Gesellschaft

Corona-Ausschuss: "Ein unfassbar großes Verbrechen" – Teil 1

In der 54. Sitzung der Stiftung Corona-Ausschuss ging es erneut um die "Corona-Schutzimpfungen" und um die Situation an den Schulen. Weitere Themen waren die psychologische Beeinflussung der Bevölkerungen durch die Regierungen, die globale "Impfagenda" der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die Lage in den USA.
Corona-Ausschuss: "Ein unfassbar großes Verbrechen" – Teil 1© Screenshot Videoaufzeichnung Fach- und Pressekonferenz "neue Impfstoffe"

Vorbemerkung: RT DE dokumentiert in einer eigenen Serie mit Artikeln und Podcasts die Arbeit der Stiftung Corona-Ausschuss. Die Berichterstattung zu den Anhörungen des Ausschusses erfolgt thematisch und nicht chronologisch. Sie gibt den öffentlich behandelten Erkenntnisstand der Ausschussarbeit zum Zeitpunkt der Anhörungen wieder und bleibt durch das Geschehen an sich tagesaktuell – mit Blick auf die weiteren Entwicklungen sowie hinsichtlich einer Aufarbeitung der bisherigen Ereignisse.

Die Juristen der Stiftung Corona-Ausschuss kamen am 28. Mai 2021 zu ihrer 54. Sitzung in Berlin zusammen. Erklärtes Ziel der Ausschussarbeit ist es, die Corona-Politik und deren Maßnahmen zu untersuchen, um sie einer umfassenden rechtlichen und öffentlichen Bewertung zugänglich zu machen.

In der mehrstündigen Anhörung unter dem Motto "Zwischen Nudging und Nebenwirkungen" wurden viele Aspekte der Corona-Krise behandelt. Über Nutzen und Risiken der sogenannten Corona-Schutzimpfungen berichteten der Lungenarzt und Epidemiologe Dr. Wolfgang Wodarg sowie Ramona Klüglein als Impfgeschädigte und über die Situation an ihrer Grundschule sprach die Direktorin Bianca Höltje (Teil I). Der Investigativjournalist Brian Gerrish beschrieb den Einsatz psychologischer Operationen gegenüber den Bevölkerungen durch die Regierungen am Beispiel Großbritanniens, die Gesundheitswissenschaftlerin Dr. Astrid Stuckelberger erläuterte das Zusammenwirken internationaler Institutionen im Rahmen der "Impfagenda" der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die Ärztin und Rechtsanwältin Dr. Simone Gold äußerte sich zum juristischen Vorgehen ihrer Organisation America's Frontline Doctors gegen die Corona-Politik sowie zur Entwicklung der Situation in den Vereinigten Staaten (Teil II).

Wodarg trug maßgeblich zur Aufklärung der "Schweinegrippe-Pandemie" von 2009 bei und kritisiert heute den Umgang mit der Corona-Krise. Hierzu war er selbst als Experte ausführlich in der ersten Ausschusssitzung befragt worden. Gegen Behauptungen, er verbreite Falschmeldungen und Lügen insbesondere zum Einsatz der sogenannten PCR-Tests für die Registrierung von Corona-Befunden, hat Wodarg Ende November 2020 Klage "wegen Unterlassung, Widerruf und Schadensersatz" beim Landgericht Berlin erhoben.

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Anhörung – Zwischen Nudging und Nebenwirkungen

Vor dem besonderen Hintergrund, dass die neuartigen "Corona-Schutzimpfungen" auch bei Kindern und Jugendlichen angewendet werden sollen, unterstrich der Ausschuss zu Beginn der Anhörung die Wichtigkeit der Impfproblematik. Hierzu hatte am Vortag unter dem Motto "'Nur ein kleiner Pieks?' Welche Risiken und Gefahren bergen die neuen Impfstoffe?" eine Fach- und Pressekonferenz in Hamburg stattgefunden. Zu den sich zeigenden Problemen mit den Impfungen komme bei Kindern und Jugendlichen die schlechte Studienlage mit sehr wenigen Teilnehmern hinzu.

Ein Ausschussmitglied benannte mit der Notwendigkeit, Wirksamkeit und Gefährlichkeit einer Impfung die drei dabei zu berücksichtigenden Aspekte. Die Notwendigkeit hatte man zwar bereits in einer früheren Sitzung mit Blick auf alternative Therapien anstelle der "Corona-Impfungen" behandelt. Doch auch die Frage einer schon bestehenden Immunität spiele hier eine Rolle. Dem werde man noch nachgehen. Zur Illustration zeigte das Gremium ausschnittweise die Aufzeichnung einer Anhörung im Senat des US-Bundesstaates Texas am 6. Mai 2021, in der ein Mediziner gleichlautend zu weiteren Expertenaussagen wie etwa von Prof. Christian Drosten erklärte, dass eine natürliche Immunität in der Regel "eine lebenslange Immunität bedeutet".

"Natürliche Immunität ist robuster als Immunität durch Impfungen. Es gibt eine Studie zum ursprünglichen SARS von 2002. Überlebende der ersten SARS-Krankheit hatte man 17 Jahre später untersucht. Sie zeigten weiterhin eine robuste Immunität gegen SARS-CoV-1, 17 Jahre später. Aus der Geschichte ist uns immer bekannt gewesen, dass natürliche Immunität dazu tendiert, ein Leben lang zu halten (...). Nein, ich glaube also nicht, dass es notwendig ist, Personen mit bereits erworbener natürlicher Immunität zu impfen. Wir müssen uns daran erinnern, dass natürliche Immunität mehr als nur Antikörper meint. Sie haben T-Zellen, natürliche Killerzellen, die angeborene Immunantwort. Sie haben ein robustes Immunsystem, nicht nur Antikörper. (...) Wenn sie bereits COVID-19 hatten, und einige sind asymptomatische Personen, einige werden keinen positiven Antikörpertest haben, weil ihre T-Zellen stark genug sind, sodass sie keine Antikörperantwort starten müssen – alle diese Leute können sie nicht mit einem Antikörperscreening erfassen. Aber wenn sie wie über 50 Prozent der Texaner natürliche Immunität besitzen, dann haben sie ein zwei- bis dreifach höheres Risiko für Nebenwirkungen, wenn sie geimpft werden."

Zu den Untersuchungen möglicher Impfnebenwirkungen wurde auf der Hamburger Fach- und Pressekonferenz auch die Initiative eines Rechtsanwalts und eines Pathologen öffentlich vorgestellt, ergänzte eine Juristin des Ausschusses. Anfragen von Interessenten einer solchen Untersuchung nähmen sie über ihr Portal in Empfang, um sie entsprechend weiterzuleiten.

BERICHT DES LUNGENARZTES UND EPIDEMIOLOGEN DR. WOLFGANG WODARG

Wodarg bestätigte die einführenden Worte des Ausschusses zur Notwendigkeit, Wirksamkeit und Gefährlichkeit von Impfungen.

Bei der Frage der Notwendigkeit sei zu berücksichtigen, dass sich Atemwegsviren nicht vermeiden lassen und dass sie in leicht veränderter Form jährlich wiederkehren, weshalb Menschen seit vielen Generationen und von der Kindheit an daran gewohnt sind. Im Nasen-Rachenraum gebe es hochspezialisierte T-Lymphozyten, die durch ihren laufenden Kontakt mit Erregern "lernen, was ihnen dort begegnet", beispielsweise auch Viren, die sie dann wiedererkennen, im Rahmen unseres "Immungedächtnisses", das lebenslang halte. Das treffe auch auf die regelmäßig auftretenden Veränderungen beziehungsweise Mutationen der Erreger zu. Denn Veränderungen an deren Oberfläche nützten nichts, da sie an anderen Stellen erkannt würden.

"Da sind viele Epitope, wie das heißt, die von den T-Zellen wiedererkannt werden, auch wenn sich andere Epitope verändert haben. Es reicht, ein Epitop wiederzuerkennen, dann werden sie alarmiert und diese Erreger unschädlich gemacht. Das geschieht alles im Nasen-Rachen-Raum. Und die Viren kommen normalerweise gar nicht weiter. Die kommen gar nicht ins Blut. Wir merken also höchstens in der Schleimhaut, in den Atemwegen etwas. Aber dass wir wegen einer Corona-Infektion Fieber bekommen, ist extrem selten."

