Gesellschaft

Der tägliche Wahnsinn – Nach knapp 48 Stunden Grönland-Einsatz: Bundeswehr zieht "positive Bilanz"

"Schöne neue Welt" oder einfach nur der normale Irrsinn? Täglich ist man als Medienkonsument mit Meldungen aus allen möglichen Themenbereichen konfrontiert, die man vor wenigen Jahren noch als Satire verbucht hätte. Wir präsentieren hier in loser Folge eine kleine Auswahl aktueller Fälle.
Der tägliche Wahnsinn – Nach knapp 48 Stunden Grönland-Einsatz: Bundeswehr zieht "positive Bilanz"© Screenshot Soziale Medien
  • 18.01.2026 18:32 Uhr

    18:32 Uhr

    Trotz Abreise nach weniger als 48 Stunden: Bundeswehr zieht positive Bilanz nach Grönland-Einsatz

    Der Erkundungstrupp von 15 Bundeswehrsoldaten ist zwar bereits nach weniger als 48 Stunden wieder aus Grönland abgereist, dennoch zieht die Bundeswehr eine positive Bilanz aus dem Einsatz. Flottillenadmiral Stefan Pauly sagte:

    "Wir wurden sehr freundlich aufgenommen von unseren dänischen und grönländischen Partnern."

    Die bei der Mission gesammelten Informationen werden nun in den folgenden Tagen ausgewertet. Darauf aufbauend soll eine Strategie entwickelt werden, um "die Sicherheit im Nordatlantikraum zu stärken", so Pauly.

  • 16.01.2026 17:30 Uhr

    17:30 Uhr

    RB Leipzig annulliert Ticket von AfD-Chef Chrupalla vor Spiel gegen FC Bayern München

    Der Umgang mit AfD-Politikern in Deutschland treibt immer skurrilere Blüten. Jüngstes Beispiel für die ausufernde Absurdität lieferte der RB Leipzig. Der Fußball-Bundesligist annullierte zwölf VIP-Tickets, die für den AfD-Covorsitzenden Tino Chrupalla und eine Gruppe von Geschäftsfreunden aus Sachsen bestimmt waren. Sie wollten das Spitzenspiel am Samstag gegen den FC Bayern München sehen – und ließen sich das insgesamt fast 4.000 Euro kosten. 

    Über den Vorgang berichtete NIUS. Das Nachrichtenportal schreibt: 

    "Bereits im vergangenen Jahr soll der AfD-Bundesvorsitzende einem langjährigen Geschäftsfreund zum 60. Geburtstag zwölf VIP-Tickets für das Bundesliga-Spitzenspiel zwischen RB Leipzig und dem FC Bayern München geschenkt haben. Die Karten sollten eine private Feier für Chrupalla, fünf weitere Unternehmer aus Sachsen sowie deren Ehefrauen ermöglichen. Dabei handelt es sich nach Informationen von NIUS um eine Gruppe aus alten Wanderfreunden, die sich auf den Ausflug nach Leipzig freute." 

    Laut dem Bericht bezahlte Chrupalla das Ticket für seinen Geschäftsfreund und dessen Partnerin, die übrigen Eintrittskarten wurden von den Teilnehmern selbst bezahlt. Nachdem er die Tickets erhalten und auf seinem Account in der Red-Bull-App registriert und gespeichert hatte – einschließlich der Namen aller Teilnehmer –, informierte Chrupalla die Personenschützer des BKA über den beabsichtigten Spielbesuch. Diese wiederum kontaktierten die Stadion-Security von RB Leipzig, um die Begleitung des Politikers zu organisieren.

    Keine Stunde später erfolgte die Stornierung der Tickets. Als Grund nannte der Verein in einer E-Mail eine "Überbuchung", aber auch "Teilnahme Tino Chrupalla". "Diese technische Begründung erscheint zumindest fragwürdig, ist es in elektronischen Buchungssystemen doch eigentlich unmöglich, dass bezahlte Tickets plötzlich als überbucht gelten", stellt NIUS die Begründung vom RB Leipzig infrage.

