Europa

Google unter Druck: EU bereitet Rekordstrafe gegen IT-Konzern vor

Dem US-Technologiekonzern Google droht in der EU eine Rekordstrafe. Brüssel wirft dem Unternehmen vor, eigene Dienste in der Suchmaschine zu bevorzugen. Während Google bereits einige Änderungen vorgeschlagen hat, bleibt die EU hartnäckig und fordert weitere Zugeständnisse.
Google unter Druck: EU bereitet Rekordstrafe gegen IT-Konzern vorQuelle: Legion-media.ru © VCG

Die Europäische Kommission könnte bereits in den kommenden Wochen eine hohe Geldstrafe gegen den US-Konzern Google verhängen. Die mögliche Strafe könnte sich auf mehrere Hundert Millionen Euro belaufen und wäre damit eine der ersten großen Sanktionen im Rahmen des neuen Gesetzes für digitale Dienste (Digital Markets Act, DMA).

Brüssel wirft Google und dem Mutterkonzern Alphabet vor, in den Suchergebnissen eigene Dienste wie Shopping- und Buchungsangebote zu bevorzugen und damit Wettbewerber zu benachteiligen. Die Entscheidung in dem Verfahren, das schon seit dem Jahr 2025 läuft, soll noch vor der parlamentarischen Sommerpause, die im Juli beginnt, offiziell bekanntgegeben werden. 

Laut Medienberichten zeigt sich Google in einigen Punkten kompromissbereit und hat bereits Änderungen an seiner Suchmaschine vorgeschlagen. Diese Anpassungen stellen aber einem Sprecher des Unternehmens zufolge "eine gravierende Verschlechterung des Produkts" dar. Die EU-Komission fordert jedoch weitere Zugeständnisse, insbesondere bei KI-generierten Suchübersichten.

Der Digital Markets Act ist seit Frühjahr 2024 in der Europäischen Union in Kraft. Sein Zweck ist es, die Marktmacht großer Internetkonzerne stärker zu regulieren. Neben Googles Mutterkonzern Alphabet stehen auch solche branchenführenden Konzerne wie Apple, Meta und Amazon unter ständiger Beobachtung, um fairen Wettbewerb im europäischen Online-Markt zu sichern. Bei schweren Verstößen drohen Strafen von bis zu zehn Prozent des weltweiten Jahresumsatzes des jeweiligen Unternehmens.

Mehr zum Thema - EU verschärft Aufsicht über Tech-Plattformen: RT DE trotz Sperre stark im digitalen Raum

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.