Gesellschaft

Der tägliche Wahnsinn: Spiegel und LKA jetzt sicher: Magdeburg-Anschlag ohne russische Einflussnahme

"Schöne neue Welt" oder einfach nur der normale Irrsinn? Täglich ist man als Medienkonsument mit Meldungen aus allen möglichen Themenbereichen konfrontiert, die man vor wenigen Jahren noch als Satire verbucht hätte. Wir präsentieren hier in loser Folge eine kleine Auswahl aktueller Fälle.
Der tägliche Wahnsinn: Spiegel und LKA jetzt sicher: Magdeburg-Anschlag ohne russische EinflussnahmeQuelle: Gettyimages.ru © picture alliance / Kontributor
  • 28.08.2025 14:10 Uhr

    14:10 Uhr

    Spiegel und LKA jetzt sicher: Weihnachtsmarkt-Anschlag ohne russische Einflussnahme

    Magdeburg, 20. Dezember 2024, ein Anschlag mit sechs Toten und mehr als 300 Verletzten schockiert erneut das Land. Rund neun Monate später fasst die Spiegel-Redaktion für ihre Leser erneut und beeindruckend die vorherrschende russophobe Fantasie deutscher Behörden und Medien zusammen:

    "Weil es vor der Bundestagswahl eine Reihe von Anschlägen und schweren Gewalttaten in Deutschland gegeben hatte, war spekuliert worden, dass Moskau dahinterstecken könnte, um die Bundesrepublik zu destabilisieren."

    Im Artikel wird dann todernst der vorliegende interne Bericht des zuständigen sachsen-anhaltischen Landeskriminalamts (LKA) präsentiert. So heißt es wörtlich:

    "Das sachsen-anhaltische Landeskriminalamt (LKA) schließt aus, dass der Magdeburger Weihnachtsmarktattentäter Taleb Al Abdulmohsen vom russischen Geheimdienst gesteuert wurde. (...) 

    Um diese These zu prüfen, untersuchte das LKA laut dem internen Bericht alle 7.364 Kontakte auf Abdulmohsens Handy. Russische Telefonnummern wurden demnach keine gefunden. Auch einen Aufenthalt Abdulmohsens in Russland gab es laut der GPS-Daten auf dem Gerät nicht."

    Das LKA befasste sich demnach "auch mit Suchtreffern bei 'Google Trends'", die belegen sollten, dass "es bei mehreren Anschlägen 2024 bereits vor den Taten in Russland verdächtige Internetrecherchen gegeben habe". Zur großen Enttäuschung der Spiegel-Mitarbeiter lautet das Ergebnis auch hier:

    "Die Behörde hält das Tool jedoch für ungeeignet, da es 'Trugspuren' erzeugen könne. Für die Magdeburg-Ermittlungen liefere es keinen Mehrwert, heißt es in dem Bericht."

    Der Artikel endet mit der für die Ukraine-Versteher-Fraktion mehr als ernüchternden Erkenntnis:

    "Alles in allem gebe es keine Anhaltspunkte für 'Bezüge der Tat zu ausländischen bzw. russischen Diensten."

  • 22.08.2025 12:40 Uhr

    12:40 Uhr

    Nouripour fordert Marschflugkörper an die Ukraine

    Die ARD-Tagesschau präsentiert in ihrem "Ukraine-Liveblog" den knallharten bellizistischen Sofa-Krieger Omid Nouripour, seit März 2025 gut dotierter Bundestagsvizepräsident.

    Gelangweilt in der unverdienten Sommerpause des Bundestages möchte der Grünen-Politiker mal wieder in den (sozialen) Medien wahrgenommen werden. So lautet die Meldung:

    "Der Grünen-Politiker Omid Nouripour fordert eine stärkere deutsche Unterstützung der Ukraine. Das russische Militär rücke auf dem Schlachtfeld immer weiter vor, sagte der Vizepräsident des Bundestages den Zeitungen der Funke Mediengruppe."

    Nouripour wurde dabei zum Thema "Flüchtlingspolitik" interviewt, unter anderem auch zum Alaska-Gipfel und notwendiger "Ukraine-Solidarität". Als gefürchteter Militär- und Geopolitikexperte erklärt er:

    "Eines ist klar: Auf dem Schlachtfeld rückt das russische Militär immer weiter vor. Die Durchhaltefähigkeit der Ukraine hängt nicht zuletzt von unseren Waffenlieferungen ab. Deshalb müssen wir die Ukraine mit allem, was wir haben, unterstützen – auch mit Marschflugkörpern."