    Weiter heißt es in dem Bericht:

    "Personen, die mit dem Vorgang betraut sind und mit denen NIUS sprechen konnte, halten folgende Erklärung für sinnvoller: Nachdem das RB-Ticketing und die Stadionsicherheit von Chrupallas Besuch mit elf weiteren Personen erfuhren, läuteten die Alarmglocken. (…) Weil bei den Verantwortlichen der Eindruck entstanden sein könnte, es handele sich bei Chrupalla und der großen Gefolgschaft womöglich um eine 'AfD-Party' – und man entsprechende Bilder aus Stadion und Loge verhindern wollte –, wurden die Tickets kurzerhand storniert."

    Gegenüber dem Portal bezeichnete Chrupalla die Annullierung als "hochnotpeinlich" sprach von einem Reputationsverlust, den er seinen Freunden gegenüber erfahre. Seine Geschäftsfreunde aus Sachsen verstünden die Welt nicht mehr. Die von ihnen in Leipzig gebuchten Hotels seien nun nicht mehr stornierbar. "Warum soll es uns unmöglich sein, ein Fußballspiel für teuer erstandene Tickets zu besuchen?", fragte sich der AfD-Politiker. In der "Überbuchung" sieht Chrupalla eine Schutzbehauptung. Vielmehr sei er wegen seiner Weltanschauung ausgeschlossen worden. 

    Auf seiner Webseite präsentiert sich der Fußballklub als Vorreiter für Inklusion und Toleranz. "Bei uns ist jeder willkommen", heißt es dort – "es sei denn, er hat die falsche Gesinnung", müsste ehrlicherweise wohl ergänzt werden. 

  • 13.01.2026 10:15 Uhr

    10:15 Uhr

    "Vorbild Griechenland" – SPD fordert "Deutschland-Korb" für günstigere Lebensmittel

    "Knietief im Dispo", so die Realität sehr vieler Bürger im Land. Immer mehr Menschen sind "Knapp bei Kasse", müssen sich sehr genau überlegen, welche Lebensmittel der schwindende Kontostand ab Monatsmitte noch finanziert.

    Eine Lösung muss her, dachte sich die Regierungspartei SPD, im letzten Jahrhundert sich selbst deklarierende "Arbeiterpartei" für "die kleinen Leute". Die ARD-Tagesschau titelt unterstützend:

    "Vorbild Griechenland - SPD will gegen hohe Lebensmittelpreise vorgehen"

    Dies jedoch nicht über einfach umzusetzende bürgerfreundlichere Politik, der Umleitung der "Sondervermögen" (frisch gekürtes Unwort des Jahres 2026) in Milliardenhöhe rein zum Wohle der Menschen im Land, nein, die Supermarkt-Handelsketten sollen es richten, wenn sie denn mitspielen sollten. Dazu erklärt die Bild ihren Lesern:

    "Teure Lebensmittel machen vielen Deutschen Sorgen. Die SPD will den hohen Preisen jetzt mit einem 'Deutschland-Korb' in den Supermärkten begegnen. Die Sozialdemokraten planen, Handelsketten mit einem Aktionsprogramm auf freiwilliger Basis für die Idee zu gewinnen." 

    Die dem Springer-Verlag zugehörige Welt-Zeitung erkennt "einen griffigen Namen". Ziel eines solchen "Deutschland-Korbs" sei laut SPD-Plan "eine schnelle, spürbare Entlastung der Verbraucher und die Sicherstellung einer bezahlbaren Grundversorgung für alle".

    Warum nach dem "Vorbild Griechenland"? GEZ-Zahler lernen:

    "Handelsketten sollen Grundnahrungsmittel, die in Deutschland hergestellt werden, freiwillig günstiger anbieten. Vorbild hierfür ist Griechenland. Dort hatte sich die Regierung vor einigen Jahren mit dem Supermarktverband darauf geeinigt, die Preise von mehr als 2.000 Produkten zu senken und in der Folge den sogenannten Haushaltskorb eingeführt." 