Dies geschehe nur bei schwereren Verläufen, sodass sich auch Antikörper bildeten. Bei leichten Infektionen sei im Blut nichts zu sehen, da sich alles in den oberen Atemwegen abspiele. Das Kindesalter gleiche einer Schule dieser Immunologie und diene der Entwicklung dieses lebenslangen Immunwerdens. Durch den Kontakt der Kinder mit den Generationen der Eltern und Großeltern lernten deren Immunsysteme ebenfalls in einer Art Auffrischungslektion etwas über neu auftretende Erreger hinzu. Durch diese ganz normalen und bekannten wiederkehrenden Abläufe erkrankten so wenige Menschen daran, "und Kinder überhaupt nicht". Offiziellen Daten zufolge sind in Deutschland seit Beginn der Corona-Krise lediglich vier Kinder an der Krankheit verstorben [Stand 21. April 2021]. Das entspreche den hierbei jährlich zu erwartenden Sterbefällen unter geschwächten beziehungsweise vorgeschädigten Menschen, etwa mit angeborenen oder medikamentös erworbenen Beeinträchtigungen des Immunsystems. Vergleichbares gelte auch bei Hochbetagten, deren Abwehrkräfte altersbedingt nachlassen, sodass sie empfänglicher für solche Infektionskrankheiten werden. Diese leisteten dann einen Beitrag zum Sterbegeschehen unter den Alten und Geschwächten. Es handelt sich dabei um normale saisonale Krankheitsereignisse, so Wodarg.

"Da ist auch im COVID-Jahr nichts anderes passiert. Das sehen wir (...) an den Daten des Robert Koch-Instituts (RKI). Das sehen wir an den Statistiken über die schweren Atemwegserkrankungen. (...) Es wird ja jetzt gesagt, es sei keine Atemwegserkrankung. Aber eine Infektion mit Atemwegserregern ist natürlich eine Atemwegserkrankung, die dann gefährlich [wird], wenn die Erreger ins Blut kommen. Und das ist sehr selten."

Ein Großteil der Bevölkerung habe saisonalen Kontakt zu diesen Erregern.

"Diese Menschen merken kaum etwas von Corona – und sie stehen das jedes Jahr durch. Deshalb ist eine Impfung unnötig. Wir haben eine Herdenimmunität, und zwar eine zelluläre. Und wer uns da in die Irre führen will und sagt, das kann man nur an Antikörpern erkennen, der hat keine Ahnung von Medizin. Das muss man ganz eindeutig sagen. Denn die Immunität ist nicht an den Antikörpern im Blut erkennbar, sondern die müsste man dann an den T-Zellen messen. Das kann man, aber es ist sehr aufwendig. Aber es hat da Studien in Deutschland gegeben, die eindeutig nachgewiesen haben, dass es auch bei uns so ist."

Des Weiteren trägt die Impfung nicht wesentlich zur Verbesserung der Immunität bei, erklärte Wodarg, sodass deren Wirksamkeit entsprechend gering ist. In absoluten Zahlen liege die Reduktion des Erkrankungsrisikos bei unter einem Prozent. Der "Piks" sei ein größeres Risiko als die Krankheitsfälle laut PCR-Befunden. Eine Impfung mit solch geringer Wirkung würde normalerweise gar nicht zugelassen. Das öffentlichkeitswirksame Gerede von hohen Wirkungsgraden mit "95 Prozent" beziehe sich auf relative Angaben zur Risikoreduktion und sei ein "Werbegag der Pharmaindustrie". Dabei vergleiche man lediglich die Fallzahlen der Untersuchungsgruppe und der Kontrollgruppe, hier bei Geimpften und Ungeimpften, woraus sich in der Studie zu BioNTech dann aus größenordnungsmäßig zehn beziehungsweise 160 Fällen eine relative Risikoreduktion von circa 150 Fällen und damit von etwa 95 Prozent ergibt. Bezogen auf die Gesamtzahl der Gruppenteilnehmer von jeweils über 20.000 Probanden bedeutet die Reduktion um rund 150 Fälle jedoch in absoluten Zahlen nur eine Verringerung des Risikos von deutlich unter einem Prozent.

"Das wäre ungefähr so, als hätte man in der einen Gruppe einen Infizierten und in der anderen Gruppe keinen. Dann hätte man eine hundertprozentige Wirksamkeit – von 20.000 [Probanden]. (...) Dieses Zahlenspiel ist absurd. (...) Dass die Mediziner das mitmachen, verstehe ich nicht."

Das geeignete Maß zur Beurteilung der Impfwirksamkeit sei die sogenannte "Number Needed to Vaccinate" (NNV), das heißt die Zahl der Menschen, die man impfen muss, um eine Infektion zu verhindern. Bei den derzeit auf dem Markt befindlichen Impfungen liege diese weit über 100.

"Ich muss also über 100 Menschen impfen, um nur eine positive PCR-Reaktion mit Symptomen zu verhindern. (...) Noch nicht einmal [eine] schwere Krankheit. (...) Das haben die gar nicht geprüft. Auch nicht die Ansteckungsfähigkeit, die dadurch möglicherweise beeinträchtigt wird. Auch nicht geprüft."

Wodarg bezeichnete diese Impfungen als unwirksam, bei zugleich bestehenden Risiken, insbesondere durch ihre massenweise Anwendung bei Millionen beziehungsweise Milliarden von Menschen.

"Diese Impfung ist sehr gefährlich. Denn es ist keine Impfung. Es ist ein gentechnischer Eingriff, der bei dieser Gelegenheit ausprobiert wird."

Das habe man schon lange machen wollen und es immer mal in kleinen Serien etwa bei Ebola versucht. Denn diese Art, dass die Impfstoffproduktion in den menschlichen Körper verlagert wird, "ist natürlich sehr billig und sehr schnell und sehr praktisch zu machen". Sei der Dammbruch solch gentechnischer Veränderung in der Gesellschaft einmal geschehen, stehe der Weg für weitere gentechnische Manipulationen offen. Und trotz gegenteiliger Behauptungen, Veränderungen im Genom seien ausgeschlossen, liegen inzwischen Nachweise vor, dass über Mechanismen reverser Transkriptase, wie sie in menschlichen Zellen ablaufen, sehr wohl RNA von Coronaviren in DNA umgewandelt und ins eigene Erbgut eingebaut werden kann. Ob dies auch für die mRNA der entsprechenden neuartigen Impfungen gilt, wisse er nicht.

Darüber hinaus liege die Gefährlichkeit dieser Impfungen darin, dass sie die Bildung coronatypischer "Spike-Proteine" als Antigene zur körpereigenen "Impfstoffproduktion" in Form spezifischer Antikörper gegen diese Proteine hervorrufen sollen. Dabei wirkten die Spike-Proteine bekanntermaßen pathogen und verursachten speziell Thrombosen und Zellverschmelzungen (Syncytien), wodurch Gewebe geschädigt und schließlich abgebaut wird, was sich in entsprechenden Entzündungsreaktionen äußert.

"Das weiß man. Wenn Coronaviren ins Blut kommen, dann ist das gefährlich. Das sind dann die schweren und die chronischen Verläufe, von denen man immer gehört hat."

Doch durch die "Corona-Impfungen" provoziere man nun genau das.

"Wir immunisieren die Leute nicht dort, wo die Immunisierung normalerweise stattfindet, in den Atemwegen, sondern wir umgehen diese normale Kapazität, die wir haben, und spritzen es in den Muskel."

