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Nach "Mülldeponie"-Kolumne über Polizei: taz-Autorin braucht Polizeischutz

In ihrer Kolumne "All cops are berufsunfähig" zog die Autorin Hengameh Yaghoobifarah deftig über die Polizei her und erntete größtenteils Kritik. Selbst die "taz"-Chefredakteurin entschuldigte sich für den Beitrag. Offenbar wird die Autorin auch massiv bedroht.
Nach "Mülldeponie"-Kolumne über Polizei: taz-Autorin braucht PolizeischutzQuelle: Sputnik

Die Kolumne der Autorin Hengameh Yaghoobifarah hatte vergangene Woche eine heftige Debatte über die Verhältnismäßigkeit ihrer Kritik an der Polizei entfacht. Yaghoobifarah sinnierte in ihrem Text zum Thema Polizei und Rassismus unter anderem darüber, wo Polizisten arbeiten könnten, wenn die Polizei abgeschafft würde. Ihrer Ansicht nach gäbe es nur "eine geeignete Option": die "Mülldeponie".

Bei einer derartigen Steilvorlage fiel die anschließende Debatte entsprechend schrill aus. Bundesinnenminister Horst Seehofer dachte medienwirksam über eine Strafanzeige gegen die Autorin nach, bevor er es sich doch anders überlegte. Doch offenbar wollen es einige Kritiker nicht bei Worten belassen.

Yaghoobifarah werde so massiv bedroht, dass die Chefredaktion die Polizei um ein Sicherheitsgespräch gebeten habe, berichteten verschiedene Medien. Die Chefredaktion der taz bestätigte dem Evangelischen Pressedienst (epd) am Sonntag in Berlin, dass Justiziariat und Redaktionsleitung Kontakt zur Berliner Polizei aufgenommen haben.

In der taz-Redaktion seien zahlreiche Telefonate und E-Mails eingegangen, von denen einige als direkte Gefährdung für das körperliche Wohl der Journalistin eingestuft werden könnten.

Focus hatte berichtet, dass die Kontaktaufnahme mit der Polizei auf Initiative der Autorin geschehen sei, dem widersprach die Zeitung jedoch. Die Bitte um ein Beratungs- und Sicherheitsgespräch bei der Berliner Polizei sei von der Redaktion selbst ausgegangen, nicht von Yaghoobifarah.

Nun kümmern sich Beamte eines benachbarten Polizeiabschnitts um die Sicherheit der taz-Redaktion, wie das Nachrichtenmagazin weiter berichtet.

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