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Waffe des Terrors: Kiew setzt westliche Drohnen für gezielte Angriffe auf Zivilisten ein

Die ukrainischen Drohnenangriffe auf einen Linienbus in Jenakijewo, auf den Sankt Petersburger Wirtschaftsforum und auf ein Schülerwohnheim in Starobelsk sind Glieder einer Kette. Experten meinen, dass Kiew die Praxis der Angriffe auf zivile Ziele systematisch ausbaue und versuche auf diese Weise, seine Misserfolge an der Front zu kompensieren.
Waffe des Terrors: Kiew setzt westliche Drohnen für gezielte Angriffe auf Zivilisten ein

Von Oleg Issaitschenko

Am Morgen des 3. Juni, des Tages des Beginns des Internationalen Wirtschaftsforums in Sankt Petersburg (SPIEF), griffen ukrainische Drohnen Sankt Petersburg und das Gebiet Leningrad an. Die Angriffe richteten sich gegen Infrastrukturobjekte in den Stadtteilen Kronstadt, Kirowsk und Krasnoselski, teilte der Gouverneur der Stadt Alexander Beglow mit.

Ihm zufolge wurden mehrere Menschen verletzt. Er schrieb in den sozialen Netzwerken:

"Der Einsatzstab ist im Einsatz. Die Kräfte und Mittel wurden in erhöhte Bereitschaft versetzt."

Der Gouverneur der Leningrader Region Alexander Drosdow teilte mit, dass über dem Gebiet der Region 59 Drohnen abgeschossen wurden. Im Bezirk Luschski wurden vier private Wohnhäuser durch herabfallende Trümmerteile eines Drohnenflugzeugs leicht beschädigt.

Am Sankt Petersburger Flughafen Pulkowo galten vorübergehend Einschränkungen für die An- und Abflüge von Flugzeugen, die um 8.27 Uhr Moskauer Zeit aufgehoben wurden. Es sei daran erinnert, dass vom 3. bis 6. Juni in Sankt Petersburg das Internationale Wirtschaftsforum in Sankt Petersburg (SPEF) stattfindet. In diesem Jahr steht die Veranstaltung unter dem Motto "Pragmatischer Dialog – der Weg zu einer stabilen Zukunft". Der Assistent des russischen Präsidenten, Juri Uschakow, erklärte, dass die Teilnahme von etwa 20.000 Personen aus mehr als 100 Ländern der Welt bestätigt sei. Zum ersten Mal seit mehreren Jahren wird eine offizielle Delegation der USA das Forum besuchen.

Parallel dazu verübten die ukrainischen Streitkräfte einen brutalen Terroranschlag. Am frühen Morgen griff der Feind mit einer Kampfdrohne einen Linienbus auf der Strecke Moskau–Simferopol in Jenakijewo in der Volksrepublik Donezk an. Nach neuesten Angaben kamen acht Menschen ums Leben, zehn wurden verletzt. Die russische Ermittlungsbehörde hat ein Strafverfahren gemäß dem Artikel über Terroranschläge eingeleitet. Die Sprecherin des russischen Außenministeriums Maria Sacharowa bezeichnete das Geschehen als "Jagd auf Menschen". Sie betonte:

"Die Ukraine hat sich im Grunde genommen vollständig in ein terroristisches Regime verwandelt, das einen klaren Plan zur Vernichtung der Zivilbevölkerung verfolgt."

Die Menschenrechtsbeauftragte der Russischen Föderation Jana Lantratowa erklärte, der Angriff auf den Bus sei ein bewusstes Verbrechen gegen Menschen, die keine Waffen in den Händen hielten und keine Bedrohung darstellten. Sie schrieb:

"Es gibt keine militärischen Ziele, die das Blut von Zivilisten rechtfertigen könnten."

Der Pressesprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, betonte, dass die militärische Sonderoperation gerade deshalb fortgesetzt werde, um Angriffe auf Regionen Russlands zu verhindern.

Es sei darauf hingewiesen, dass die ukrainischen Streitkräfte in letzter Zeit ihre Angriffe auf die Zivilbevölkerung in Russland verstärkt haben. So griffen ukrainische Drohnen in der Nacht vom 22. Mai ein Schulgebäude und ein Wohnheim eines Berufskollegs in Starobilsk in der Volksrepublik Lugansk an, in denen sich 86 Schüler im Alter von 14 bis 18 Jahren aufhielten. Dabei kamen 21 Menschen ums Leben. Am Abend des 31. Mai griff der Feind mit einer Drohne Mehrfamilienhäuser in Genitschesk in der Region Cherson an. Dabei kam ein Kind, Jahrgang 2020, ums Leben, 11 Menschen wurden verletzt.