Dadurch gelangten die injizierten Wirkstoffe schließlich auch ins Blut. Demgegenüber habe das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) auf seine Anfrage hin behauptet, dass die durch die Impfung hergestellten Spike-Proteine nicht das Blut erreichten und die Vorgänge bei den Impfungen andere seien als bei den Erkrankungen. Allerdings verwies Wodarg hierzu auf eine dem PEI widersprechende Studie, der zufolge seit dem ersten Tag nach der Impfung mit mRNA-Wirkstoffen im Blut von elf der 13 untersuchten Probanden Spike-Proteine auffindbar waren. Das passe zu den geschilderten Symptomen und den "beängstigend vielen Nebenwirkungen", wie sie zum Beispiel aus Israel, aber ebenso bei uns gemeldet werden. Auch die offiziellen Datenbanken in den USA und der EU zeigten so viele Nebenwirkungen wie noch nie nach Impfungen. Allein für die wenigen Monate der "Corona-Impfungen" liege deren Zahl in der Größenordnung aller anderen Impfungen zusammen während eines Zeitraums von zehn Jahren. Zwar würden mehr Menschen als sonst geimpft, doch "die Nebenwirkungen sind zum größten Teil schwer", und dies auf unterschiedliche Art und Weise etwa in Form vielfältiger neurologischer Ausfälle. Erklären ließen sich diese durch thrombotische Prozesse in den verschiedenen Geweben, die zu Schädigungen und zum Ausfall ganzer Organe führen können.

Über die leicht mögliche Bestimmung der für Gerinnungen spezifischen Blutwerte könne man Hinweise auf thrombotische Vorgänge im Körper gewinnen, bevor deren Symptome sichtbar seien. Er wisse von einem Arzt, der bei seinen Patienten solche Untersuchungen auf D-Dimere und Thrombozyten im Zusammenhang mit den Impfungen durchgeführt und in der Hälfte der Fälle von einschlägig veränderten Werten berichtet habe. Der darin manifeste Verbrauch der Blutplättchen stehe im Einklang mit den beobachteten Neigungen zu Gerinnungen einerseits und zu Blutungen andererseits.

Diese vielfältigen Symptome infolge solch thrombotischer Prozesse treten bei allen Impfungen auf, die zur Herstellung der Spike-Proteine im Körper führen, betonte Wodarg und empfahl all denen, die sich dennoch impfen lassen wollen, eine Bestimmung dieser Blutwerte wenige Tage vor und nach der Impfung. Diese Dokumentation sei zusammen mit den Daten zur eigentlichen Impfung für etwaige Ansprüche auf Schadensersatz wichtig. Selbst wenn es sich um unmerkliche Gerinnungsereignisse im Körper handele, so bedeuteten diese eine Schädigung. Jede dieser Schädigungen müsse man im Zusammenhang mit der kaum vorhandenen Wirkung und des daher unnötigen gentechnischen Eingriffs bewerten.

Alle geschilderten Erkenntnisse sind öffentlich zugänglich und sollten dazu führen, dass das zuständige PEI selbst eine große systematische Versuchsreihe mit der Bestimmung dieser Blutwerte vor und nach den Impfungen durchführt.

"Wenn das Paul-Ehrlich-Institut bei der Hälfte dieser Menschen Thrombosen findet, dann müsste das Paul-Ehrlich-Institut diesen Impfstoff sofort vom Markt nehmen. Das ist völlig unstrittig, dass das schwere Körperverletzung ist."

Dass die Behörde das zulässt und nicht genau hinschaut, "ist fast genauso schlimm", kritisierte Wodarg und fügte hinzu:

"Was noch schlimmer ist: Sie machen es jetzt bei Kindern, die überhaupt nicht gefährdet sind. Ich kann es nicht verstehen. Ich finde es so etwas von kriminell. Und mir fallen schlimme Beispiele aus der deutschen Geschichte ein, wenn Ärzte so etwas mitmachen. Ich denke, dass muss jeder Arzt wissen. (...) Das muss eigentlich auch die Haftpflichtversicherung des Arztes wissen. Ich wundere mich, dass die das mitmachen. Ich denke, dass müssen wir den Menschen ganz laut sagen. Ich empfehle, sich nicht impfen zu lassen, weil diese Impfung keine Wirkung hat, weil sie gefährlich ist und weil sie unnötig ist. Diese drei Dinge: unnötig, unwirksam und gefährlich. Das alles ist inzwischen belegt. Von daher, was da geschieht, hat mit Gesundheit nichts zu tun. Wir werden daran gewöhnt, dass unsere Daten aufgenommen werden. Wir werden genötigt, diesen Eingriff machen zu lassen. Und die Industrie, die das macht, die erreicht damit Folgendes: Die Industrie, die das macht, die hat die Möglichkeit, einen noch nie dagewesenen Großversuch an der gesamten Bevölkerung zu starten. Sie hat alle unsere Daten. Sie hat, wenn sie will, auch unser Genom. Sie hat alles, was sie braucht, um auszuprobieren, wie diese Technik mit Nukleinsäuren, also mit genetischen Informationen, wirkt, um uns zu verändern. (...) Wir wissen ja nicht, was in der Impfung drin ist. Nicht einmal das wird kontrolliert."

Anzeichen für Mängel bei den üblicherweise regulären Kontrollen auf etwaige Arzneimittelfälschungen seien die Berichte über Impfdosen, die Kochsalz statt Wirkstoff enthielten. Man könne in diese Impfstoffe alles Mögliche hineingeben, um uns genetisch zu verändern.

"Wir sind gentechnisch veränderte Organismen (Genetically Modified Organisms, GMOs), wenn wir diese Spritze kriegen. (...) Sie wollen Menschen verbessern. Und sie wissen, wie Menschen besser werden. Das sind da so ein paar Leute, die wollen uns etwas verkaufen, die uns erzählen, wie Menschen besser werden können. Und die können das jetzt in Ruhe ausprobieren. Kein Mensch kann das kontrollieren. Die Leute machen das mit. Denen wird Angst gemacht. Und deshalb lassen sie sich spritzen. Sie werden unter Druck gesetzt. Und deshalb lassen sie sich spritzen. Die Daten werden durch den Impfausweis erhoben. Der wird noch digitalisiert. Und die Daten gehen in irgendwelche großen Rechenzentren, angeblich zur wissenschaftlichen Auswertung. Weil man ja forschen muss, damit es uns besser geht. Die Leute, die das machen, die wollen offenbar nicht, dass es uns besser geht, sondern die wollen diese Information haben, und die wollen mit uns etwas ausprobieren. Und das können sie jetzt. Unsere Politik erlaubt das. Und die meisten machen das mit. Das ist verbrecherisch. Das ist ein Verbrechen gegen die Menschheit. Wir sind die Zeugen dieser Entwicklung. Wenn es noch Gerichte und Staatsanwaltschaften gibt, die müssten sofort tätig werden. (...) Jede Staatsanwaltschaft, die das blind mitmacht, die hilft diesen Leuten. Jeder Justizminister, der seine Staatsanwaltschaft davon abhält, da nachzuschauen, der macht sich schuldig. (...) Das ist für mich ein unfassbar großes Verbrechen."

Und mit Blick auf die Impfung von Kindern:

"Ich würde es niemals zulassen, dass meine Kinder so verändert werden. (...) Man muss die Kinder vor diesen Machenschaften schützen. Ich finde es schrecklich, was da passiert, und ich kann die Leute nur auffordern: Schützt eure Kinder vor diesen Verbrechern!"

Hinsichtlich der Gefährlichkeit der Impfungen erinnerte der Ausschuss an drei große Bereiche: die erwähnten thrombotische Prozesse sowie darüber hinaus infektionsverstärkende Antikörper (Antibody Dependent Enhancement, ADE) und Autoimmunreaktionen. Während es zu den Autoimmunreaktionen noch kaum belastbare Daten gebe, liegen zu ADE Erkenntnisse aus Tierversuchen vor, wonach gegen Coronaviren geimpfte Tiere beim Kontakt mit dem sogenannten Wildvirus schwer erkrankten und sogar starben. Wodarg bekräftigte dies:

"Das, was man bisher bei SARS-Impfungen gesehen hat, das war verheerend. Man hat aufgehört, diese Impfungen weiterzuentwickeln, weil man gesehen hat, dass eben diese ADE (...) entstanden ist."

Das sei allein durch die Betrachtung des unüblichen Kontakts mit dem Erreger beziehungsweise dessen Antigenen verständlich, weil durch die Impfung mit nachfolgendem Blutkontakt ein anderer als der natürliche Weg über die oberen Atemwege genommen wird. Dadurch gelangten die Antigene dorthin, wohin sie normalerweise nie kämen, was zu Irritationen des Immunsystems mit erleichterter Infektionsmöglichkeit und schließlich zu Überreaktionen der Körperabwehr führen könne, speziell zu einem Zytokinsturm mit schwersten Folgen bis hin zum Tod. Er selbst könne sich hierzu keine Vorhersagen erlauben, doch Experten auf dem Gebiet der Immunologie warnten vor diesem Risiko. Das hänge von den tatsächlichen Inhaltsstoffen der Präparate und individuell verschiedenen Vorgängen im Körper ab.