    Also jenes Land, das ausgehend einer "EU-Troika-Zerstörungspolitik" unter maßgeblicher deutscher Führung vor rund 20 Jahren die größte griechische Staatsschuldenkrise durchleben musste, mit Folgen bis in die Gegenwart.

    Die nüchternen Realitäten in Deutschland lauten nach jüngster "Ampel-GroKo"-Demontagepolitik:

    "Ob Obst, Schokolade oder Hackfleisch, die Preise für einige Lebensmittel sind in Deutschland extrem gestiegen – seit 2020 um mehr als 35 Prozent, wie Zahlen des Statistischen Bundesamtes zeigen."

  • 11.01.2026 17:08 Uhr

    17:08 Uhr

    Nordrhein-Westfalen schließt landesweit alle Schulen wegen "Glättegefahr"

    Es herrschen herausfordernde Zeiten in Deutschland, der ehemals stolzen und stabilen, weltweit anerkannten Industrienation mit dem ehrfürchtig betrachteten und beneideten Titel: Made in Germany.

    Vorbei, alles Geschichte. Etwas adaptiert lautet exemplarisch die aktuelle Stimmung im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen: "Zuletzt hatten wir kein Glück, und dann kam auch noch Pech dazu." Das Pech präsentiert sich dieser Tage in Form des alljährlich zu erwartenden Winters, oder wie der WDR todernst in einer "Eilmeldung" heute berichten muss:

    "Wegen der Gefahr von Glatteis auf den Straßen gehen die Schulen in Nordrhein-Westfalen am Montag landesweit in Distanzunterricht."

    Wer hätte das ahnen können. Miese anhaltende Minustemperaturen, nicht nur in Bezug auf das Dasein, dazu nun "bisher nur eine Vorabwarnung des Deutschen Wetterdienstes", erklärte sich die zuständige Schulministerin. Mehr als beunruhigende Realitäten in Nordrhein-Westfalen lauten gemäß WDR:

    "Die Sicherheit der Schüler und Schülerinnen gehe vor, erklärte Schulministerin Dorothee Feller (CDU). 'Deshalb haben wir uns zu diesem Schritt entschieden.' Zwar liege bisher nur eine Vorabwarnung des Deutschen Wetterdienstes vor. Man habe aber nicht auf eine endgültige Unwetterwarnung warten wollen, damit sich Schüler, Eltern und Lehrer vorbereiten können."

    Krisenmanagement par excellence. Die herausfordernde, unvorhersehbare Situation erinnert arg an die "Corona-Krise". Dies bestätigt auch der WDR-Artikel:

    "In der Regel sollen die Schüler und Schülerinnen am Distanzunterricht teilnehmen, wie es bereits während der Schulschließungen während der Corona-Pandemie geregelt wurde."

    Ob es final zu einem andauernden Schul-Lockdown in Nordrhein-Westfalen kommen wird, werden die nächsten Tage zeigen.

  • 8.01.2026 13:55 Uhr

    13:55 Uhr

    "Gegner und Feinde von Demokratie" – Günther würde Medienverbote begrüßen

    "Besser als bundesweiter Lockdown: Günther schlägt Isolation Ungeimpfter vor", so eine Schlagzeile vom 29. November 2021. Auch der Ministerpräsident Schleswig-Holsteins konnte die anmaßende Berufung kritischer Bürger auf das Grundgesetz nicht wirklich ertragen. 

    Rund vier Jahre später echauffiert sich Daniel Günther erneut über kritische Stimmen im Land. Seine subjektive Wahrnehmung präsentierte der CDU-Politiker dem ZDF-Publikum im Rahmen der Sendung "Markus Lanz". Der Sender informiert zu den Gründen der Einladung:

    "Der Ministerpräsident Schleswig-Holsteins nimmt Stellung zu den Perspektiven seiner Partei für 2026 und zu der unionsinternen Debatte um den Umgang mit der AfD."

