Deutschland

Zahl der neu hospitalisierten COVID-19-Fälle in Deutschland sinkt weiter

Einerseits sank die Zahl der neu hospitalisierten COVID-19-Fälle in Deutschland ging bis letzte Woche. So wurden 3.138 COVID-19-Fälle in der 11. Kalenderwoche stationär behandelt. Andererseits sinkt die Gesamtanzahl an Intensivbetten und Pflegekräften dramatisch.
Zahl der neu hospitalisierten COVID-19-Fälle in Deutschland sinkt weiterQuelle: www.globallookpress.com © Petra Nowack via www.imago-image.de

Die Zahl der neu hospitalisierten COVID-19-Fälle in Deutschland ging bis zur letzten Woche zurück. Das offenbaren Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI). So wurden in der elften Kalenderwoche nur noch 3.138 COVID-Fälle in Krankenhäuser eingeliefert. In der vorletzten Kalenderwoche des vergangenen Jahres (51/2020) waren es laut Statista noch mehr als 12.000 Fälle, was der bisherige Höchststand war.

In der 11. Kalenderwoche 2021 belief sich die Zahl der gemeldeten, mittels PCR-Test positiv auf das Coronavirus Getesteten auf 91.523. Davon war in 3.138 Fällen (etwa 5 Prozent) eine Behandlung im Krankenhaus notwendig.

Gleichwohl ist das medizinische Personal auf den Intensivstationen seit Wochen einer sehr hohen Belastung ausgesetzt. Uwe Janssens von der Intensivmedizingesellschaft DIVI beklagt zudem, dass 9.000 Pflegekräfte in Deutschland während der von der WHO ausgerufenen Pandemie deswegen ihren Beruf aufgegeben hätten. Gegenüber dem Deutschlandfunk sagte er:

"Die Widerstandsfähigkeit der Menschen, die auf Intensivstationen arbeiten, darf jetzt nicht unendlich auf die Probe gestellt werden [...] Wir haben akute Notfälle zu versorgen. Da benötigen wir tatsächlich freie Betten."

Und da die 7-Tage-Inzidenz zuletzt wieder steigt, dürfte die Zahl der Hospitalisierten in den kommenden Wochen mutmaßlich ebenfalls wieder ansteigen.

Auch dem Ärzteblatt zufolge sind viele Intensivstationen personell schlecht aufgestellt. Die Berliner Charité und die Universitätsklinik in Frankfurt am Main warnten bereits vor einem Personalmangel auf Intensivstationen bei der Bekämpfung der COVID-19-Pandemie. Ulrich Frei, der Verantwortliche für das Personalmanagement an der Charité, äußerte, es gebe zwar genug Intensivbetten, aber "einen absoluten Mangel an Intensivpflegekräften schon seit langer Zeit".

Am Sonntag waren bundesweit 3.457 Menschen wegen COVID-19 in intensivmedizinischer Behandlung, davon mussten 1.872 (54 Prozent) invasiv beatmet werden. Von derzeit insgesamt nur noch 19.904 Betten für intensivmedizinische Behandlung sind laut DIVI-Intensivregister (Stand 28. März) nur noch 3.851 unbelegt. Viele Krankenhäuser hatten im Spätsommer letzten Jahres die Intensivbetten für Corona-Patienten zum Teil bereits deutlich reduziert

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