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Kiew: "Russland gab Schiffe ruiniert und ohne Toiletten zurück" - Videobeweis widerlegt Behauptung

Kiew behauptet, Russland habe die festgesetzten Schiffe "ruiniert" zurückgegeben und selbst alltägliche Dinge wie Lampen und Toiletten entfernt. Der FSB reagierte darauf mit einem Video, in dem gezeigt wurde, dass die Schiffe alles andere als "ruiniert" sind.
Kiew: "Russland gab Schiffe ruiniert und ohne Toiletten zurück" - Videobeweis widerlegt Behauptung© FSB Pressedienst

Kiew kritisierte jüngst den Zustand seiner drei Kriegsschiffe, der Kanonenboote "Berdjansk" und "Nikopol" sowie des Schleppers "Jany Kapu", und sorgte damit für große Schlagzeilen in der westlichen Mainstream-Presse. Diese wurden Ende November 2018 nach dem Zwischenfall in der Straße von Kertsch vom russischen Grenzschutz beschlagnahmt und am Mittwoch dieser Woche an die Ukraine zurückgegeben.

"Sie können nicht selbstständig fahren. Die Russen haben sie ruiniert – sie haben sogar Lampen, Steckdosen und Toiletten demontiert", beklagte Igor Worontschenko, der Kommandeur der ukrainischen Marine. "Wir werden der ganzen Welt den barbarischen Umgang der Russen mit den Schiffen zeigen."

Diese Behauptungen ließ der russische Geheimdienst FSB, zu dem die Küstenwache gehört, nicht unbeantwortet. Am Donnerstag wurde ein Video veröffentlicht, das die Schiffe zumindest vor der Übergabe unbeschädigt zeigt.

Die Aufnahmen sowohl von außen als auch von innen waren detailliert und zeigten das Hauptdeck und die Brücke, die intakt zu sein scheinen.

Die Kamera filmte dann unter Deck und zeigte Mannschaftsabteile und eine Küche. Alles sah sauber und intakt aus, und auch die Toilette war noch da.

Die Kanonenboote und der Schlepper wurden an einem von Russland und der Ukraine vereinbarten Ort übergeben. Die Schiffe trafen am späten Abend im Hafen von Odessa ein. An einer Begrüßungszeremonie zu diesem Anlass nahm der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij teil. Auch er bezeichnete den Zustand der Schiffe als schlecht, ging aber im Gegensatz zum Marinebefehlshaber nicht auf Details ein.

Die Rückkehr der Schiffe erfolgt drei Tage, nachdem bekannt wurde, dass der russische Präsident Wladimir Putin seinen ukrainischen Amtskollegen Anfang Dezember in Paris zum ersten Mal treffen soll.

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