    Günther präsentierte sich mehr als unzufrieden mit der Berichterstattung über die Regierungsarbeit, den Kanzler und der anmaßenden Wahrnehmung kritischer Medien, dass die Bürger zu Recht unzufrieden und missmutig wären. So erklärte er zur aktuellen Berichterstattung des Portals Nius:

    "Und ich glaube, wir müssen viel, viel mehr aufwachen, dass das unsere Gegner und auch die Feinde von Demokratie sind. Und wenn wir uns nicht zusammenreißen und zivilgesellschaftliche Organisationen sich auch mit uns zusammenschließen, um uns gegen solche Exzesse auch zu wehren, dann werden wir unsere Demokratie in Deutschland in den nächsten zehn Jahren nicht wiedererkennen. Also wenn ich mir Nius-Artikel angucke, mit denen ich irgendwas zu tun habe, kann ich nur sagen: Da stimmt in der Regel nichts drin."

    Zuvor lautete die unmissverständliche Kritik seitens Günthers:

    "Und es gibt Abgeordnete meiner Union, die solche Portale lesen, die sowas teilweise auch weiterschicken, die sowas in WhatsApp-Gruppen verteilen (…)"

    Eine weitere Wahrnehmung im Verlauf des Gesprächs lautete:

    "Aber die [kritischen Medienberichterstatter] treten eben auf und machen den Eindruck, Leute, als wäre das sozusagen im Sinne der Meinungsfreiheit etwas, was man in unserem Land sagen darf. Und ich glaube, es ist einfach falsch, wenn man das einfach so hinnimmt. Und wir müssen das eben auch erkennen in der Politik, dass die es nicht gut meinen mit unserer Demokratie."

    Auf die Frage des Moderators, ob der Politiker ausgehend von seinen Argumentationen ein "Nius-Verbot" begrüßen würde, lautete die Antwort kurz und knapp: "Ja". Lanz wollte bestätigt wissen:

    "Was Sie jetzt gerade sagen, wir müssen regulieren, notfalls zensieren, und im Extremfall sogar verbieten?"

    Die attackierte Nius-Redaktion titelte am Tag nach der Ausstrahlung:

    "CDU-MP will NIUS als 'Feinde der Demokratie' verbieten: Das Land, von dem Daniel Günther träumt, ist eine Diktatur."

    Ordnungshalber muss erwähnt werden, das "Ja" zu einem angesprochenen Verbot bezog Günther dabei rein auf soziale Medien, wie X. Zum Thema erweiterter Medienkontrolle gab der Ministerpräsident jedoch zu Protokoll:

    "Und ich glaube auch, dass es auch innerhalb der Medien eine Diskussion darüber geben muss, welche Qualitätskriterien müssen Medien eigentlich auch erfüllen. Wir haben ja bei uns zum Glück Pressefreiheit, Meinungsfreiheit in unserem Land. Aber wenn man so eine Einflussnahme hat, wie Medien, dann muss man eben bestimmte Qualitätskriterien auch einhalten."

  • 5.01.2026 14:40 Uhr

    14:40 Uhr

    "Gute Nachrichten" – Berlins Senat organisiert nach Anschlag Übernachtungen für 70 Euro

    Ein mutmaßlich linksextremistischer Anschlag konfrontierte am Samstag rund 45.000 Haushalte und 2.200 Gewerbekunden im Süden der Hauptstadt mit andauerndem Stromausfall sowie Heizungs- und Warmwasserproblemen bei winterlichen Temperaturen um den Gefrierpunkt (RT DE berichtete).

