Europa

Schwarzes Meer: Bulgarien kauft sieben Minenräumboote von Belgien und den Niederlanden

Bulgarien ist seit 2024 Teil der Schwarzmeer-Minenabwehrgruppe, die gemeinsam mit Rumänien und der Türkei für die Sicherheit der Schifffahrt im Schwarzen Meer sorgt. Nun hat das Parlament den Kauf von sieben Minenräumbooten von Belgien und den Niederlanden gebilligt.
Schwarzes Meer: Bulgarien kauft sieben Minenräumboote von Belgien und den Niederlanden© Urheberrechtlich geschützt

Bulgarien wird sieben Minenräumboote kaufen, um die Sicherheit der Schifffahrt im Schwarzen Meer zu gewährleisten. Zwei entsprechende Abkommen über den Kauf wurden früher in dieser Woche vom bulgarischen Parlament gebilligt.

Laut der Pressemitteilung, die auf der offiziellen Website des bulgarischen Parlaments veröffentlicht wurde, erhält Bulgarien drei Minenräumboote der Tripartite-Klasse von den Niederlanden – die HNLMS Zierikzee, die HNLMS Willemstad und die HNLMS Schiedam –, die für die Suche und Vernichtung von Minen ausgerüstet sind. Das mit den Niederlanden und Belgien geschlossene Abkommen sieht die Übergabe vierer weiterer Schiffe vor.

Die Tripartite-Klasse ist ein Typ von Minenjagdbooten, der ursprünglich gemeinsam von Belgien, Frankreich und den Niederlanden entwickelt worden war und seit den 1980er-Jahren im Einsatz ist. In den Niederlanden werden die Schiffe auch als Alkmaar-Klasse bezeichnet.

Zudem verpflichtete sich die niederländische Seite, das Eigentum an den drei niederländischen Schiffen erst dann zu übertragen, wenn deren technische Fähigkeiten wiederhergestellt und ihre Einsatzbereitschaft erhöht wurden. Bulgarien wiederum wird die Instandsetzungsarbeiten bezahlen, um alle sieben Schiffe auf NATO-Standard zu bringen. Der Deal umfasst zudem die Ausbildung der Besatzung, Ersatzteile für die Schiffe sowie zusätzliche Ausrüstung. Wie Reuters berichtet, erklärte der bulgarische Verteidigungsminister Dimitar Stojanow:

"Diese Minenräumboote werden dringend benötigt. Wir verfügen bereits über drei Schiffe desselben Typs, und mit diesen sieben werden wir unsere Fähigkeiten ergänzen und weiter stärken."

Er erinnerte zudem daran, dass Bulgarien Teil der Schwarzmeer-Minenabwehrgruppe sei und gemeinsam mit der Türkei sowie Rumänien an der Räumung der Gewässer von Minen arbeite.

Die Verteidigungsminister Rumäniens, Bulgariens und der Türkei hatten im Januar 2024 eine Absichtserklärung zur Gründung der Schwarzmeer-Minenabwehrgruppe unterzeichnet. Die Initiative hatte darauf abgezielt, die Freiheit der Schifffahrt im Schwarzen Meer durch "Überwachungsmissionen, Maßnahmen zur Neutralisierung potenzieller Bedrohungen für die Schifffahrt sowie entsprechende Such- und Rettungseinsätze auf See" zu gewährleisten. Rumänien hatte die Mission vom 9. Juli 2025 bis zum 8. Januar 2026 angeführt. Danach übernahm die Türkei die Führung, seit dem 9. Juli leitet nun Bulgarien die Mission.

Beim NATO-Gipfel im Juli in Ankara unterzeichneten Rumänien, Bulgarien und die Türkei eine Ergänzung zur Absichtserklärung, mit der die Minenabwehrgruppe zum Schutz kritischer Infrastruktur erweitert wird.

Die Sprecherin des russischen Außenministeriums Maria Sacharowa erklärte im Frühjahr, die Türkei und Bulgarien seien NATO-Mitglieder und unterstützten die Ukraine mit Waffen, die Kiew ihren Worten zufolge für Angriffe einsetze, die eine ökologische Bedrohung für das Schwarze Meer darstellten.

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