Europa

Solidarität während Corona-Krise: Russland schickt Ärzte und Ausrüstung nach Italien

Angesichts der COVID-19-Pandemie greift Russland Italien unter die Arme. Der russische Präsident Wladimir Putin hat nach einem Telefonat mit dem italienischen Regierungschef Giuseppe Conte am Samstagabend angeordnet, Ärzte und Ausrüstung in das EU-Land zu schicken.
Solidarität während Corona-Krise: Russland schickt Ärzte und Ausrüstung nach ItalienQuelle: Sputnik

Russland und Italien haben eine enge Zusammenarbeit im Kampf gegen das neuartige Coronavirus vereinbart. Der russische Staatschef versprach der Regierung und dem Volk des stark betroffenen EU-Landes die Unterstützung im Kampf gegen die Lungenkrankheit COVID-19. In seinem Telefongespräch mit dem italienischen Ministerpräsidenten Giuseppe Conte am Samstagabend bekräftigte Wladimir Putin die Bereitschaft seines Landes, Personal und Ausrüstung nach Italien zu schicken.

Wie die Kreml-Pressestelle in einem Statement mitteilte, sollten in die besonders stark betroffenen Regionen des EU-Landes Schutzmittel, Desinfektionsanlagen und Medizingeräte geliefert werden. Ungefähr 100 Ärzte- und Pflegekräfte, darunter Virologen und Epidemiologen, sollten demnach ihren italienischen Kollegen beistehen. Die Rede war von acht fachkundigen Teams mit internationalen Erfahrungen. Mit dem Transport wurde das russische Verteidigungsministerium beauftragt, das zu diesem Zweck neun Il-76-Maschinen zur Verfügung stellte.  

Der italienische Verteidigungsminister Lorenzo Guerini dankte in einem Telefonat seinem russischen Amtskollegen Sergei Schoigu für die umgehende Unterstützung im Kampf gegen das neuartige Coronavirus. Der NATO-Mitgliedsstaat erteilte bereits die Landeerlaubnis für die russischen Militärflugzeuge.

Zuvor hatte Russland bereits 13 Ländern die Lieferung von Systemen für SARS-CoV-2-Tests zugesagt, die von dem Staatlichen Wissenschaftszentrum für Virologie und Biotechnologie "Vektor" entwickelten worden waren. Mit Hilfe dieser Ausrüstung konnten bereits Armenien, Weißrussland, Kirgisistan und Usbekistan die ersten Ansteckungsfälle in ihren Ländern bestätigen. Außerhalb des postsowjetischen Raums sollten derartige Testsysteme in den Iran, in die Mongolei und nach Nordkorea geliefert werden. Erörtert wurden auch Lieferungen nach Serbien, Ägypten und Venezuela.

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