    Die Bürger, Familien mit Kindern, Alleinstehende sowie Altenheimbewohner und Senioren, der betroffenen vier Bezirke berichten laut Medien von anfänglich ausbleibender bis zu sehr langsam in die Gänge kommende Hilfe der Politik. Am gestrigen Sonntagnachmittag verkündete dann die amtierende SPD-Wirtschaftssenatorin und stellvertretende Bürgermeisterin Franziska Giffey jubilierend in den sozialen Medien:

    "Gute Nachrichten, die ich heute Abend gemeinsam mit Stefan Athmann, dem Vorstandsvorsitzenden des visitBerlin Partnerhotels e. V. verkünden kann – Der visitBerlin Partnerhotels e. V., dem über 200 Hotels, Hostels und Pensionen in ganz Berlin angehören, hat seine Mitglieder aufgerufen, Hotelzimmer für vom Stromausfall im Südwesten der Stadt betroffene Berlinerinnen und Berliner zur Verfügung zu stellen."

    Eine super Idee, ähnlich der selbstverständlichen Übernahme der Hotelkosten für Flüchtlinge seitens der Steuerzahler.

    Weit gefehlt. So heißt es weiter in der Mitteilung für solvente frierende Bürger aus dem Süden der Hauptstadt:

    "Die Hotelzimmer können bis zur vollständigen Behebung des Schadens und zur Wiederherstellung der Stromversorgung zu Sonderkonditionen (ab 70 Euro pro Doppelzimmer inkl. Frühstück) gemietet werden. Betroffene können sich bereits ab heute direkt bei den Hotels melden und Zimmer unkompliziert mit dem Buchungscode 'Stromausfall' buchen."

    Die Berliner Morgenpost informierte im Dezember des Vorjahres zu möglichen Irritationen und Spekulationen hinsichtlich der aktuellen Senatsfürsorge für die Berliner Bürger:

    "Hotelunterkünfte für Geflüchtete: Unterbringung kostet Milliarden. Berlin gibt fast eine Milliarde Euro pro Jahr für die Unterbringung Geflüchteter in Hotels aus."

    Am dritten Tag des massiven Stromausfalls im Südwesten Berlins kämpfen weiterhin noch rund 30.000 Menschen mit der Kälte und weiteren großen Einschränkungen wie Schul- und Kitaschließungen. 

  • 29.12.2025 12:42 Uhr

    12:42 Uhr

    Ramelows AfD-Phobie: Thüringen 1924/1933/2026

    Bodo Ramelow, Linken-Politiker und aktuell einer der vier Vizepräsidenten des Bundestages, hat seit Jahren nachweisliche Probleme mit der Partei Alternative für Deutschland (AfD). Regelmäßig formuliert der Ex-Ministerpräsident Thüringens daher nachdrückliche verbale, wie schriftliche Mahnungen und Warnungen hinsichtlich der drohenden Gefahr leitender politischer AfD-Macht in Deutschland.

    So erklärt aktuell Ramelow dem SPD-nahen RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND):

    "Ganz Deutschland muss sich auf den [AfD-]Bundesparteitag in Thüringen vorbereiten."

    Dieser wird vollkommen regulär am 4. und 5. Juli des kommenden Jahres in Thüringens Landeshauptstadt Erfurt stattfinden. Noch, denn der zweimalige Ex-Ministerpräsident erklärt der RND-Redaktion ausführlich zu dem rein für ihn leicht durchschaubaren "rechten" Manöver der AfD-Terminplanung:

    "Bundestagsvizepräsident Bodo Ramelow (Die Linke) hat vor dem AfD-Bundesparteitag Anfang Juli in Erfurt gewarnt und dabei eine Parallele zum Beginn der 1930er-Jahre gezogen. Normalerweise veranstalte eine Partei ihren Bundesparteitag dort, wo die nächste Landtagswahl stattfindet, sagte Ramelow weiter. 'Nicht so die AfD. Der AfD-Bundesparteitag wird am 4. und 5. Juli in Erfurt stattfinden. Damit erweist die Partei Herrn Höcke ihre Reverenz und verneigt sich vor dem Flügel. Der letzte Rest an bürgerlicher Fassade wird entsorgt. Man begibt sich an den Ort, wo die Partei schon als gesichert rechtsextrem eingestuft ist.'" 

