Deutschland

Bundesregierung zu Todesfällen nach Corona-Impfung: "Sehen keinen kausalen Zusammenhang"

In den vergangenen Tagen mehrten sich Berichte über Todesfälle in möglichem Zusammenhang mit der Impfung alter Menschen mit Impfstoffen der Unternehmen Pfizer und BioNTech in Norwegen.

In Norwegen verstarben bis dato 23 Menschen kurz nach der Impfung mit mRNA-Impfstoffen der Unternehmen Pfizer und BioNTech. Bei den Verstorbenen handelte es sich größtenteils um ältere Menschen mit teils schweren Grunderkrankungen.

Aufgrund dessen änderte das Norwegische Institut für Öffentliche Gesundheit nun seine Richtlinien zur Impfung älterer und gebrechlicher Menschen gegen COVID-19. Bei den 13 untersuchten Fällen könne nicht ausgeschlossen werden, dass Impfnebenwirkungen den Tod mitverursacht haben.

Auch in Deutschland starben Senioren nach Impfungen mit dem Vakzin der Unternehmen Pfizer und BioNTech. Zehn Todesfälle werden aktuell vom Paul-Ehrlich-Institut untersucht. Dazu erklärte Brigitte Keller-Stanislawski, die zuständige Abteilungsleiterin für die Sicherheit von Arzneimitteln und Medizinprodukten;

"Aufgrund der Daten, die wir haben, gehen wir davon aus, dass die Patienten an ihrer Grunderkrankung gestorben sind – in zeitlich zufälligem Zusammenhang mit der Impfung."

Über Einzelfälle könne sie aus Gründen des Personenschutzes nichts sagen, "aber es handelt sich um sehr schwer kranke Patienten mit vielen Grunderkrankungen".

Vor dem Hintergrund der jüngsten Entwicklungen in Norwegen erkundigte sich der freie Journalist und Sachbuch-Autor Boris Reitschuster beim Bundesgesundheitsministerium nach dem aktuellen Stand der Diskussion in Deutschland.

Aus dem Protokoll der Bundespressekonferenz:

FRAGE REITSCHUSTER: Herr Gülde, in Norwegen sind 23 betagte Menschen nach der Impfung mit dem BioNTech-Impfstoff gestorben. Man hat dort jetzt die Impfstoffrichtlinien geändert, weil man sagt, das sei zu gefährlich für vorbelastete ältere Menschen. Wie sieht es damit in Deutschland aus?

Meine zweite Frage: Wie steht es mit den Medikamenten? Es gab ja einige Hoffnungen, zum Beispiel Ivermectin. Man sagte, das könnte helfen. Kritiker sagen, man mache zu wenig in dieser Richtung. Wie ist also der Stand bei Medikamenten? Gibt es da Hoffnungen?

GÜLDE: Vielleicht einmal kurz zu den Fällen in Norwegen. Das PEI steht in sehr engem Austausch mit anderen europäischen Staaten, unter anderem auch mit Norwegen. Was wir zurzeit sehen, ist, dass in erster Linie besonders hochbetagte Menschen geimpft werden bzw. Menschen mit zum Teil schweren Grunderkrankungen. Dass es in zeitlichem Zusammenhang mit Impfungen vereinzelt auch zu Todesfällen kommen kann, ist schon sehr wahrscheinlich. Daraufhin haben das RKI und auch das Paul-Ehrlich-Institut immer wieder hingewiesen.

Zurzeit sehen wir allerdings tatsächlich keinen kausalen Zusammenhang zwischen einzelnen Todesfällen und der Impfung. Aber das Ganze wird, wie gesagt, im Rahmen der Pharmakovigilanz tatsächlich sehr, sehr intensiv gemonitort. Aber zurzeit haben wir noch keine Hinweise darauf, dass es tatsächlich einen kausalen Zusammenhang zwischen der Impfung und einzelnen Todesfällen gäbe.

ZUSATZ REITSCHUSTER: Meine zweite Frage, die zu den Medikamenten, ist noch unbeantwortet.

Zur ersten Frage: Sie sehen das also anders als die Norweger. Denn die Norweger haben die Richtlinie ja schon geändert; wir in Deutschland noch nicht.

GÜLDE: Wie gesagt, sehen wir zurzeit noch keinen kausalen Zusammenhang. Wir monitoren das sehr, sehr aufmerksam.

Die Antwort auf die Frage nach dem Stand der Medikamentenforschung müsste ich Ihnen tatsächlich nachreichen.

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