Europa

Hat Russland den Donbass okkupiert? Was die Donezker dazu sagen (Video)

Der Konflikt um die abtrünnige Region in der Ostukraine – die selbst ernannten Donbass-Volksrepubliken – ist seit fünf Jahren festgefahren: Die Ukraine erkennt die lokalen Behörden nicht an und bezichtigt Russland der "Okkupation", was auch in Deutschland oft verbreitet wird.
Hat Russland den Donbass okkupiert? Was die Donezker dazu sagen (Video)Quelle: Sputnik

Seit Januar 2018 gelten die von der ukrainischen Regierung nicht kontrollierten Gebiete um die Großstädte Donezk und Lugansk per Gesetz als "von Russland besetzt". Die örtlichen Offiziellen gelten daher als "Handlanger der Aggressoren". Diese Sichtweise blockiert zweifellos den Friedensprozess.

Eine OSZE-Mission hat trotz ihrer umfangreichen Präsenz in der Region keine stichhaltigen Belege für die von der Ukraine behauptete Anwesenheit russischen "Besatzungstruppen" vorgelegt. Daher sollte auch in der EU das zitierte ukrainische Gesetz zumindest als "umstritten" angesehen werden. Dennoch wird die offizielle ukrainische Sichtweise in den deutschen Medien verbreitet und seitens vieler Politiker in Deutschland wohlwollend vertreten.

Es könne sein, dass es sich um eine schleichende Besatzung handelt, um eine unterschwellige Annexion, wurde auch in Deutschland schon desöfteren berichtet. In der Tat: Russland unterstützt seit langem die Volksrepubliken nicht nur moralisch. Denn um die Nichtvesorgung seitens der Ukraine zu lindern, leistet Russland dort Hilfe, nicht nur bei den ausgebliebenen Rentenzahlungen. Der Russische Rubel hat sich daher auch als Zahlungsmittel etabliert.

Nur sind das keine Anzeichen von Annexion, sondern vielmehr die Konsequenzen der als erstes seitens der Ukraine verhängten wirtschaftlichen Blockade als Zeichen ihrer Politik der Abschottung dieser Regionen. Schätzungsweise 8.000 bis 9.000 Menschen sind in den "Volksrepubliken" infolge des Einsatzes ukrainischer Kriegswaffen gegen diese Gebiete ums Leben gekommen, Millionen von Menschen sind geflohen.

In der Ukraine wird das Ausharren der verbliebenen Donbass-Bewohner mit der bedauernswerten Anfälligkeit für die "Gehirnwäsche" seitens des russischen Fernsehens erklärt. Dabei wird gern außer Acht gelassen, dass in der Region die ukrainischen Medien – darunter Fernsehen im Kabelnetz – weiterhin zugänglich sind, dagegen russische Medien und soziale Netzwerke in der Ukraine sogar offiziell verboten sind.

In diesem Kampf um die Meinungen ist es wichtig, vor allem den Betroffenen selbst eine Stimme zu geben: "Gibt es eine Okkupation und wenn ja, wie fühlt sie sich an?" Mit dieser Frage ist ein von RT Deutsch beauftragtes Team in Donezk auf die Straße gegangen.

Mehr zum Thema - Interview mit Ex-Rebellen in Donezk: Fühlen uns von Russland verraten

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Liebe Leser und Kommentatoren,

wir schätzen die Möglichkeit sehr, Ihnen mit der Kommentarfunktion eine Plattform zum gegenseitigen Austausch bieten zu können. Leider müssen wir diese Möglichkeit vorübergehend einschränken, bis effektive Mittel und Wege gefunden sind sicherzustellen, dass dieses Kommunikationsmittel nicht missbraucht wird.

Das Kommentieren auf unserer Website soll für alle so sicher und so wenig einschränkend wie möglich sein, bei alledem jedoch Hass, Hetze und Beleidigungen konsequent ausschließen.

Ihr RT DE-Team