Deutschland

Einkaufen mit Voranmeldung: KaDeWe bietet Kunden nach Lockerung Online-Termine zum Shopping an

Als Maßnahme zur Eindämmung der Corona-Pandemie lässt das renommierte Berliner Kaufhaus des Westens seine Kunden künftig Shopping-Termine buchen. Je nach der Einkaufsstimmung können die KaDeWe-Besucher zwischen ein- und zweistündigen Zeitfenstern wählen.
Einkaufen mit Voranmeldung: KaDeWe bietet Kunden nach Lockerung Online-Termine zum Shopping anQuelle: www.globallookpress.com © Stefan Zeitz via www.imago-image

Bei dem sogenannten "Click & Meet"-Verfahren werden die Kunden gebeten, sich über die Website des Warenhauses vor ihrem geplanten Besuch einen Termin zu besorgen. Bis Ende des Monats sind mittlerweile ein- bis zweistündige Termine im Zeitraum zwischen 10 und 19 Uhr verfügbar. Das Buchungssystem warnt die Nutzer allerdings:

"Bitte beachten Sie, dass Ihnen nur der gebuchte Zeitrahmen für Ihren Einkauf zur Verfügung steht."

Während Bund und Länder den derzeitigen Lockdown vergangene Woche bis zum 28. März verlängert hatten, haben sie sich zugleich auf eine schrittweise Lockerung der geltenden Beschränkungen im ganzen Land geeinigt. Bestimmte Einzelhandelsgeschäfte sowie Museen, Zoos und einige andere Einrichtungen durften ab einem festgelegten Inzidenzwert mit strikter Einhaltung der Abstandsregeln per Click & Meet wieder öffnen. Pro 40 Quadratmeter ist demnach ein Kunde zugelassen. Der Einsatz der Terminbuchungssysteme soll ermöglichen, die Umsetzung der Vorschriften besser zu kontrollieren. Viele Bundesländer können bereits seit Montag von dem neuen Konzept Gebrauch machen.

Laut einer Umfrage sieht mehr als die Hälfte der Verbraucher in Deutschland das Einkaufen mit einem Online-Termin skeptisch. 58 Prozent der Befragten können sich aktuell nicht vorstellen, in Einzelhandelsgeschäften mit vorher ausgemachtem Termin einzukaufen, wie das Umfrageinstitut Yougov am Dienstag mitteilte. Für rund 36 Prozent der Befragten hingegen käme diese Möglichkeit infrage.

Der Handelsverband Deutschland (HDE) kritisierte das Vorgehen ebenfalls am Dienstag. Click & Meet sei für viele Unternehmen nicht wirtschaftlich. Der Verband fordert stattdessen eine Verdoppelung der Überbrückungshilfen des Bundes. Zudem sprach er sich für eine bundesweit einheitliche Lösung zur Kontaktnachverfolgung etwa per App aus, die das Einkaufen in der Pandemie "noch sicherer" machen würde, hieß es.

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(rt/dpa)

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