"Über diese Zusammenhänge gibt es überhaupt keine Forschung. [Das] wissen wir nicht. Das ist ja auch der Grund, wenn man so etwas macht, weshalb man normalerweise zehn bis 15 Jahre braucht, mit wenigen kleinen Gruppen, die man genau beobachtet, bis so eine Impfung zugelassen wird. Das haben wir doch alles nicht gehabt. [Es ist] das erste Mal, dass in einem halben Jahr ein Impfstoff so durchgepeitscht wird. Und darauf sind sie auch noch stolz, und rühmen sich, wie schnell sie jetzt sind. Die rühmen sich, dass sie alle Risiken auf uns abgeladen haben. Die rühmen sich, dass sie so schnell mit der Überrumpelung der Bevölkerung sind."

Immerhin halte sich die Ständige Impfkommission (STIKO), die bisher als Befürworter der "Corona-Impfungen" auftrat, bei deren Empfehlung für Kinder zurück. Gleichwohl kauften einige Regierungen bereits Impfstoffe und wollten schon mit den Impfungen von Kindern beginnen. Es laufe der "gleiche Trick" der Angstmache mit den Kindern, die angeblich Oma und Opa umbringen, wie im "Panikpapier" des Bundesinnenministeriums zu Beginn der Corona-Krise.

"Das ist so perfide, was da geschieht. (...) Ich würde mir wünschen, dass die STIKO hart bleibt und dass sie laut wird. Und dass andere Leute, die (...) genau wissen, was das bedeutet, den Mund aufmachen. Wir können nicht zusehen, wie die Kinder geschädigt werden."

Für einige der Beteiligten sind wir bereits im Bereich des groben Behandlungsfehlers und dadurch bei einer Umkehr der Beweislast, erklärte ein Ausschussmitglied, weshalb im Falle eines Schadens nach den Impfungen nicht mehr die Geschädigten nachweisen müssen, dass dieser ursächlich und schuldhaft durch die Behandlung erfolgt ist. Stattdessen müssten dann die Impfärzte beweisen, dass sie nicht ursächlich und schuldhaft für den Impfschaden verantwortlich sind. Ein solcher Beweis werde beim dokumentierten Kenntnisstand nicht mehr gelingen können. Das Vorliegen eines groben Behandlungsfehlers ergebe sich allein aus dem Mangel an der vor jedem medizinischen Eingriff zwingend vorgeschriebenen Aufklärung des Patienten für dessen "informierte Einwilligung". Erfolgt die Behandlung ohne eine informierte Einwilligung des Patienten, obwohl er dazu prinzipiell fähig ist, handelt es sich dabei immer um Körperverletzung mit entsprechenden Rechtsfolgen. Das sind die weltweit akzeptierten Lehren aus den Nürnberger Prozessen, um Menschenexperimente wie zur Nazizeit zu verhindern, betonte der Jurist.

"Hier hat es keine Aufklärung gegeben. Ich weiß seit gestern, dass maximal (...) drei Minuten dafür vorgesehen sind. (...) Das geht gar nicht. Was will man in den drei Minuten machen? Eine Anamnese? (...) Und dann gehört zur Aufklärung natürlich erst recht der Hinweis darauf, dass es sich hier um eine bedingte Zulassung handelt, dass also keine Studie durchgeführt wurde. Und in dem Moment, wo das aufgeklärt wurde, weiß der Patient, dass er eine Laborratte ist. Und deswegen drei Minuten. Solche Fragen können in drei Minuten weder gestellt noch beantwortet werden. Damit haben wir sowieso den groben Behandlungsfehler."

Die Klärung der Fragen zur Notwendigkeit, Wirksamkeit und Gefährlichkeit der Impfungen würden dann auch in den Gerichten erfolgen. Ab jetzt liege mindestens ein bedingter Vorsatz vor, weil die Sitzungen des Ausschusses für jeden zugänglich sind, und damit auch die Informationen zum Missverhältnis von Nutzen und Risiken der Impfungen. Dies gelte umso mehr jenseits der Risikogruppen für eine COVID-19-Erkrankung.

"Dann macht diese Impfung unter keinen Umständen mehr Sinn. Und dann sind die eben beschriebenen Gefahren so ausschlaggebend, dass sofort damit aufgehört werden müsste. Bei Kindern sowieso."

Als weiteren Punkt wies der Ausschuss auf die aktuellen Entwicklungen in den USA im Zusammenhang mit dem dortigen Leiter der Seuchenbehörde Anthony Fauci hin. Diesem wird in Massenmedien wie Fox News vorgeworfen, mit Steuergeldern an verbotener sogenannter Gain-of-Function-Forschung am Biolabor in Wuhan beteiligt gewesen zu sein und darüber gelogen zu haben – wobei in dieser Angelegenheit Meldungen zufolge auch der Name Christian Drosten auftaucht. Darüber hinaus habe Fauci die Öffentlichkeit nicht gewarnt: vor einem angeblichen Unfall im Wuhan-Labor und dem dadurch ausgetretenen mutmaßlich "hochgefährlichen Virus" – mit der Folge Millionen Toter. Allerdings limitiert sich die Gefährlichkeit eines Virus und dessen Ausbreitung auf wenige davon betroffene und leicht zu isolierende Kontaktpersonen selbst, weil es zur eigenen Vermehrung auf seinen Wirt angewiesen ist und dessen schwere Erkrankung oder gar Tod daher für das Virus eine Sackgasse darstellt, bestätigte Wodarg ergänzend die Ausführungen des Ausschusses und fuhr fort:

"Das, was da gleichzeitig inszeniert worden ist, (...) dieses Riesentheater in Wuhan für zwei Monate, das ist etwas, das die Chinesen mit dem PCR-Test gemacht haben, der schon lange vorher in der Schublade lag. Den haben sie gleichzeitig herausgeholt und ihre Leute getestet. Und dann haben sie so getan, als wäre das, was der PCR-Test misst, das Gleiche wie das, was aus dem Labor herausgekommen ist, was natürlich überhaupt nicht stimmt."

Darüber, dass der Test auch andere bereits in Europa vorkommende Viren misst, hat Drosten selbst berichtet. Zudem gibt es auch Meldungen über Befunde basierend auf älteren Substraten aus der Zeit vor Beginn der Corona-Krise. Demnach sei ein angeblicher Laborunfall mit dem Test und den darüber registrierten Fallzahlen zusammengebracht worden. Beides habe kausal nichts miteinander zu tun, gehöre aber zur selben Inszenierung.

Für den Ausschuss gibt es mit dem Verschwinden gewisser Daten Anzeichen dafür, dass es tatsächlich einen Unfall im chinesischen Biolabor gegeben haben kann. Was auch immer dort geschehen sei, habe im Weiteren als Anlass für die Umsetzung eines Pandemieszenarios gedient, wie es beispielsweise kurz zuvor im Planspiel "Event 201" geprobt worden war. Wissenschaftliche Daten zeigten, dass die Gefährlichkeit des Krankheitsgeschehens im Bereich einer Grippe liegt. Nur über die psychologischen Operationen und die Massenmedien werde diese Geschichte des "gefährlichen Wuhan-Virus" und die entsprechende Panikmache transportiert. Zukünftig auftretende Impfnebenwirkungen könnten dann immer neuen Varianten und Mutanten des Virus angelastet werden, um noch mehr zu impfen, was bei der tatsächlichen geringen Gefährlichkeit unnötig ist. Man solle sich daher nicht über die Meldungen in den Massenmedien freuen, nach dem Motto:

"Oh, jetzt haben wir aber den Fauci! Ja, das stimmt. Und das ist auch sicherlich richtig und ist eine gute Sache. Inwieweit das ein Schaukampf oder ein Scheinkampf ist, das werden wir dann feststellen. Aber die eigentliche Story, die transportiert werden soll, ist: Weil er [Fauci] diese gefährliche Virusentfleuchung aus dem Labor nicht bekannt gegeben hat, obwohl er es wusste oder hätte wissen müssen. Und das stimmt nicht. Dieses, was hier mithilfe des Drosten-Tests abgerollt worden ist, hat nichts mit diesem Wuhan-Ding zu tun."