    Weiter darf er ohne Gegenfrage oder Belege in dem Interview behaupten:

    "Die Angst um die Ukraine und um den Frieden in Europa ist berechtigt. Überall, wo Russland die Besatzungsmacht ist, werden Kinder verschleppt, Frauen vergewaltigt und Männer ermordet."

    Zum Thema Sanktionen weiß er der Bundesregierung zu empfehlen:

    "Bisherige Sanktionen konsequenter umsetzen, neue Sanktionen verhängen – etwa bei Düngemitteln –, militärische Unterstützung intensivieren und sich an westlichen Sicherheitsgarantien beteiligen."

    Bleibt noch die Wahrnehmung zum Thema "deutsche Soldaten" in einem NATO-forcierten Kriegsgebiet:

    "Eines kann ich mir nicht vorstellen: dass sich Deutschland als größtes Land in Europa wegduckt, wenn es um den Schutz der Ukraine und Europas Sicherheit geht. Es wäre falsch, von vornherein jede deutsche Beteiligung an der Friedenssicherung auszuschließen."

    Damit auch wieder angekommen beim eigentlichen Thema der Interviewanfrage, erklärt Nouripour den Lesern abschließend als verinnerlichter Profi der Politphrase:

    "Verliert die Ukraine, werden noch mehr Menschen gezwungen sein, ihre Heimat zu verlassen. Krieg zerstört Heimat. Diese Wahrheit ist so alt wie die Menschheitsgeschichte."

  • 19.08.2025 18:31 Uhr

    18:31 Uhr

    Hitze-Telefon: 10.000 Aufkleber und drei Interessenten

    Irgendwie haben die älteren Einwohner von Würzburg wohl keinen wirklichen Bedarf, sich anrufen zu lassen, um zum Trinken ermahnt zu werden, wenn die Temperaturen über 35 Grad betragen sollten. Die Idee jedenfalls, auf die der grüne Bürgermeister Martin Heilig so stolz war, ist ein völliger Flop. Trotz Flugblättern bei Apotheken und Ärzten, 10.000 Aufklebern und zwölf frisch geschulten ehrenamtlichen Beratern meldeten sich in den ersten fünf Wochen, so die Bild, ganze drei Interessenten, um sich irgendwann zwischen acht und zehn Uhr morgens anrufen zu lassen.

    "Wir haben schon mit mehr Interesse gerechnet", so eine Sprecherin der Stadt. "Wir schieben es darauf, dass viele Rentner wegen ständiger Betrugsfälle mit dem Enkeltrick möglicherweise Angst haben, ihre Telefonnummern herauszugeben". Im Netz wurde das Scheitern des Vorhabens anders kommentiert. "Heute das Hitze-Telefon, morgen vielleicht das "Frost-Telefon" für den Winter? Oder gleich eine behördliche Hotline, die uns daran erinnert, morgens die Zähne zu putzen?" Eine Aufklärung darüber, "dass es warm wird, sie auf sich achten und genug trinken sollen", fand jedenfalls wenig Resonanz. 

    Übrigens kann man sich vom Hitze-Telefon nur anrufen lassen und nicht selbst anrufen. Welche Kosten die Aktion ausgelöst hat, die auf solche Begeisterung traf, ist bisher noch nicht bekannt. Aber Bürgermeister Heilig fällt sicher noch mehr ein.

  • 14:40 Uhr

    Linkenfraktion präsentiert nach der Sommerpause "junge trans Person"

    Die Spiegel-Information lautet am 19. August:

    "Linkenabgeordneter Trabert gibt Bundestagsmandat an junge trans Person weiter. Aus gesundheitlichen Gründen gibt der Mediziner Gerhard Trabert nun sein Bundestagsmandat ab. Die Partei lobt die Nachfolge als Kontrast zu Julia Klöckner."

    Mit "Kontrast" möchte die Fraktion der Linken "provokativ" daran erinnern, dass es die Bundestagspräsidentin gewagt hatte, anders als in den Vorjahren die "Regenbogenflagge" nicht mehr zum alljährlichen Berliner Christopher Street Day (CSD) auf dem Reichstag wehen zu lassen (RT DE berichtete).