    Dabei wird die Thüringische AfD bereits seit März 2021 vom Thüringer Verfassungsschutz "als gesichert rechtsextremistisch eingestuft und beobachtet". Ramelow führt dazu entlarvend im Kontext seiner geschichtshistorischen Wahrnehmung weiter aus:

    "Wenn man verstehen will, was 1933 in Berlin passiert ist, dann muss man sich die Landtagswahlen von 1924 in Thüringen anschauen. Da wurde die Tür aufgemacht. Und schon lange vor 1933 war Thüringen der Ausgangspunkt der formalen Macht-Übertragung. Höcke als Geschichtslehrer weiß das ganz genau."

    Seine an die Völker der Welt gerichtete Abschlussmahnung lautet daher in der RND-Zusammenfassung:

    "'In Thüringen wie in Sachsen ist die AfD eine relevante und gefährliche Größe.' In Thüringen verhindere sie mit ihrer Sperrminorität von mehr als einem Drittel der Mandate zum Beispiel die Wahl neuer Richter und Staatsanwälte. 'Irgendwann kommt dann der Rechtsstaat zum Erliegen', warnte der Linken-Politiker."

  • 28.12.2025 12:45 Uhr

    12:45 Uhr

    "Verräter" – Zeit-Mitarbeiter wünscht sich EU-Sanktionen gegen Roger Köppel

    Die EU, also die Brüsseler Gralshüter subjektiv festgelegter und erduldeter Grenzen der Meinungsfreiheit, sorgte mit der jüngsten lebenseinschränkenden Sanktionierung des Schweizer Militäranalysten Jacques Baud für vielfältige Diskussionen und Reaktionen (RT DE berichtete unter anderem hier und hier).

    Der Blick, eine deutschsprachige Schweizer Tageszeitung, berichtete zur Causa Baud in einem Artikel vom 27. Dezember:

    "Die Europäische Union hat einen früheren Schweizer Oberst und Autor wegen mutmaßlicher Russland-Propaganda mit Sanktionen belegt. Könnte es auch 'Weltwoche'-Chef und Ex-SVP-Nationalrat Roger Köppel (60) treffen?"

    Der Journalist Jörg Lau, außenpolitischer Korrespondent im Zeit-Hauptstadtbüro, kommentiert dazu auf X unmissverständlich unsolidarisch auf Englisch mit Blick auf die Bedrohungslage von Kollegen:

    "Gut. Verräter."

    [Anmerkung der RT-Redaktion: der X-Beitrag wurde mittlerweile gelöscht, es folgt ein Screenshot]

    Der BSW-Politiker Fabio De Masi reagiert auf die eindeutige Diskreditierung Köppels mit der Feststellung:

    "McCarthy Ära im liberalen Kleid. Es ist wirklich krank! Der Journalist einer liberalen Wochenzeitschrift aus Deutschland fordert, dass ein rechts-libertärer Journalist einer Schweizer Wochenzeitung offenbar ausschließlich für seine Meinung auf Sanktionslisten landen soll, weil er ein 'Verräter' sei (an wem? An der Regierungslinie, die der Journalist doch angeblich kontrollieren soll? An der gescheiterten Ukraine-Politik der EU?). Ist das dann die liberale Demokratie oder nicht vielmehr reaktionäres Eifertum aus den dunkelsten Tagen unserer Geschichte."

    Ein weiterer X-Kommentar lautet:

    "Pressefreiheit interessiert euch auch nicht mehr. Wie eure Masken fallen..."

    Die gesamtverantwortliche EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen äußerte themenbezogen zu den jüngsten Sanktionierungen von Journalisten am 24. Dezember vollkommen frei von Ironie und im wörtlichen Brustton der Überzeugung:

    "Die Meinungsfreiheit ist das Fundament unserer starken und lebendigen europäischen Demokratie. Wir sind stolz darauf. Wir werden sie schützen."

