Deutschland

Krawallnacht in Stuttgart: Randalierer greifen Polizei an und verwüsten die Innenstadt

In der Nacht auf Sonntag ist es in Stuttgart zu Ausschreitungen zwischen Randalierern und der Polizei gekommen. Dabei haben die Gruppen auch Geschäfte auf der Shoppingmeile der Stadt geplündert. Die Gewalt eskalierte nach einer Kontrolle aufgrund eines Drogendelikts.
Krawallnacht in Stuttgart: Randalierer greifen Polizei an und verwüsten die InnenstadtQuelle: www.globallookpress.com © Simon Adomat/dpa

Erste Politiker haben bereits auf die Randale reagiert. Fritz Kuhn (Bündnis 90/Die Grünen), Oberbürgermeister der baden-württembergischen Landeshauptstadt, sprach von einem "traurigen Sonntag für Stuttgart". Es müsse klar sein, dass es keine rechtsfreien Räume geben darf. Er sei von dem Gewaltausbruch, "den Angriffen auf die Polizei und den Zerstörungen in unserer Stadt", schockiert.

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Bündnis 90/Die Grünen) kommentierte ebenfalls die Geschehnisse. Er nannte die Randale einen "brutalen Ausbruch von Gewalt". 

Diese Taten gegen Menschen und Sachen sind kriminelle Akte, die konsequent verfolgt und verurteilt gehören", erklärte er. "Die Bilder aus der Stuttgarter Innenstadt können uns nicht kalt lassen."

Jetzt müsse man ermitteln, wer hinter den Krawallen steckt.

FDP- und SPD-Fraktion des Landtages kündigten eine Sondersitzung des Innenausschusses für kommende Woche an. Innenminister Thomas Strobl (CDU) müsse dort ausführlich über die kriminelle Gewalt und seine Maßnahmen zum Schutz von Gesellschaft und Polizei berichten, forderte FDP-Fraktionschef Hans-Ulrich Rülke.

Auch der innenpolitische Sprecher der Grünen-Fraktion Uli Sckerl sagte, es sei geboten, dass sich der Landtag mit einer Sondersitzung des Innenausschusses ein Bild von der Lage mache.

Diese ist jetzt noch viel zu unübersichtlich, um aus der Ferne bereits voreilige Schlüsse zu ziehen und Schuldige zu benennen", sagte er.

Sascha Binder, Innenexperte der SPD-Landtagsfraktion, sprach von bürgerkriegsähnlichen Zuständen:

Straßenschlachten solchen Ausmaßes kennen wir in Baden-Württemberg nicht, und der Innenminister muss alles dafür tun, damit dies nicht zur Normalität wird."

Der CDU-Fraktionsvorsitzende Wolfgang Reinhart erklärte:

Die Täter müssen die volle Härte des Gesetzes spüren... Wer die Stuttgarter Innenstadt in ein Schlachtfeld verwandelt, darf weder auf Verständnis noch auf Milde hoffen."

AfD-Fraktionschef Bernd Gögel sagte:

Das stinkt ganz gewaltig nach einer unguten Melange aus Migranten und Linksextremen."

(dpa/rt)

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