Deutschland

Schnell- und Selbsttests: Spahn und Scheuer sollen "Taskforce Testlogistik" leiten

Bund und Länder setzen bei ihren Öffnungsplänen auf eine groß angelegte Teststrategie. Laut Kanzlerin Merkel könnten dafür monatlich bis zu 150 Millionen Schnell- und Selbsttests nötig werden. Dafür soll nun eine "Taskforce Testlogistik" eingerichtet werden.
Schnell- und Selbsttests: Spahn und Scheuer sollen "Taskforce Testlogistik" leitenQuelle: AFP © Stefanie Loos/Bildbearbeitung: RT DE

Bund und Länder machen geplante Lockerungen von den Ergebnissen massenhafter Schnell- und Selbsttests abhängig. Um diese Tests reibungslos zu beschaffen, soll unter der Führung des Bundesgesundheitsministeriums und des Bundesverkehrsministeriums eine "Taskforce Testlogistik" gegründet werden.

Die "Taskforce" soll auch aus Vertretern der Testlogistik, Produzenten, Handel und der Logistikbranche der einzelnen Länder bestehen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) sollen demnach die größtmögliche Verfügbarkeit und zügige Lieferung einschließlich Selbsttests für die öffentliche Hand sicherstellen.

Laut Bundeskanzlerin Angela Merkel zeigten die Tests "mit guter Genauigkeit, ob jemand tagesaktuell ansteckend ist". Ziel sei es, dass sich jeder Bürger einmal pro Woche kostenlos testen lassen könne. "Dieses Angebot gilt ab dem 8. März, und die entsprechenden Testzentren werden vor Ort dafür zur Verfügung gestellt", kündigte die Bundeskanzlerin an.

Dabei könne der monatliche Bedarf sich auf 150 Millionen Schnelltests aufaddieren, so Merkel. Die Zahl sei abhängig davon, wie viele Menschen sich testen lassen und welche Öffnungsschritte Bund und Länder mit den Tests verbinden würden. Die Impfstoff-Hersteller hätten in Gesprächen erklärt, bis zu 40 Millionen Stück pro Woche liefern zu können. Allerdings könnten im März Schnelltests noch knapp sein.

Laut Informationen von RTL und ntv sind die dafür vorgesehen Tests aber noch gar nicht in großem Maß vorhanden – so soll Spahn den Berichten zufolge, keine Bestellung von Selbsttests in Auftrag gegeben haben. Zudem verzögere sich die Lieferung der vom Bund georderten Schnelltests.

ntv berichtet weiter, dass erste Corona-Schnelltests zur Selbstanwendung bereits am Samstag bundesweit in den freien Verkauf kommen sollen. Aldi Nord und Aldi Süd hätten angekündigt, dass Kunden die in Deutschland produzierten Tests dann an der Kasse bekommen könnten. Zunächst sei die Abgabemenge auf eine Packung pro Kunde begrenzt. Eine Packung koste rund 25 Euro. Sie enthalte fünf Tests, deren Ergebnis nach dem Nasenabstrich in 15 Minuten vorliegen soll. Die Erkennungsrate liegt den Angaben der Hersteller zufolge bei 96 Prozent.

Auch Lidl, Rewe und Edeka wollen offenbar mitmachen. Dem Bericht zufolge, planen auch die Drogeriemarktketten Rossmann und dm, mit dem Verkauf am nächsten Dienstag zu beginnen. Auch Apotheken wollen die Tests anbieten.

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