  • 17.12.2025 12:38 Uhr

    12:38 Uhr

    ARD "zu woke?" – "Alle zusammen: PAP-RI-KA-SCHNITZEL"

    Das ARD-Fernsehprogramm präsentierte eine neue Ausgabe des kontrovers wahrgenommenen Formats "Die 100". Diesmaliges Thema: "Ist Deutschland zu woke?"

    Roter Faden des Sendekonzepts war der gängige Gebrauch der Alltagssprache, ob unbewusst "verletzend" oder auch mit der unterstellten Absicht der meist "rechten" Grundeinstellung zum Thema XY. Zum Inhalt der Sendung heißt es auf der Webseite:

    "Gender-Sternchen, indigene Kostüme, Cancel-Culture … Themen, über die sich viele Gemüter seit Jahren zielsicher aufregen. Über wenig wird am Stammtisch und in politischen Feuilletons so erbittert gestritten wie über politische Korrektheit, Identitätsfragen und "Wokeness"."

    Das Versprechen an die potenziellen Zuschauer sowie Bewerber für die Studioaufzeichnung lautete wörtlich:

    "Die 100 werden ohne erhobenen Zeigefinger über Pro und Contra aufgeklärt und stimmen mit ihren Füßen ab, was überzeugt und was nicht."

    Je nach Blickwinkel mag das soweit funktioniert haben, bis zur Sendeminute 00.59. Moderator Ralph Caspers, zuvor tätig bei den Formaten "Die Sendung mit der Maus", "Wissen macht Ah!" und "Quarks", stimmte die Teilnehmer im Sendesaal wie folgt auf die kommenden Belehrungen ein, so präsentiert im Abendprogramm der ARD:

    "'Arschloch' [als eingesetzte Beleidigung] ist nur ein Wort. Ohne 'Arschloch' [als Körperteil] würden wir nicht leben können (…) Es gibt einfach bestimmte Verhaltensregeln, die sorgen dafür, dass wir privat, auch in der Gesellschaft, gut zusammenleben."

    Die Diskussionen und Debatten, um "Wokeness" und "politische Korrektheit", könne man auf einen Satz "herunterbrechen". Dieser laute:

    "Gib' dir einfach etwas Mühe niemanden zu verletzen. Sei kein Arschloch."

    "Die 100" applaudierten dankbar für die Erinnerung, um umgehend folgende spielerische Belehrung zu erfahren:

    "Wenn Sie dieses Foto sehen, ich weiß nicht, welches Wort als erstes in Ihrem Kopf ist, aber es ist gar nicht so schwer, einfach Schokokuss zu sagen. Wir machen das alle zusammen: Scho-ko-kuss. Hervorragend. Oder das hier. Das geht super: Pap-ri-ka-schnitzel. Alle zusammen. Pa-p-ri-ka-schnitzel. Hervorragend."

    Im April dieses Jahres sorgte ein Auftritt des Komikers Dieter "Didi" Hallervorden für Schlagzeilen. So informierte der Spiegel:

    "Rassismusvorwürfe – Hallervorden weist Kritik an Sketch in ARD-Show von sich [… ] Hallervorden hatte am Samstagabend in einer ARD-Jubiläumsshow seinen legendären 'Palim, Palim!'-Sketch vorgeführt. Es handelte sich allerdings um eine abgewandelte Version, in der er das 'N-Wort' und das 'Z-Wort' verwendete."

    Im Etagenbett einer Gefängniszelle sitzend, erzählte Hallervordens Figur dem anderen Insassen, warum er einsitzt: Weil er die heute nicht mehr verwendeten Bezeichnungen für Schokokuss und Zigeunerschnitzel benutzte.

  • 16.12.2025 10:15 Uhr

    10:15 Uhr

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    Vorsicht: Vicky Leandros oder Vernichtungslager?