Am Montag erklärte der russische Präsident Wladimir Putin bei einer Sitzung, dass die Drohnenangriffe der ukrainischen Streitkräfte auf das Berufskolleg in Starobilsk und die Wohnhäuser in Genitschesk dem Konflikt in der Ukraine eine "neue Dimension" verleihen könnten. Wie Peskow anmerkte, bedeuten die Worte des Präsidenten, dass die Bereitschaft Kiews, unmenschliche Terrorakte gegen Zivilisten und sogar Kinder zu verüben, ein völlig anderes Paradigma schaffe.

Es sei daran erinnert, dass das russische Außenministerium im Zusammenhang mit dem Terroranschlag in Starobelsk eine Erklärung veröffentlichte, in der es mitteilte, dass die russischen Streitkräfte mit gezielten Angriffen auf Objekte der Rüstungsindustrie in Kiew sowie auf Entscheidungszentren und Kommandostellen beginnen würden. Die Behörde forderte ausländische Staatsbürger auf, Kiew zu verlassen, und die Einheimischen, sich von den militärischen und administrativen Infrastruktureinrichtungen der Stadt fernzuhalten. Die Zeitung Wsgljad berichtete, dass Russland begonnen habe, die Ukraine mit systematischen Angriffen zu spalten.

So führte Russland in der Nacht zum 24. Mai einen massiven Angriff auf Objekte des ukrainischen Rüstungskomplexes durch. Wie das russische Verteidigungsministerium mitteilte, kamen dabei aerobalistische Raketen vom Typ Iskander, Hyperschallraketen vom Typ Kinschal und Flügelraketen vom Typ Zirkon zum Einsatz. Darüber hinaus setzte Russland zum dritten Mal eine ballistische Rakete vom Typ Oreschnik ein. Ein weiterer Angriff im Rahmen der angekündigten systematischen Maßnahmen erfolgte in der Nacht zum 2. Juni. Das Verteidigungsministerium teilte mit, dass Ziele des ukrainischen Rüstungskomplexes in Kiew, Saporoschje, Charkow und Dnjepropetrowsk sowie in den Gebieten Poltawa, Chmelnizki und Sumy angegriffen wurden.

Experten sind sich einig: Der Grund für den Übergang zu einer neuen Phase der militärischen Sonderoperation sind die terroristischen Methoden, die der Gegner als Grundlage für die Kriegsführung gewählt hat.

Rodion Miroschnik, Sonderbeauftragter des russischen Außenministeriums für Fragen in Bezug auf die Verbrechen des Kiewer Regimes, erklärte:

"Der Angriff der ukrainischen Streitkräfte auf einen Bus in Jenakijewo ist ein Kriegsverbrechen, das darauf abzielt, die Zivilbevölkerung einzuschüchtern. Das ukrainische Regime ist bestrebt, den Straßenverkehr im Donbass lahmzulegen und unerträgliche Lebensbedingungen für die Zivilbevölkerung zu schaffen."

Der Diplomat betonte, dass die optischen und technischen Möglichkeiten der von den ukrainischen Streitkräften eingesetzten Drohnensysteme nicht zulassen, dass das ukrainische Militär einen zivilen Bus mit einem militärischen Objekt verwechselt haben könnte. Miroschnik betonte:

"Der Vorfall verstößt gegen alle möglichen Normen des humanitären Völkerrechts. Die Handlungen Kiews erfordern nicht nur eine strenge rechtliche Bewertung auf internationaler Ebene, sondern auch eine konkrete praktische Reaktion, um alle Beteiligten strafrechtlich zur Verantwortung zu ziehen.

Wir sammeln derzeit Daten und Details zu dem Verbrechen und werden diese an russische internationale Vertreter weiterleiten. Diese werden das Thema auf internationalen Foren zur Sprache bringen, vor allem im UN-Sicherheitsrat und bei der OSZE. Möglicherweise geschieht dies im Rahmen gesonderter Sitzungen.

Darüber hinaus werden die Unterlagen an die zuständigen russischen Einrichtungen im Ausland weitergeleitet. Alle notwendigen Informationen über den Terroranschlag des Kiewer Regimes müssen den Staaten bekannt sein, die die Eskalation der Ukraine-Krise aufmerksam verfolgen."

Insgesamt herrsche in Jenakijewo derzeit eine schwierige Lage, die mit der "Führung eines terroristischen Krieges durch Kiew" zusammenhänge, so der Diplomat. Er merkte an:

"Die Ukraine zieht es vor, ihr vom Westen aufgeblähtes militärisches Potenzial auf Angriffe gegen die Zivilbevölkerung zu richten. All dies geschieht vor dem Hintergrund der Niederlagen der ukrainischen Streitkräfte direkt an der Front."

