Europa

Hausbesuche auf US-Stützpunkten in Europa: Schimmel, Ratten und andere Probleme

Im kommenden Monat durchkämmen Kontrolleure die Wohnungen von US-Militärs, die in Europa stationiert sind. Sie wollen sich ein Bild über den Zustand der Behausungen machen. Einem Bericht von Reuters zufolge sind viele Wohnungen veraltet und gefährden den Nachwuchs der Soldaten.
Hausbesuche auf US-Stützpunkten in Europa: Schimmel, Ratten und andere ProblemeQuelle: www.globallookpress.com © J.L. Sousa

Im letzten August veröffentlichte Reuters einen Bericht über die schlechten Zustände der Wohnungen für US-Militärs in den USA. Die Privatisierungen der Wohnungen für die Militärangestellten und deren Familien führten zu Vergiftungen der Kinder. Dort wurde von einem Jungen berichtet, dessen Krankheitssymptome lange falsch diagnostiziert wurden, wobei sich erst spät herausstellte, dass er zu viel Blei in seinem Blut hatte – durch den Anstrich der Wohnung auf dem Stützpunkt in Georgia, in der die Familie wohnte. 

Jetzt werden die Unterbringungen der US-Soldatinnen und Soldaten und ihrer Angehörigen in Deutschland und Italien näher untersucht. Die Bewohner werden nach Schimmel, Ratten und anderen Problemen befragt, die gesundheitsschädlich sein könnten. 

Auf dem US-Stützpunkt Kaiserslautern wurde an diesem Donnerstag mit den Kontrollen der Wohnungen begonnen. Dabei werden den Bewohnern drei Fragen gestellt: 

Sind Sie mit der Gesundheit und Sicherheit Ihres Zuhauses zufrieden? Haben Sie irgendwelche Arbeitsanfragen bezüglich der Gesundheit und Sicherheit Ihres Hauses, die ein Wartungsteam nicht zu Ihrer Zufriedenheit beantwortet hat? Haben Sie irgendwelche anderen Gesundheits- oder Sicherheitsbedenken in Bezug auf Ihr Haus? 

Alles Gesundheits- und Sicherheitsrisiken werden in jeder Einheit anhand einer Standard-Checkliste dokumentiert und "alle erforderlichen Sofortmaßnahmen ergriffen, um die Gesundheit und Sicherheit der Familien zu gewährleisten". Auch andere Stützpunkte in Deutschland und Italien werden überprüft. 

Reuters forschte zwei Jahre lang nach und kam zu dem Ergebnis, dass mehr als 3.800 Wohnungen in den USA für die Militärfamilien alarmierende Vergiftungswerte aufwiesen. Die Gesundheit des Nachwuchses in den Behausungen wird jedoch nicht kontrolliert. 

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