Wodarg kam auf die Impfungen zurück und erklärte, dass sich deren Folgen von denen des Krankheitsgeschehens leicht unterscheiden lassen. Dafür seien lediglich einfache parallele Nachuntersuchungen bei Geimpften und Ungeimpften nötig, die man schon längst speziell in Heimenund Pflegeeinrichtungen hätte durchführen können. Ein solches systematisches Monitoring werde nicht gemacht und vermieden. Dahinter stecke in Deutschland sowie andernorts auch ein systemischer Fehler, weil die Zulassungsstellen für Medikamente wie das PEI und die Europäische Arzneimittel-Agentur (European Medicines Agency, EMA) zugleich für die Überwachung der Medikamentensicherheit (Pharmakovigilanz) und die Sammlung der Daten zu deren Nebenwirkungen zuständig sind.

"Wenn die jetzt etwas zulassen, das gefährlich ist, dann sind sie gleichzeitig diejenigen, die sich selbst zur Rechenschaft ziehen und sagen müssen: 'Oh, was habt ihr da Falsches zugelassen?' Das geht nicht. Das muss man trennen."

Die Pharmakovigilanz müsse als wichtiges politisches Ziel unabhängig und durchschaubar unter Beteiligung der Bevölkerung und der Ärzteschaft gestaltet werden. Durch die Lobbyisten sei es derzeit an einer wenig transparenten Stelle organisiert, wo auch nur ein geringes Interesse daran bestehe, Fehler rechtzeitig zu bemerken, "weil man sich sonst selbst anschwärzen müsste".

Während die Informationen zur Wirksamkeit der "Corona-Impfungen" weitestgehend unhinterfragt von der Bevölkerung akzeptiert werden und auch die Erkenntnisse zu deren Notwendigkeit, die infolge dokumentierter bestehender Immunität nicht vorliegt, unter anderem durch den Ausschuss mehr in den Fokus gerückt werden sollten, bekräftigte eines seiner Mitglieder, dass die Diskussionen über die Gefährlichkeit der Impfungen die Öffentlichkeit wohl am meisten interessieren. Diese Gefährlichkeit "ist keine theoretische". So liegen beispielsweise dem Ausschuss durch einen Informanten Schilderungen aus einem Berliner Altenheim vor, in dem eine erhebliche Anzahl der Bewohner nach deren Impfung an Nebenwirkungen leidet und sogar gestorben ist. Die Umstände dafür hätte man ermitteln können und müssen, sodass sich die Frage nach Strafvereitelung im Amt stellen könnte. Auch auf die durch eine weitere Juristin des Gremiums gestellte Strafanzeige folgten keine Ermittlungen der zuständigen Behörden zur Klärung der genauen Todesursache. Wie konkret die Folgen dieser neuartigen Impfungen sein können, schilderte im Weiteren eine Impfgeschädigte.

BERICHT DER IMPFGESCHÄDIGTEN RAMONA KLÜGLEIN

Sie hatte sich aus eigener Unsicherheit impfen lassen, und weil sie mit gutem Beispiel vorangehen wollte, erklärte Klüglein. Seitens ihres Arbeitgebers habe es eine gewisse Erwartungshaltung gegeben, die sie aber nicht als Druck bezeichnete.

Am 10. März 2021 sei ihr das Präparat von AstraZeneca injiziert worden, wonach sie an den in der Öffentlichkeit als üblich und wahrscheinlich bekannten Nebenwirkungen wie Unwohlsein, Kopf- und Gliederschmerzen gelitten und "zwei Tage lang flachgelegen" habe. Anschließend sei es ihr wieder relativ gut gegangen und habe sie für eine Woche normal gearbeitet. Bei den darauffolgenden Beschwerden mit Übelkeit, Bauchschmerzen, Erbrechen und Durchfall habe sie sich nichts weiter gedacht. Sie vermutete einen Magen-Darm-Infekt, ebenso wie ihr Hausarzt, den sie hierzu konsultiert hatte. Dieser habe allerdings ohne die dafür nötige medizinische Ausstattung gar nicht die richtige Diagnose stellen können.

Die eingenommenen Schmerzmittel hätten nicht geholfen. Im Gegenteil habe sich ihr Zustand von Tag zu Tag verschlimmert, bis sie schließlich mit einem Notarzt ins Krankenhaus eingeliefert und ihr die Diagnose Pfortaderthrombose gestellt worden sei. Leber, Milz, Nieren und Dünndarm seien betroffen gewesen.

"Mein Dünndarm war schon so sehr befallen (...). Den mussten sie herausnehmen. Ich habe jetzt nur noch 50 Zentimeter von vorher 3,5 Metern. (...) Drei Meter mussten sie mir entfernen."

Da man versucht habe, möglichst viel ihres Dünndarms zu erhalten, seien mehrere Notoperationen nötig gewesen, in denen man die jeweils befallenen Teile entfernt habe. Sie sei tagelang auf der Intensivstation sowie im Koma gewesen und auch künstlich beatmet worden. Über genaue Erinnerungen an diese Zeit verfüge sie nicht mehr. Sie wisse nur, dass sie sehr stark halluziniert habe. Ihr Überleben sei fraglich gewesen.

"Es stand wirklich sehr schlecht um mich, und sie haben meiner Familie keine Hoffnung mehr gemacht. Sie haben gesagt: Macht euch bitte auf das Schlimmste gefasst."

Ob sie mittlerweile "über dem Berg ist", wisse man nicht so genau, ebenso wenig, ob sie weiterhin und möglicherweise lebenslang Medikamente zur Blutverdünnung einnehmen müsse, um einer Neubildung von Thrombosen vorzubeugen. Ihr Gesundheitszustand werde kontrolliert, unter anderem durch regelmäßige Termine beim Hausarzt. Schließlich müssten auch noch die Folgen der schweren Eingriffe ausheilen. Sie leide unter postoperativen Schmerzen. Welche Beschwerden dann irgendwann übrig blieben, könne ihr niemand sagen. Was die massive Reduktion des Dünndarms für dessen Organfunktion zur Versorgung ihres Körpers und damit für ihr weiteres Leben bedeute, sei gleichfalls unklar. Mögliche Mangelerscheinungen im Vitamin- und Nährstoffhaushalt würden "engmaschig kontrolliert".

In der Klinik hatte man sie sehr vielen Tests unterzogen, so Klüglein, wozu auch die Bestimmung der Gerinnungsfaktoren gehörte.

"Es ist wirklich ein vom Labor bestätigter Impfschaden. Aufgrund der AstraZeneca-Impfung."

Wodarg erinnerte an die zuvor erwähnten Erkenntnisse zum Einbau genetischer RNA-Informationen ins körpereigene Erbgut. Sollte das auch bei den genetischen Impfungen möglich und speziell in ihrem Fall geschehen sein, könnte dies zu einer weiteren Produktion etwa des Spike-Proteins mit dementsprechend fortgesetzter Thrombosegefahr führen. Etwaige genetische Veränderungen durch den Einbau fremder Erbinformation ließen sich mittels Sequenzierungen ihrer DNA feststellen.

"Die Neugierde müsste eigentlich auch vonseiten des Paul-Ehrlich-Instituts da sein. Denn das hat ja sehr viel damit zu tun, welche Risiken überhaupt bei der Impfung auftreten können."

Das PEI war von ihren Ärzten über den Fall informiert worden, worauf die Anwendung des Präparats von AstraZeneca Ende März 2021 für einen Tag gestoppt wurde, erklärte Klüglein. Sie selbst habe vom PEI nichts gehört. Bemerkenswert sei für sie auch, wie wenig sich die Medien für diese Geschehnisse interessierten und kaum gezielt über Impfschäden berichteten.

"Warum auch? Man würde der Bevölkerung ja nur Angst machen. Und dann würden sich weniger Leute impfen lassen. Das hat nichts mehr mit Pressefreiheit zu tun. Das finde ich ganz schwierig."