    Wer darf nun gut dotiert nachrücken? Es handelt sich um Lin Lindner "(they/them)", die sich zum Bundestagswahlkampf ihren Genossen (m,w,d) wie folgt präsentierte:

    "'Schon wieder diese blauhaarige Feministin', mögt ihr vielleicht denken. Und recht habt ihr: Schon wieder eine Kandidatur von mir. Selbst ich hatte damit so schnell nicht gerechnet, aber für eine starke Linke schmeiße ich gerne meine ursprünglichen Winter-Pläne über den Haufen. Deshalb bewerbe ich mich voller Überzeugung um Listenplatz 3 der Landesliste für die Bundestagswahl 2025."

    Mit Glück im Leben heißt nun nach der Niederlage also doch noch auf nach Berlin, in die Stadt der bunten und verrückten Vögel (m,w,d). Was kann Frau Lindner zur inhaltlichen, nicht gefühlten, Arbeitseignung im Bundestag vorweisen:

    "Mittlerweile bin ich 30 Jahre alt, habe ein Volontariat im redaktionellen Bereich abgeschlossen und schreibe gerade meine Masterarbeit in Medien- und Kultursoziologie. Mein politisches Engagement begann als wütendes Arbeiterinnenkind in der Punk-Szene. Über diesen Frust fand ich auch den Weg in Bibliotheken und Vorlesungssäle – und im letzten Jahr schließlich in die Parteipolitik."

    Ihr wütendes Dasein der Gegenwart präsentierte die Abgeordnete in der Untermalung eines aktuellen Instagram-Beitrags (inzwischen wieder entfernt). Der interessierte Bürger lauscht dem Lied der Formation [m,w,d?) Kerosin95. Der Titel heißt: "Trans Agenda Dynastie". Ein Textausschnitt lautet:

    "Spürt ihr meine Freude hört ihr das Gewitter
    Meine Augen funkeln meine Zunge bitter
    Ein Feuerwerk große Euphorie
    Willkommen in der Trans Agenda Dynastie

    Ich bringe aggressives Kerosin in mei[ne]m Kanister
    TERFS kriegen von mir gar nix außer Mittelfinger
    Es gibt endlich auf die Fresse das geschieht euch Recht
    Ich und meine trans* cuties feiern heut ein Fest

    Eure Theorie zerbricht in tausend Splitter
    Wir sind keine ausgedachte Dunkelziffer
    Wir sind eine Mio. Existenzen
    Eure Meinung ist keine Meinung
    Das ist Bullshit ihr Pisser

    Man darf daher auf die Inhalte erster Redebeiträge im Plenarsaal gespannt sein. Ihr Instagram-Profil kündigt soweit an:

    "Ich bin hier. Ich bin nicht-binär. Ich bin trans*."

  • 13.08.2025 13:12 Uhr

    13:12 Uhr

    Buschmann kryptisch auf X – "100 Tage Schwarz-Rot – und Braun liegt vorne"

    Seit Jahresbeginn dümpelt die FDP bei Umfragewerten zwischen 2,8 und vier Prozent. Eine vernehmbare Strategie zur Verbesserung der desaströsen Werte ist medial weiterhin nicht zu erkennen.

    Nun meldet sich Marco Buschmann, bis November 2024 FDP-Bundesminister der Justiz, auf X zu Wort, dies nach der jüngsten Forsa-Sonntagsumfrage. Laut den Ergebnissen mit der AfD auf Platz eins in der Wählergunst.

    Vorab zur Erinnerung: Die Farbenlehre lautet auch weiterhin: "Das Mischen von Schwarz und Rot ergibt einen dunklen Rotton, der oft auch als Kastanienbraun bezeichnet wird." 

    Daraus resultierend eher kryptisch, zumindest je nach Wahrnehmung missverständlich, heißt es im Buschmann-Beitrag:

    "100 Tage Schwarz-Rot – und Braun liegt vorne. Nichts daran ist gut."

    Zwei unmittelbare X-Kommentare lauteten:

    • Wie weit sind denn die Aufarbeitung und der Wiederaufbau der FDP gekommen?
    • Und Gelb weiter unter der Wasserkante. Wie kommt’s?

    Hinsichtlich der natürlich beabsichtigten Aussage Buschmanns lautet ein weiterer Kommentar:

    "Die AfD 'braun' zu nennen, bedeutet, alle in der AfD pauschal als Nazis zu bezeichnen – und wenn so etwas von einem Bundesminister der Justiz kommt, zeigt sich in einem Satz zusammengefasst, wie kaputt Deutschland inzwischen ist."

