Europa

Geldmangel für Arbeitsvermittlung: Schwedische Arbeitsagentur entlässt 1.800 Angestellte

Aufgrund von Budgetproblemen werden 1.800 Angestellte der schwedischen Arbeitsagentur entlassen, 1.100 Angestellte haben bereits freiwillig gekündigt. Derzeit wird diskutiert, welche Agenturen die Schließung betrifft. Die Einkommensungleichheit in Schweden ist gewachsen.
Geldmangel für Arbeitsvermittlung: Schwedische Arbeitsagentur entlässt 1.800 AngestellteQuelle: Reuters © Bertil Ericson/TT News Agency

Zunächst war die Rede von 4.500 Kündigungen seitens der schwedischen Arbeitsmarktbehörde Arbetsförmedlingen. Fredrik Andersson, Leiter der Union ST, gegenüber der schwedischen Nachrichtenagentur TT

Es wäre offensichtlich viel schlimmer, wenn 4.500 Menschen hätten gekündigt werden müssen. Es ist aber eine sehr schwierige Situation. Viele Leute haben (dort) jahrelang gearbeitet und werden nun entlassen – und dies ist sehr tragisch für sie. 

Am Mittwoch erhielten 1.600 Angestellte ihren Kündigungsbescheid, 200 weitere werden diesen in den nächsten Tagen erhalten. 

Derzeit wird diskutiert, welche Arbeitsvermittlungsagenturen in Schweden schließen müssen, um Geld zu sparen. Es könnte sich um bis zu 132 von 242 Standorten handeln, welche in diesem und im kommenden Jahr geschlossen werden. Auch die Öffnungszeiten werden "angepasst". Fehlende persönliche Beratungen sollen durch Videos und Online-Chats ausgeglichen werden. Von den verbleibenden Standorten werden 28 nur für vorbestellte Besuche zugänglich sein.

Die Arbeitslosenquote liegt in Schweden bei rund 6,7 Prozent (Stand: April 2019). Seit den 90er-Jahren stieg die Einkommensungleichheit in Schweden an. Zwischen den Jahren 1985 und 2010 wuchs die Ungleichheit der Einkommen in Schweden im OECD-Vergleich am stärksten. 

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