Eine Juristin des Ausschusses verwies auf Parallelen zum Beginn der Corona-Krise, als das RKI davon abgeraten hatte, die sogenannten Corona-Toten zu obduzieren. Dies habe ein Pathologe auf der besagten Fachkonferenz am Vortag für "absolut abenteuerlich" gehalten. Solche Untersuchungen seien bei neu auftretenden Krankheiten allein aus Gründen des allgemeinen Bevölkerungsschutzes zur Vermeidung weiterer Opfer unverzichtbar. Bei der mangelnden Aufklärung der Risiken durch die "Corona-Impfungen" zeige sich die gleiche Konstellation, wenn die zuständigen Stellen und Ermittlungsbehörden wie Staatsanwaltschaften Obduktionen mit der Begründung ablehnen, dass angeblich kein Zusammenhang mit den Impfungen bestehen kann.

"Es ist wirklich absolut absurd. Und es ist außerhalb jeglichen Rechtsverständnisses, das vorher da war. Dass man genau bei solchen Sachen ganz schnell schaut: Was ist da los und wie kann man gegebenenfalls etwas verändern?"

Die Impfkampagne selbst, bei der insbesondere Prominente auftreten, bezeichnete die Anwältin als einen klaren Verstoß gegen das Heilmittelwerbegesetz. Menschen wie Klüglein ließen sich impfen und "denken, das ist der kleine Piks".

"Man geht mit dieser Erwartung [zur Impfung]: Das ist eine Kleinigkeit. Und jetzt sind Sie doch seit Wochen, ja Monaten am Kämpfen um Ihre Gesundheit."

"Ja, genauso ist es", bestätigte Klüglein.

An den Ablauf der Impfung und daran, ob und wie sie über diese Behandlung zuvor aufgeklärt worden war, habe sie keine Erinnerung. Sie wisse nur noch, dass sie beim Betreten des Impfzentrums "von Anfang an ein schlechtes Gefühl" hatte und schon kurz davor stand zu sagen: "Nein, ich mache es nicht." Aber sie habe sich entschieden, es "durchzuziehen". Auch nach der Impfung habe sie immer noch ein schlechtes Gefühl gehabt.

Der Ausschuss unterstrich, dass es sich bei den Nebenwirkungen der Impfungen bis hin zu Todesfolgen keineswegs um Einzelfälle handelt und Klüglein "noch Glück" gehabt hatte. Eindrücke aus ihrem persönlichen Umfeld könnten gewiss nicht als repräsentativ gelten. Allerdings seien ihnen dort kaum Corona-Fälle bekannt, zudem keine mit schwerem Verlauf, sehr wohl aber etliche Menschen mit zum Teil massiven gesundheitlichen Beeinträchtigungen durch die "Corona-Schutzimpfungen". Rückblickend könne eine solche leidbringende Entscheidung zusätzlich traumatisierend wirken, und man mit ihr entsprechend hadern.

Klüglein beschrieb sich in solchen Dingen als einen eher ängstlichen Typ. Mit dem, was sie jetzt weiß, hätte sie sich nicht impfen lassen.

Das entspricht dem normalerweise zu erwartenden Verhalten, wenn man vollständig über derartige Impfungen und deren Gefahren aufgeklärt wird, ergänzte ein Mitglied des Ausschusses. Ein Arzt habe ihm gegenüber davon gesprochen, diese Impfungen nur deshalb mitzumachen, weil er die Leute richtig aufkläre. Gleichwohl sei es einer jungen Frau "egal" gewesen. Sie habe sich trotzdem impfen lassen wollen.

Einen solchen Impfstoff zuzulassen, bezeichnete Klüglein als "schlimm", vor allem mit Blick auf die Diskussionen um eine Impfung der Kinder.

"Das muss verhindert werden. Das kann nicht sein, dass ein experimenteller Impfstoff an die Kinder vergeben wird. (...) Wir wissen ja nicht einmal, was der für Langzeitschäden verursachen kann. Ich finde das wirklich so schlimm. Es war mein Fehler. (...) Ich habe mich dazu entschieden, mich impfen zu lassen. (...) Die Kinder können das nicht selbst entscheiden. Das müssen die Eltern machen."

Hier liegt dem Ausschuss zufolge der maßgebliche Punkt, denn das mögliche Argument der Gegenseite, dass man selbst diese Entscheidung getroffen und in die Behandlung eingewilligt hat, gilt nicht, wenn diese Einwilligung unwirksam ist, weil sie ohne angemessene und auf den individuellen Fall bezogene Aufklärung gegeben wurde. Damit liege schon jetzt ein grober Behandlungsfehler vor. Ansprüche auf Schadensersatz träfen den Impfarzt oder auch das Impfzentrum. Zusätzlich zu den bisher entstandenen gehe es auch um künftige hier geschilderte mögliche Schäden, etwa durch Autoimmunreaktionen und durch ADE-Vorgänge bei zukünftigem Erregerkontakt.

Ihr Alltag ist bereits massiv durch die Organschädigungen beeinträchtigt, erläuterte Klüglein, weil sie ganz besonders auf ihre Ernährung achten muss und zahlreiche Zutaten wie Salz, Zucker oder Geschmacksverstärker nicht mehr zu sich nehmen darf. Sie müsse sich alles selbst zubereiten, was täglich mehrere Stunden Aufwand bedeute und mit einem normalen Arbeitsleben kaum vereinbar sei. Insgesamt schränkt allein diese Ernährungsumstellung die Lebensfreude drastisch ein, beispielsweise beim Zusammensein und Ausgehen mit Freunden, resümierte ein Ausschussmitglied und fügte hinzu:

"Im Prinzip sind Sie Opfer dieser ganzen Propaganda geworden, dass es harmlos ist. (...) Sie lassen sich auf so etwas ein, und jetzt haben Sie Ihr Leben lang damit zu kämpfen."

Angesichts dessen, worum es geht, halte man Klügleins offene Aussagen für sehr wichtig.

"Es geht insbesondere darum, die Kinder vor solchen Schweinereien zu schützen. Denn dass es sich hier um echte Straftaten handelt, das sieht man nicht erst an Ihrem Beispiel. (...) Diese Fälle wie Ihrer zeigen, was für Auswirkungen diese Straftaten haben. Das ist eine Körperverletzung, die im schlimmsten Falle als Körperverletzung mit Todesfolge zu bewerten ist, vielleicht auch noch schlimmer."

Hoffentlich bringe diese Information einige Leute, die sich in einer ähnlichen Situation mit einem "unguten Gefühl" vor ihrer Impfung befinden, nochmal zum Nachdenken.

Abschließend appellierte Klüglein an die Öffentlichkeit:

"Bitte überlegt euch das mit den Impfungen gut. Mit einem ungetesteten Impfstoff als Versuchskaninchen zu dienen – ich habe es mir nicht gut überlegt. Ich habe dafür bezahlt. Und werde wahrscheinlich noch länger dafür bezahlen müssen. Es ist die freie Entscheidungen eines jeden, ob er sich impfen lassen will oder nicht. Bitte vorher gut überlegen und sich gut informieren."

Der Ausschuss dankte Klüglein und wünschte ihr für die weitere Genesung alles Gute.

BERICHT DER SCHULDIREKTORIN BIANCA HÖLTJE

Wenn sie als Rektorin einer Grundschule in Niedersachsen ein Jahr der Corona-Situation schildern soll, "dann ist das eine ganze Menge, und dann ist das auch ganz schön emotional", erklärte Höltje.

Als im März des vergangenen Jahres Corona immer näher gekommen sei, habe sie zunächst als Einzige sehr vorsichtig reagiert und eine geplante Zirkusveranstaltung an ihrer Schule absagen wollen, während sich alle unter den Lehrern und Eltern gelassen vor der "Grippe" gezeigt und darauf bestanden hätten, den Kindern mit dem Zirkus eine Freude zu machen.

Schließlich habe sie die laufende Veranstaltung tatsächlich abgesagt und angekündigt, dass man sich auf die Schließung der Schule vorbereiten müsse, was "zu dem Zeitpunkt für keinen denkbar war".