    Auf allen Ebenen der Gesellschaft wird den Bürgern auch in diesem Jahr landesweit nachdrücklich vermittelt – der auserkorene Demokratiefeind steht rein "rechts" der subjektiven Wahrnehmung. Neuester Beleg präsentiert sich im Rahmen eines Faltblatts des Brandenburger Verfassungsschutzes, "das derzeit bei Kfz-Zulassungsstellen ausliegt", so der Berliner Kurier. Weiter heißt es zu den Warnmeldungen seitens der besorgten VS-Mitarbeiter:

    "Darin ist eine Liste mit Buchstaben- und Zahlenkombinationen, die bei Autokennzeichen problematisch sein können – weil sie in rechtsextremen Kreisen als Codes genutzt werden."

    Eine nebensächliche Tatsache ist, dass dieses Faltblatt schon länger in den Schubladen der besorgten Bürgerbeschützer existiert, es aber demnach zur Erinnerung und Mahnung mal wieder ausgedruckt und in entsprechenden Räumlichkeiten ausgelegt werden musste. So heißt es im Faltblatt für naive Autobesitzer:

    "Viele Menschen verwenden ein Wunschkennzeichen an ihrem Fahrzeug. Damit streben sie nach Individualität. Das gilt vor allem für Verbindungen von Initialen mit Geburtsdaten. Insbesondere die rechtsextremistische Szene missbraucht Kfz-Kennzeichen, um ihre Gesinnung codiert nach außen zu tragen. Entsprechende Kombinationen dienen so als Bekenntnis für Bestrebungen gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung."

    Der BK-Artikel titelt daher:

    "Das steckt hinter 'Vicky Leandros'-Verbot - Warum 'VL' und 'FG' bei Kfz-Kennzeichen plötzlich problematisch sind"

    "VL" könnte nämlich laut VS-Gedankenwelt auch "Vernichtungslager" bedeuten und "Fatima und Ghalib" mehr als eindeutig "rechts" - "Führergeburtstag".

    Weitere verdächtige und böse, damit in Brandenburg gesperrte Kombinationen lauten:

    Weitere Beispiele verdächtiger Kürzelduos lauten "MR", was der Behörde nach eindeutig für "Masterrace" (Herrenrasse) stehen soll. "WK" könnte den "Weltkrieg" heroisieren, "WP" steht für "White Power" oder "White" Pride".

    Mehr als auffällig und natürlich todernst im Faltblatt dargestellt: HJ = Hitlerjugend, NS = Nationalsozialismus, KZ = Konzentrationslager, SS = Schutzstaffel und SA = Sturmabteilung. Der Kurier-Artikel ergänzt:

    "Besonders verwirrend wird es bei den Zahlen. 18, 88, 28 oder 14 gelten als einschlägige Codes aus der Neonazi-Szene und sind gesperrt. Sogar Kombinationen wie 1888, 8888 oder 8818 stehen auf der Liste. Die Botschaft: Alles mit einer 8 ist heikel. Wer im August geboren ist oder zufällig eine 88 im Jahrgang hat, könnte ins Schleudern geraten."

    Das Faltblatt rundet zum rechten Zahlensalat ab:

    "Neben Buchstabenkombinationen warnt der Verfassungsschutz auch vor weiteren Zahlenkombinationen. '444' – die Vier steht für den Buchstaben D – soll 'Deutschland den Deutschen' bedeuten, '2004' nicht etwa auf das Geburtsjahr des Fahrers, sondern auf den Geburtstag Hitlers hinweisen."

    Die Zahl "168" bezieht sich für rechte Hobbyhistoriker und sonstige Verdächtige wörtlich "auf das Bombenattentat des amerikanischen Rechtsextremisten Timothy McVeigh auf ein Regierungsgebäude in Oklahoma City im Jahr 1995, bei dem 168 Menschen getötet wurden".

    "198" - Achtung - auf "Sieg Heil (Neunzehnter und achter Buchstabe im Alphabet)"

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.