laschet unpopulär. Blume betont zwar, auch im Freistaat werde "für den gemeinsamen Kanzlerkandidaten der Union plakatiert". Allerdings müsse die Basis dafür motiviert werden. Dabei hilft die Außenperspektive. Der CSU-Generalsekretär argumentiert:

"Am meisten motiviert wohl die Angst, was den Menschen im Land mit einem grün-rot-roten Linksbündnis blüht. Wir werden einen sehr zugespitzten und sehr klaren Wahlkampf führen."

An der Spitze der CSU soll der Vorsitzende der CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag, Alexander Dobrindt, die Bundestagswahl anführen. Dobrindt ist laut Blume "als Landesgruppenvorsitzender prädestiniert" – "er wäre quasi unser natürlicher Spitzenkandidat".

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(rt/dpa)