  • 12.08.2025 13:15 Uhr

    13:15 Uhr

    "Ladendiebstahl entkriminalisieren" – ARD-Funk-Format erneut mit Spitzenidee

    "Smypathisch" heißt ein weiteres im Vorjahr gestartetes "Funk"-Format, lustig abgeleitet von dem Nachnamen der Moderatorin, Lina Smyrek. Es finden sich neben Interviews, unter anderem mit Heidi Reichinnek oder Carolin Kebekus, auch bemüht lustige Straßenumfragen. Die jüngste Produktion lautet, die Texte dabei konsequent in Kleinschreibung:

    "ladendiebstahl entkriminalisieren – ja oder nein? das ganze video und weitere spannende ideen für deutschland"

    Der finanzierende Rundfunkbeitrag für das Format beträgt weiterhin "18,36 Euro pro Monat und Wohnung". Die Moderatorin leitet den Beitrag mit der Erklärung ein:

    "Ich finde, Ladendiebstahl sollte entkriminalisiert werden."

    Gleich der erste befragte Bürger um die 20 bestätigt:

    "Finde ich auch. Aber ist ja jetzt eigentlich quasi durch die SB-Kassen (Selbstbezahler)."

    Der zweite "zufällig" befragte Umfrageteilnehmer gibt zu Protokoll:

    "Ist 'ne coole Idee. Ich bin broke [pleite], ich brauch' Essen, ich brauch' Trinken."

    @smypathisch ladendiebstahl entkriminalisieren - ja oder nein? das ganze video und weitere spannende ideen für deutschland findet ihr jetzt im smypathisch hot take summer auf dem youtube kanal ☀️ #fyp#fürdich#hottake♬ Originalton - smypathisch

    Die nächsten zwei Befragten differenzierten zumindest, "die armen kleinen Händler", um nach Ergänzung der Moderatorin: "Aber so bei Rewe? [eine Supermarktkette]" zu bestätigen:

    "Ja, bei Rewe ist ja Standard."

    Ein themenbezogener Artikel erklärte dazu bereits im Vorjahr:

    "Läden setzen auf Self-Checkout: Mehr Diebstahl durch SB-Kassen? Experten sehen ein steigendes Diebstahlrisiko für den Einzelhandel durch den Einsatz von Selbstbedienungskassen. In entsprechenden Geschäften wird mehr geklaut. Die Verluste der Händler durch SB-Kassen können bei ein bis zwei Prozent des Umsatzes liegen."

    Ein vierter Befragter antwortete ebenfalls kurz und knapp mit "Ja". Auf die Frage eines Funk-Mitarbeiters, wie denn die "Entkriminalisierung" umgesetzt werden sollte, stellte Frau Smyrek klar:

    "Das ist nicht meine Aufgabe."

    Ein YouTube-Kommentar lautete nach der Betrachtung:

    "GEZ nicht zahlen – entkriminalisieren."

  • 28.07.2025 08:10 Uhr

    08:10 Uhr

    "Das reduziert Ausfälle" – Grüne in Nürnberg werben für Regenbogen-Rolltreppe

    Die Fraktion der Grünen in Nürnberg brachte im Stadtrat einen Antrag für eine Regenbogen-Rolltreppe in der Stadt ein. Demnach sollen an einigen U-Bahnhöfen dauerhaft bunte Einklemmschutzleisten angebracht werden ‒ das Vorbild ist Freiburg. Wie lokale Medien berichten, sollen jetzt die ersten Vorschläge für geeignete U-Bahn-Stationen in der Altstadt geprüft werden. 

    Es gibt wenig Zweifel, dass der grüne Vorschlag angenommen wird und Nürnberger sowie Gäste der Stadt bald in den Genuss der bunt-toleranten Rolltreppen kommen werden. Denn wer kann etwas dagegen haben, wenn die jungen Abgeordneten ihre unwiderstehlichen Argumente so überzeugend präsentieren, wie sie es in einem Instagram-Video getan haben. 

    "Sichtbarkeit schafft in Zeiten immer größer werdender Angriffe Sicherheit für queere Menschen", sagen abwechselnd drei grüne Lokalpolitiker im sommerlichen Sonnenlicht. Nürnberg solle deshalb "Flagge zeigen" und "Zeichen für mehr Toleranz, Akzeptanz und queere Sicherheit" setzen – in einer Stadt, die Haltung zeigt. "Wir, Grüne, wollen mehr", betonen die Antragsteller. 

