Deutschland

Merkel attackiert "Querdenker" heftig: "Angriff auf unsere Lebensweise"

Die Corona-Maßnahmen der Bundesregierung sorgen seit Monaten für eine heftige Diskussion quer durch alle Gesellschaftsschichten. Doch richtig wahrnehmen will das die Bundesregierung scheinbar nicht. Bundeskanzlerin Merkel bläst stattdessen zum Generalangriff.
Merkel attackiert "Querdenker" heftig: "Angriff auf unsere Lebensweise"Quelle: www.globallookpress.com © Tobias Schwarz/dpa

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat dazu aufgerufen, sogenannte Verschwörungstheorien in Deutschland konsequent zu bekämpfen.

"Das ist ja im Grunde ein Angriff auf unsere ganze Lebensweise", erklärte Merkel am Dienstag während eines virtuellen Treffens mit Studierenden in Berlin. "Seit der Aufklärung ist Europa den Weg gegangen, sich auf der Basis von Fakten sozusagen ein Weltbild zu verschaffen. Und wenn ein Weltbild plötzlich losgelöst oder antifaktisch ist, dann ist das natürlich mit unserer ganzen Art zu leben sehr schwer vereinbar."

Merkel erläuterte, dass der Umgang mit den Corona-Skeptikern keine normale politische Debatte darstelle. Stattdessen deutete sie an, dass diese Menschen möglicherweise psychologische Probleme haben könnten:

"Das übliche Argumentieren, das hilft da nicht, deshalb ist das für uns schon eine besondere Herausforderung." Die Kanzlerin sagte: "Das wird vielleicht auch eine Aufgabe für Psychologen sein." Es sei nötig, zu folgender Frage zu forschen: "Wie verabschiedet man sich eigentlich aus der Welt der Fakten und gerät in eine Welt, die sozusagen eine andere Sprache spricht und die wir mit unserer faktenbasierten Sprache gar nicht erreichen können?"

Bei den Anhängern von "Querdenken" und anderen Gegnern der Regierungsmaßnahmen im Kampf gegen die Pandemie, mache sie "eine richtige Diskussionsverweigerung" aus. Zum Schluss gab sich die Bundeskanzlerin aber versöhnlich:

"Trotzdem sind wir ein tolerantes Land."

Trotz ihrer Überzeugungen seien auch Corona-Skeptiker Bürgerinnen und Bürger dieses Landes. Aber es werde "sehr schwer", sie erneut in die "Welt des gegenseitigen Zuhörens" zu führen. Um das zu erreichen, bedürfe es an mehr Verständnis hinsichtlich der Rolle der sozialen Medien. In diesen, so Merkel, gebe es Räume, in denen sich solche Gruppen nur gegenseitig bestätigen würden. Merkel habe keine perfekte Antwort auf diesen Themenkomplex, aber er beschäftige die Politik sehr.

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