Gesellschaft

Acht Tote und über 60 Verletzte bei Gefängnisrevolte in Sri Lanka

Infolge einer Revolte in einem Hochsicherheitsgefängnis in Sri Lanka wurden mindestens acht Tote und mehr als 60 Verletzte gemeldet. Sechs der Verletzten sind Gefängnismitarbeiter. Dem Aufstand liegen Forderungen nach besseren Corona-Maßnahmen in Gefängnissen zugrunde.
Acht Tote und über 60 Verletzte bei Gefängnisrevolte in Sri LankaQuelle: Reuters © DINUKA LIYANAWATTE

Bei einer Revolte im Hochsicherheitsgefängnis von Mahara in Sri Lankas Hauptstadt Colombo sind mindestens acht Menschen ums Leben gekommen und mehr als 60 verletzt worden. Ein für die Gefängnisse des Landes zuständiger Behördenvertreter erklärte in einem Interview, nach einem Corona-Ausbruch in dem Gefängnis hätten die Gefangenen bessere Einrichtungen, die ein Abstandhalten besser ermöglichen, sowie regelmäßige Corona-Tests gefordert.

Die Lage sei am Sonntag eskaliert, hieß es. Gefangene hätten Gefängniswärter angegriffen und versucht zu fliehen. Gebäude und Dokumente seien angezündet sowie zwei Wächter zeitweise als Geiseln genommen worden. Vor dem Gefängnis hätten sich zudem Angehörige der Gefangenen versammelt, was die Situation zusätzlich verschärft habe. Die Polizei habe das Feuer eröffnet und die Situation in der Nacht auf Montag unter Kontrolle gebracht. Sechs der Verletzten seien Gefängniswächter. Polizeisprecher Ajith Rohana betonte, die Wächter hätten im Gefängnis Gewalt angewandt, um die Lage unter Kontrolle zu bringen. Der Beamte fügte hinzu, dass die Verletzten in das örtliche Krankenhaus eingeliefert worden sind.

Kürzlich gab es auch in anderen gewöhnlich überbelegten Gefängnissen auf Sri Lanka Proteste, bei denen Insassen mehr Schutz vor Corona-Infektionen forderten. In der Hauptstadt Colombo protestierte eine Gruppe von Insassen auf dem Dach des Welikada-Gefängnisses und forderte Freilassung gegen Kaution. Eine andere Gruppe von Insassen im Agunakolapalassa-Gefängnis protestiert schon seit acht Tagen und behauptet, die Bedingungen in ihrem Gefängnis hätten sich verschlechtert. Menschenrechtsorganisationen zufolge sind rund 26.000 Menschen in Einrichtungen mit einer Kapazität von rund 10.000 Menschen untergebracht. Nach offiziellen Angaben sind in dem Land zurzeit mehr als 1.100 Gefangene mit Coronavirus infiziert. Die Johns Hopkins University teilt mit, dass in Sri Lanka derzeit 23.484 Corona-Fälle mit 116 testpositiven Todesfällen verzeichnet sind.

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(rt/dpa)

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