Deutschland

Mitten im Lockdown: Feierten internationale Stars nach Modeschau eine Party in Berlin?

Die italienische Modemarke Bottega Veneta steht in der Kritik, mitten in der Pandemie Musiker zu einer Veranstaltung nach Berlin eingeladen zu haben. Mehrere Videos in den sozialen Netzwerken zeigen die mutmaßlichen Gäste einer Party tanzend ohne Atemschutz und Mindestabstand.
Mitten im Lockdown: Feierten internationale Stars nach Modeschau eine Party in Berlin?Quelle: Gettyimages.ru

Um die eigene Wohnung zu verlassen, braucht es derzeit einen triftigen Grund. Das Nachtleben ist seit langem aufs Eis gelegt. Der Bund erwägt auch nächtliche Ausgangssperren. Von Partystimmung also keine Spur.

Das scheint internationale Stars wie etwa die Rapper Slowthai und Skepta nicht davon abgehalten zu haben, für eine neue Modeschau der italienischen Luxusmodemarke Bottega Veneta nach Berlin anzureisen. Berichten zufolge sollen die internationalen Gäste am Freitag im berühmten Klub Berghain, der seit dem Vorjahr pandemiebedingt geschlossen hat, der Veranstaltung "Salon 2" beigewohnt haben. Ob eventuelle Quarantänevorschriften eingehalten wurden, ist unklar.

Anschließend besuchte man offenbar das Soho House, ein Hotel und Klub in Berlin Mitte. Auf Instagram kursierende Videos, die die Party zeigen sollen, wurden nach heftiger Kritik wieder gelöscht. Auf Twitter ist noch ein kurzer Ausschnitt zu sehen, der feiernde Menschen ohne Masken und Abstand zeigt. Die Echtheit des Videos konnte noch nicht bestätigt werden.

Der Tagesspiegel zitierte die Berlinerin Brenda Weischer, die auf Instagram geschrieben hatte: "Ich sehe so viele Menschen, die extra eingeflogen wurden und es sieht so aus, als ob die verpflichtende fünftägige Quarantäne nicht stattgefunden hat. Das ist ehrlich schmerzhaft."

RT DE  hat das Soho House Berlin um eine Stellungnahme gebeten. Auf unsere Fragen, wie viele Gäste bei der Party anwesend waren und wer für das Hygienekonzept verantwortlich war, hieß es in dem Antwortschreiben lediglich:

"Die Sicherheit unserer Mitarbeiter, Gäste und der breiteren Gemeinschaft hat für uns oberste Priorität. Die kürzlich erfolgte geschäftliche Buchung, durch die alle Zimmer im Haus belegt waren, erfolgte laut den gesetzlichen Richtlinien. Wir nehmen diese Angelegenheit sehr ernst und arbeiten mit allen Beteiligten zusammen, um herauszufinden, was passiert ist". 

Eine Reaktion seitens Bottega Veneta steht bisher aus. Der Geschäftsführer des Klubs versicherte der Berliner Zeitung, dass man sich an die Regeln gehalten habe. Da er derzeit aber in Griechenland sei, könne er nicht genau sagen, was vergangenen Freitag in Berlin passiert ist. 

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