Gesellschaft

16 Jahre lang in Haft für nicht begangene Vergewaltigung – Mann endlich freigesprochen

Die US-Schriftstellerin Alice Sebold entschuldigte sich bei dem Mann, der 16 Jahre wegen einer Vergewaltigung verbüßte, die er nie begangen hat. Damals identifizierte Sebold den Unschuldigen als ihren Peiniger. Die Wahrheit kam allerdings erst in diesem November ans Licht.
16 Jahre lang in Haft für nicht begangene Vergewaltigung – Mann endlich freigesprochenQuelle: Gettyimages.ru © FreeSoulProduction

Der 61-jährige Anthony Broadwater aus den USA, der zuvor als Vergewaltiger stigmatisiert worden war, hat sich selbst als Opfer erwiesen. Fälschlicherweise wurde der Mann 1982 wegen der Vergewaltigung der US-Schriftstellerin Alice Sebold schuldig gesprochen und verbrachte 16 Jahre hinter Gittern – bis zu seiner Freilassung im Jahr 1998. Erst am 22. November 2021 wurde seine Verurteilung aufgehoben, nachdem schwerwiegende Fehler während des damaligen Verfahrens festgestellt worden waren.

Nun fühle sich der Unschuldige laut einem Interview erleichtert, obwohl das Erlebte immer noch schmerzhaft für ihn sei. Broadwater bekannte sich nie der ihm vorgeworfenen Tat schuldig. Letztlich war es die US-Schriftstellerin Alice Sebold, die den Mann bei der Poilzei fälschlich als ihren Peiniger identifiziert hatte.

Sebold veröffentlichte ihr erstes Buch 1999, das auf dem Erlebnis ihrer Vergewaltigung basiert. Besonders bekannt ist aber ihr Werk "In meinem Himmel" (englisch: The Lovely Bones), das auch verfilmt wurde. Vor dem Hintergrund des Freispruchs schrieb Alice Sebold auf der Plattform "Medium" einen Text, in dem sie sich bei Anthony Broadwater entschuldigte. Der Mann hatte als erster eine Kopie des Textes zugeschickt bekommen, bevor dieser veröffentlicht wurde. In einem Auszug daraus heißt es:

"Am meisten tut es mir leid, dass Ihnen das Leben, das Sie hätten führen können, zu Unrecht genommen wurde. Und ich weiß, dass keine Entschuldigung etwas an dem ändern kann, was Ihnen widerfahren ist, und es auch nie wird."

Zudem merkte Sebold an, dass ihr wahrer Vergewaltiger höchstwahrscheinlich nie bekannt würde, dass er möglicherweise andere Frauen vergewaltigt habe und dass er "sicherlich nie die Zeit im Gefängnis absitzen wird, die Broadwater verbüßt hat."

Broadwater nahm ihre Entschuldigung an und teilte mit, das werde ihm helfen, mit dem, was passiert sei, Frieden zu schließen. Nach seiner Entlassung im Jahr 1998 blieb Anthony Broadwater im New Yorker Register für Sexualstraftäter eingetragen und arbeitete als Müllmann und Handwerker.

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