    Ein weiterer Grund: Eine Regenbogen-Rolltreppe sehe nicht nur "fantastisch" aus, sondern "senke Betriebskosten". Grund sei die Farbbeschichtung, die Verschleiß reduzieren und damit häufige Ausfälle verhindern soll. 

    Die Grünen zeigen sich siegesgewiss und weisen auf ihre früheren "Erfolge" im Prozess der Vereinnahmung des öffentlichen Raums für ihre Ideologien hin: Regenbogen-Beflaggung auf städtischen Bussen und ein Regenbogen-Zebrastreifen vor den Toren der Altstadt. Außerdem gibt es schon eine Regenbogen-Rolltreppe in Süddeutschland: "Wenn Freiburg es kann, kann Nürnberg es auch". Und auch das noch: Die Nürnberger Egidienkirche hat 2023 mit den Bildern von Rosa von Praunheim auch mal schwulen Sex gezeigt. 

    Die Chancen für ihr Vorhaben stehen gut. Selbst wenn die CSU-Fraktion zusammen mit der AfD gegen den Antrag stimmen würde, können sich Grüne, SPD und Linke bei einer gemeinsamen Abstimmung leicht durchsetzen. Nach der Kommunalwahl 2020 ist die CSU in der aktuellen Wahlperiode vom 1. Mai 2020 bis 30. April 2026 mit 21 Sitzen stärkste Fraktion. Die SPD kommt auf 18 Sitze, die Grünen auf 14 und Die Linke auf vier. Die Stadtratsgruppe AfD hat drei Sitze. 

    Dass sich die CSU-Fraktion gegen den Antrag stellen wird, ist jedoch äußerst unwahrscheinlich. Der CSU-Oberbürgermeister Marcus König ist extrem queer- und LGBTQI-freundlich und lässt sich ständig mit Regenbogen-Symbolen ablichten. Den Regenbogen-Zebrastreifen hat er vor zwei Jahren persönlich eingeweiht. Auch unterstüzt die Stadt Aktionsplan "Queeres Nürnberg" - als erste Kommune in Bayern.

  • 26.07.2025 14:55 Uhr

    14:55 Uhr

    Hessen: Ein "Mann" zerlegt Reh an Tram-Haltestelle

    Einen untypischen Einsatz mussten Polizeibeamte aus der beschaulichen nordhessischen Stadt Hessisch Lichtenau (12.800 Einwohner) bewältigen.

    So heißt es laut Agenturmeldungen in Lokalzeitungen, aber auch in Artikeln entsprechender Fachpublikationen wie in Pirsch und dem Jägermagazin:

    "In Hessisch Lichtenau kam es zu einem besonders makabren Fall der Wilderei. Zeugen meldeten der Polizei, dass ein Mann in aller Öffentlichkeit ein totes Reh erst auf den Schultern trug und dann anfing auszunehmen."

    Im Pirsch-Artikel wird ergänzt:

    "Laut Pressestelle der Polizeidirektion Werra-Meißner sollte der Mann sich zum entsprechenden Zeitpunkt vor einem Getränkemarkt aufhalten. Allerdings: Als die Streife eintraf, war niemand mehr vor Ort. Infolgedessen begann die Suche nach dem Mann mit seiner ungewöhnlichen Last. Nach kurzer Zeit gelang es, den 26-Jährigen im Bereich der Tram-Haltestelle Stadtmitte dingfest zu machen."

    Die Festnahme erfolgte demnach unkompliziert, da der "Mann" in aller Seelenruhe dabei war, das Tier auszunehmen. Woher er das Reh hatte, ist derzeit noch Gegenstand der Ermittlungen. Etwas erweitere Angaben zum öffentlichen Wilderer finden sich zumindest in der Werra-Rundschau:

    "Wegen Jagdwilderei muss sich ein 26 Jahre alter, in Hessisch Lichtenau gemeldeter Mann verantworten."

    Der Gemeldete wurde mit zur Wache genommen, zudem wurden "das Messer und der Kadaver des Rehs sichergestellt".

  • 23.07.2025 15:40 Uhr

    15:40 Uhr

    Berlin: BVG glänzt erneut mit woker Anbiederung an den Zeitgeist

    Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) gelten spätestens seit der "Corona-Krise" als berechenbares Unternehmen, dies bezogen auf die Arbeit des Social-Media-Teams zum Thema "Zeitgeist-Kampagnen".