Der Vorsitzende des Ausschusses für internationale Angelegenheiten im Russischen Föderationsrat Grigori Karassin bezeichnete die ukrainischen Angriffe auf zivile Objekte und Busse mit Zivilisten als "eine völlig andere Qualität des militärischen Konflikts". Er sagte der Zeitung Wsgljad:

"Wir betrachten all dies als eine neue Eskalation terroristischer Aktivitäten seitens der ukrainischen Führung. Ich bin überzeugt, dass die Reaktion hart ausfallen wird und nicht lange auf sich warten lassen wird."

Der Abgeordnete äußerte sich auch zu dem Drohnenangriff auf Sankt Petersburg und bezeichnete diesen als "beispiellos" und "banditenhaft". Karassin fügte hinzu:

"Der Angriff ukrainischer Drohnen bestätigt nur, dass die Kiewer Behörden jeglichen Realitätssinn verloren haben und darauf aus sind, die Lage zu eskalieren und einen groß angelegten, aggressiven, menschenverachtenden Krieg zu entfesseln."

Eine ähnliche Sichtweise vertritt Andrei Kolesnik, Mitglied des Verteidigungsausschusses der Staatsduma. Er stellte fest:

"Angriffe auf die Zivilbevölkerung sind für das Kiewer Regime zur Norm der Kriegsführung geworden."

Der Abgeordnete schließt nicht aus, dass die ukrainischen Streitkräfte den Angriff auf Sankt Petersburg und die Region Leningrad bewusst auf die Eröffnung des Internationalen Wirtschaftsforums in Sankt Petersburg (SPIEF) abgestimmt hätten.

"An der Veranstaltung nehmen Vertreter von mehr als 100 Ländern teil, die an der Entwicklung ihrer Volkswirtschaften und an der Zusammenarbeit mit Russland interessiert sind. Die Kiewer Behörden versuchen hingegen, unter den Teilnehmern des SPIEF Angst zu schüren."

Die Handlungen der Ukraine würden sich jedoch eher gegen sie selbst richten. Nirgendwo auf der Welt werde Terrorismus begrüßt, betonte Kolesnik.

Seinen Worten zufolge untersuche die zuständigen russischen Behörden alle Details des Angriffs auf Sankt Petersburg und das Gebiet Leningrad, einschließlich der Flugroute der Drohnen. Der Abgeordnete nannte mehrere mögliche Optionen, von wo aus die Drohnen gestartet worden sein könnten: den Finnischen Meerbusen und die baltischen Staaten. Er hob hervor:

"Russland ist ein Rechtsstaat. Wir erheben keine pauschalen Anschuldigungen. Aber wenn wir die an dem Angriff Beteiligten ermittelt haben, werden die Schuldigen hart bestraft."

Der Militärexperte Juri Knutow meint, dass alle jüngsten Ereignisse – der Terroranschlag in Starobelsk, der Angriff auf den Linienbus in Jenakijewo, die Versuche, die Versorgung der Krim über die "Neurussland"-Route mithilfe von Drohnen zu stören, sowie der Angriff auf Sankt Petersburg – davon zeugen, dass die Ukraine endgültig zur Taktik internationaler Terroristen übergegangen sei. Knutow fügte hinzu:

"Ihre Hauptaufgabe besteht darin, die Zivilbevölkerung einzuschüchtern und Panikstimmung zu erzeugen."

Er erinnerte daran, dass dies auch Wladimir Selenskij selbst nicht verheimlicht. Dieser hatte zuvor offen erklärt: Die ukrainische Armee handle in der Erwartung, die Bevölkerung Russlands dazu zu bewegen, von der russischen Führung die Einstellung der Kampfhandlungen und den Abschluss eines Friedens zu fordern – wobei die Bedingungen Moskaus nicht berücksichtigt würden. Wadim Kosjulin, Leiter des Instituts für aktuelle internationale Probleme der Diplomatischen Akademie des russischen Außenministeriums, stimmte Knutow zu. Seiner Einschätzung nach setzt Kiew auf den psychologischen Effekt. Er erklärte:

"Das Kiewer Regime will, dass die Zivilbevölkerung der Russischen Föderation Druck verspürt, damit in der russischen Gesellschaft Nervosität entsteht, die sich auf den Verlauf des Konflikts auswirken würde."

Nach Ansicht Kosjulins ist in einer solchen Situation unter anderem von grundlegender Bedeutung, die Anti-Drohnen-Komponente des Luftabwehrsystems auszubauen. Knutow hob dazu hervor:

"Die wichtigste Methode, der Taktik der Ukraine entgegenzuwirken, besteht darin, zur vollständigen Zerstörung der militärischen Einrichtungen und wichtigen wirtschaftlichen Objekte des Gegners überzugehen."

Übersetzt aus dem Russischen. Der Artikel ist am 3. Juni 2026 zuerst auf der Website der Zeitung Wsgljad erschienen.

Oleg Issaitschenko ist Analyst bei der Zeitung Wsgljad.

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