"Ich hatte einfach das Gefühl, Corona ist schlimm, es bedroht uns, es hat mir Angst gemacht, und die Verantwortung ist zu groß."

Sie seien entsprechend gut vorbereitet gewesen, als die Schulschließungen dann tatsächlich angeordnet wurden. Alles habe man gut organisiert, auch die digitale Kommunikation, um den Kindern zu Hause den Unterricht zu ermöglichen.

Seit April 2020 habe sie parallel andere Kontakte gehabt, sei auf Demonstrationen gewesen und "langsam immer kritischer" geworden.

"Es waren so beide Seiten. In der Schule musste es professionell laufen, und gleichzeitig wusste ich: Hier geht es eigentlich nicht um unsere Gesundheit, sondern das ist irgendetwas Politisches."

In der Schule hätten dann die zuvor vollkommen unbesorgten Eltern und Lehrer "immer mehr Panik" bekommen und "immer mehr Angst" gehabt. Damit habe sie umgehen und zugleich ihre wichtigste Aufgabe der Fürsorgepflicht für die Kinder erfüllen müssen. Für sie persönlich war es im Weiteren immer unerträglicher, so die Rektorin.

"Weil ich gemerkt habe: Das, was hier läuft, das ist falsch. Und es fragt keiner mehr nach, wie es den Kindern geht. (...) Wir gehen von einem Szenario ins andere und verändern die Maßnahmen. Aberwas ist mit den Kindern? Interessiert keinen. In den Sommerferien hatte ich dann drei Bandscheibenvorfälle. Daran wird eigentlich schon deutlich, wie stark mein Rückgrat belastet war."

Ihr größtes Ziel sei damals gewesen, die Einschulung und den Schulalltag nach den Ferien normal hinzubekommen. Prinzipiell habe dies über eine Aufteilung der Schülerschaft in Gruppen bis zu den Herbstferien auch funktioniert, ohne Abstandhalten und Maskentragen. Wichtig sei, dass die Kleinsten einen normalen Schulalltag erlebten. Schließlich wirkten diese ersten Erfahrungen in der Schule prägend auch auf das weitere Lernverhalten. Doch so erträglich sei es nicht geblieben.

"Es hätte alles gut sein können, wenn nicht der Druck von den Kollegen dagewesen wäre. Die Kollegen hatten große Angst und haben gefordert, dass diese Maßnahmen über das erforderliche Maß erhöht werden. Und das hat es unerträglich gemacht."

Es sei immer wieder um Masken gegangen. Sie habe die Kollegen eine Umfrage zum Tragen der Maske erarbeiten lassen, deren suggestiv wirkende Formulierung zugunsten der Masken sie in eine neutrale Wortwahl umänderte.

"Das war ein Skandal. Über den Personalrat. Ein Theater, das kann man sich nicht vorstellen. Ich wurde als Corona-Leugnerin denunziert. Es war schon allen klar, welche Meinung ich habe. Das war fürchterlich."

Allerdings habe die Umfrage unter den Eltern und Kindern eine 98-prozentige Mehrheit dafür ergeben, keine Masken zu tragen. Auf Nachfrage hat sich der Schulelternrat Höltje zufolge sogar einstimmig gegen die Masken für die Schüler ausgesprochen, "zum Entsetzen der Kollegen".

Anders als die Lehrer hätten die Bürgermeisterin und ihre Vorgesetzten ihre Linie zugunsten der Kinder unterstützt. Auch bei den folgenden sich verschärfenden Maßnahmen sei es ihr immer darum gegangen, diese möglichst "kindgerecht zu erhöhen", damit sich die Schüler "langsam daran gewöhnen können".

Eine Woche nach den Herbstferien seien dann die Maßnahmen für die Kinder abrupt und drastisch gesteigert worden. Sie habe "keine Chance" gehabt. Laut der Rektorin bestand der Schulalltag aus Abstandhalten, Maskentragen, Separierungen, Einbahnstraßensystem, ständigem Desinfizieren der Hände, Schlangestehen mit Distanz vor den Toiletten und Beaufsichtigen der nur einzeln erlaubten Wege von der Klasse zum Schulhof.

"Sie können sich vorstellen, was das für ein System ist, was dahintersteckt. Und das Ganze war wöchentlich anders. Freitagnachmittag, manchmal Samstagvormittag, kamen die Neuregelungen vom Ministerium. Und die musste ich dann umsetzen, bis Montag. Ich habe jedes Wochenende am Schreibtisch gesessen. Ich habe mir jedes Wochenende Gedanken gemacht: Wie kann ich das umsetzen, dass es noch irgendwie geht, dass es noch irgendwie machbar ist? Und irgendwann ist alles Schöne der Schule weg."

Es sei nur noch um Rechnen, Lesen und Schreiben gegangenstatt beispielsweise um Sport- und Werkunterricht.

"Musik ohne Singen? Was ist eine Grundschule ohne Singen? Das gehört doch dazu. (...) Dann kam Weihnachten. Weihnachten ohne Weihnachtslieder, ohne Plätzchenbacken, ohne gemeinsame Weihnachtsfeiern. Das ist traurig gewesen."

In den Weihnachtsferien sei sie "absolut resigniert" und "verzweifelt" gewesen, da sie nicht mehr gewusst habe, wie sie es noch irgendwie kindgerecht gestalten kann.

Bis zu den Osterferien in diesem Jahr habe man dann mit verschiedenen Lernmodellen zwischen Präsenz- und Heimunterricht gearbeitet, was eine unglaubliche Belastung für die Lehrer gewesen sei. Sie habe über verschiedene Aktionen und Spielveranstaltungen versucht, die sozialen Kontakte zwischen den Kindern und den Lehrern lebendig zu halten. Auch mit dem Plan für ein Sportereignis unter dem Motto, die Schüler und Schülerinnen zu stärken und ihnen in dieser schwierigen Zeit eine Stimme zu geben. Es ist das gewesen, was wir brauchten, erläuterte Höltje, und es sollte über das Bundesprogramm "Demokratie leben" finanziert werden.

"Das wurde abgelehnt. Man sah keine Notwendigkeit dafür, und es habe ja nichts mit Demokratie zu tun. (...) Das war ein Schlag ins Gesicht. Stattdessen haben sie eine Fortbildung angeboten – zum Umgang mit Querdenkern. In dem Moment war ja schon klar: Ich bin ja die böse Querdenkerin. Ich bin ja die Corona-Leugnerin. Die ganzen Denunziationen. Das ist ja klar."

Und weiter:

"Bis zu den Osterferien hatten wir traurige, stille Kinder in der Schule. (...) Kinder machen alles mit. [Sie] tragen ihre Masken, sind diszipliniert. Sie gehen leise durchs Gebäude. Sie fragen bei jeder Gelegenheit. Sie halten sich an alle Regeln. Und das, was es eigentlich lebendig macht, was schön ist, war nicht mehr da."

Ihr selbst sei es gar nicht gut gegangen. Sie habe die ganze Zeit Maske tragen müssen und unter Atemnot, Kopfschmerzen sowie Herzrasen bei einem Ruhepuls von über 100 gelitten. Davon, dass sie immer kindgerechte Schule machen wollte, sei nichts mehr übrig gewesen.

Höltje schilderte den Fall eines Mädchens, das völlig verzweifelt in Panik und Tränen ausgebrochen sei, als sie realisiert habe, man könnte ihre Halsschmerzen für "Corona" halten.

"Ich stand vor ihr und konnte nichts machen. Wenn ein Kind Angst hat, wenn es verzweifelt ist, dann muss ich es doch in den Arm nehmen (...) und [es] trösten und [ihm] gut zureden. Und das konnte ich nicht."

Bei ihren beruhigenden Worten zu dem Mädchen habe sie dann selbst bemerkt, dass sie auf andere wieder als "die schlimme Corona-Leugnerin" wirken könnte. Wobei sie gar nicht leugne, sondern nur nicht möchte, "dass unsere Kinder Angst haben".

Die Anordnung der Testpflicht nach den Ferien sei für sie die dann "die letzte rote Linie" gewesen, weshalb sie remonstriert und die Durchführung der Tests an den Schülern sowie an sich selbst verweigert habe.