    Der jüngste Kotau im K(r)ampf der Wahrnehmung gilt der Causa "Klöckner" im Regierungsviertel. Der diesjährige Christopher Street Day (CSD) findet am 26. Juli statt. Die CDU-Bundestagspräsidentin provoziert die bunten LGBTQ+-Hohepriester der Stadt mit der nüchternen Mitteilung, dass dieses Jahr am und auf dem Reichstag "anders als in den Vorjahren die [Pride-]Flagge jedoch nicht mehr zum Berliner CSD wehen wird" (RT DE berichtete).

    Nun kann die Springer-Presse jubilierend berichten, die "BVG setzt jetzt ein buntes Zeichen dagegen". Weiter heißt es:

    "U-Bahn-Station Bundestag (U5). Die Treppen sind mit Folien in allen Regenbogenfarben beklebt. Touristin Elke Nert (51) ist angetan: 'Wir haben in Belgien auch ein paar Regenbogenfarben im Straßenbild. Auch hier in Berlin ist es vollkommen okay und es bringt mehr Farben ins Leben'."

    Das BVG-SM-Team ergänzt via Instagram:

    "Wir helfen gerne beim Flagge zeigen" 

    Schon Ende Juni hieß es auf der BVG-Webseite:

    "Die Berliner Verkehrsbetriebe setzen auch in diesem Jahr ein starkes Zeichen für Vielfalt, Sichtbarkeit und Zusammenhalt. Zum Start des Pride Month wurde am 26. Juni am Betriebshof Lichtenberg feierlich die Regenbogenflagge gehisst – ein sichtbares Symbol für die Unterstützung der LGBTQIA+-Community. In den kommenden Wochen wird sie auch an weiteren BVG-Standorten wehen."

    Demnach würden im Unternehmen "rund 700 Mitarbeitende (sic) sich im BVG-Regenbogennetzwerk ehrenamtlich für queere Themen – das ganze Jahr über – engagieren". Die Berliner Verkehrsbetriebe beschäftigen dabei laut Angabe rund 16.000 Mitarbeiter.

    Wie viele davon wiederum die Hauptstädter drei Jahre lang in der "Corona-Krise" bewusst drangsalierten, ist nicht bekannt. Zumindest das BVG-SM-Team nötigte nachdrücklich den BVG-Nutzern die Maske ins Gesicht und beteiligte sich begeistert am "Kampf gegen die Impfmüdigkeit – die Initiative zur Unterstützung von #ZusammenGegenCorona".

  • 09:20 Uhr

    Berlin-Banal: Der Kanzler präsentiert seine Pferdekrawatte

    Social-Media-Beiträge des Ex-Kanzlers Olaf Scholz wirkten meist bemüht, gepaart mit der wahrnehmbaren Qual zur vermeintlichen Pflicht. Beim aktuellen Chef im Berliner Kanzleramt ist der unbedingte Wille zur Selbstdarstellung mehr als spürbar, so auch am gestrigen Tag.

    Der NDR titelte zum Tagestermin: "Antrittsbesuch von Bundeskanzler Merz (CDU) in Niedersachsen". Das Social-Media-Team der Bundesregierung besprach mutmaßend mit dem Chef, wie man den Tagesordnungspunkt lässig und lustig den Bürgern vermitteln kann. Es kam zur jüngsten Folge der unendlichen Serie "Berlin-Banal": "Dress to impress". So teilte Merz sichtlich vergnügt im X-Video mit:

    "Als ich heute morgen aufgebrochen bin, um nach Niedersachsen zu reisen, habe ich mir wie jeden Morgen die Frage gestellt: 'Welche Krawatte ziehst Du heute an?' Und ich habe eine Krawatte, auf der fast genau das Niedersachsen-Pferd abgebildet ist (...) und die habe ich heute Morgen angezogen."

    Der NDR berichtete ordnungsgemäß:

    "Empfangen wurde Merz von Ministerpräsident Olaf Lies (SPD). Die Regierungschefs wollen auf Zusammenarbeit setzen."

    Das Zeit-Magazin ergänzte zur Abrundung des innenpolitischen Tageshöhepunkts in Deutschland:

    "Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat bei seinem Antrittsbesuch in Niedersachsen für mehr Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern geworben – und dabei ein bewusst gewähltes Zeichen gesetzt. Zum Empfang in der niedersächsischen Staatskanzlei trug Merz eine Krawatte mit Pferdemotiv; ein augenzwinkernder Verweis auf das weiße Ross im Landeswappen."

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