"Die Verantwortung konnte ich nicht mehr übernehmen. Das wollte ich nicht mehr, weil ich meiner Fürsorgepflicht den Kindern gegenüber einfach nicht mehr nachkommen konnte."

Ohne die Möglichkeit, ihre Aufgabe für die Kinder zu erfüllen, mache Schule für sie keinen Sinn mehr. "Dann kann ich das nicht", so Höltje. Wegen ihres körperlich und seelisch schlechten Zustands sei sie schließlich krankgeschrieben worden. Für die Zeit nach ihrer Genesung habe sie dann ein Betretungsverbot für die Schule und die Androhung dienstrechtlicher Konsequenzen erhalten. Daraufhin sei sie zu Hause gewesen und habe die Schule im Falle von Fragen unterstützt. Doch nach zwei Wochen habe man sie von der üblichen Kommunikation abgeschnitten und ohne Vorwarnung ihre Passwörter geändert, sodass ihr der Zugriff auf dienstliche und teilweise auch persönliche Nachrichten und Informationen im Internet nicht mehr möglich gewesen sei. Diese würden jetzt von Dritten gelesen. Persönlichkeitsrechte und Datenschutz hätten niemanden interessiert. Zugleich habe man nicht über die Gründe für ihre Remonstration und Abwesenheit sprechen dürfen.

"Dann saß ich zu Hause und dachte: Was bringt das alles, wenn ich mich hier weigere und alles aufs Spiel setze, wenn ich doch keinen damit erreiche, wenn nichts passiert? Also bin ich an die Öffentlichkeit gegangen und habe eine Stellungnahme verfasst."

Diese habe sie in einer Gruppe auf dem sozialen Netzwerk Telegram veröffentlicht und darauf "unglaublich viel Resonanz bekommen". Nach dem Hochladen eines Videos sei es "noch verrückter" geworden und habe sie Zuschriften von vielen Eltern, Lehrern und auch von Schulleitern erhalten. Sie habe verwundert festgestellt, dass bis zu diesem Zeitpunkt noch niemand wie sie an die Öffentlichkeit gegangen sei, und die Plattform Schulleiter für Aufklärung gegründet. Unterstützt wurde sie dabei von der Partei dieBasis, für die sie auch direkt kandidiere.

Ihr großes Ziel einer kindgerechten Schule habe sie als Lehrerin nicht erreichen können, weshalb sie Rektorin geworden sei. Als Schulleiterin stoße sie nun erneut an Grenzen und erlebe, dass es nicht um die Bedürfnisse der Kinder geht. Also müsse sie "Politik machen", was sie jetzt über dieBasis versuche.

Unter Hinweis auf die Rolle der Medien fragte der Ausschuss nach möglichen Gründen für den Umschwung der Lehrerkollegen, von zunächst gelassen und sorglos zu Angst und Panik mit dem Übererfüllen der Maßnahmen. Höltje zufolge hat die Medienberichterstattung maßgeblichen Anteil an den erzeugten Ängsten, die dann tatsächlich real sind und wirken, wogegen keine Sachargumente helfen. Auch ihre Hinweise auf die Rechte der Kinder und die Aufgabe der Schule kämen dagegen nicht an.

Allerdings beobachte sie entsprechende Entwicklungen weg von den Bedürfnissen der Kinder im Schulbereich schon länger.

"Schon viele Jahre [über] sehen wir, dass die Kinder anders sind als vor zehn, 15 Jahren. Wir können eigentlich sagen, dass ein Drittel einer Klasse irgendwann Diagnosen hat. Ob das ADHS ist, Legasthenie, Dyskalkulie, was auch immer. Und daran müssen wir unseren Unterricht anpassen. Und darauf warte ich eigentlich schon lange, dass sich Schule ändert, dass sich Schule den Kindern anpasst. Und darum geht es ja nicht. Wir haben ja ganz andere Diskussionen. Es geht um Leistung, um PISA, um Kompetenzen, aber nicht um die Kinder. Und das hat Corona jetzt so schön verdeutlicht. Wir reden da über Hygienemaßnahmen, die Risikogruppen betreffen, die Kollegen Angst machen, und es fragt keiner nach den Kindern. Es sind wieder die Bedürfnisse der Kinder, die im Hintergrund stehen. Und das, was wir seit Jahren haben, ist jetzt so deutlich zutage getreten, dass ich hoffe, dass wir dadurch auch irgendwann eine Veränderung im Schulsystem hervorholen können. So kann es ja nicht weitergehen."

Die konkreten Auswirkungen dieser Entwicklung auf die Schüler zeigten sich in den bereits angesprochenen Verhaltensweisen:

"Die Kinder sind artig. Sie sind diszipliniert. Sie machen ihre Aufgaben und sind dankbar für jedes bisschen Aufmerksamkeit. Dieses Spontane, dieses Lebendige ist nicht mehr da. (...) Sie schauen die Erwachsenen an: Darf ich das? Ist das in Ordnung?"

Gerade Kinder aus weniger geordneten familiären Verhältnissen, für die die Schule bislang immer eine Art Ausgleich geboten habe, könnten angesichts der Maßnahmen durch die Einrichtung nicht mehr aufgefangen werden. Dabei gehe es neben generellen Fragen der Vernachlässigungen etwa beim häuslichen Frühstück zusätzlich um spezifische Aspekte in der Corona-Krise – bei der Durchführung der Tests, des Unterrichts und der Hausaufgaben daheim sowie der außerschulischen Betreuung.

Für Kinder sollte die Schule als "eine schöne Zeit in Erinnerung bleiben". Denn sie sei gleichsam deren Einstieg ins spätere Berufsleben. Und sie wirke in der kindlichen Wahrnehmung der Zeit als eine längere und somit prägendere Phase.

"Für uns ist ein Jahr schon lange. Für Kinder ist das gefühlt wie 20 Jahre. (...) Und dann können wir uns ausmalen, wie sich das für Kinder nach einem Jahr anfühlen muss. Und was ist mit den Kleinen, die seit einem Jahr Maske tragen? Die freiwillig den ganzen Tag Maske tragen? Das ist entsetzlich."

Insbesondere handfeste psychische Probleme, die sich beispielsweise verstärkt in Anorexie und Selbstmordgedanken äußern, spielen bei Kindern und Jugendlichen in der Corona-Krise neben dem Verlust von Betreuungs- und Bildungsmöglichkeiten eine Rolle, ergänzte ein Ausschussmitglied.

Höltje zufolge kann man den Auswirkungen dieser Entwicklung nur mit ausreichender Aufmerksamkeit und Nähe begegnen.

"Es werden Menschen mit Herz nötig sein. Wir brauchen Leute, die hingehen und hinschauen: Wie geht es den Kindern? Was brauchen die Kinder gerade? Sie brauchen vor allem Zeit und jemanden, der ihnen zuhört, und den sozialen Kontakt. Einmal in den Arm nehmen, die Hand halten. Und zu sagen: Ja, ich verstehe das. (...) Alles, was Schule schön macht, muss dann auf einmal nachgeholt werden und den Kindern zeigen: Wir sind da. Und wir schaffen das auch. Und wir machen das zusammen. Dieses Gemeinsame, das macht sie dann wieder stark."

Da sich allerdings für einige Kinder und Jugendliche die Veränderungen durch die Corona-Maßnahmen bereits nachhaltig verstetigt haben, werde man auch psychologische und soziale Betreuung sowie insgesamt mehr Personal brauchen.

Der Ausschuss bedankte sich für Höltjes offene Worte und erschütternde Schilderungen, die wünschenswerterweise einige zum Nachdenken oder gar Umdenken bewegen. Immerhin habe sie auch positive Rückmeldungen und Unterstützungen erhalten sowie Verbündete und eine politische Plattform gefunden.

Aus der Not heraus wird Positives geboren, betonte Höltje abschließend:

"Ich erlebe, dass ich mit Menschen in Kontakt komme, die das ähnlich sehen wie ich. Und das sind ja Gespräche, die ich vorher so gar nicht führen konnte. Das, was uns Corona jetzt so alles aufgezeigt hat, führt doch hoffentlich zu einer Änderung. Auch, wenn es noch ein bisschen dauern mag."

Fortsetzung: Corona-Ausschuss: "Ein unfassbar großes Verbrechen" – Teil 2

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