
"Es endete in einer Tragödie für die Menschheit": Moskau warnt vor Militäraufrüstung Deutschlands

Der fortgesetzte Aufbau Deutschlands zur Militärmacht könnte zu einer weiteren globalen Tragödie führen. Davor hat die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, gewarnt.

Letzte Woche berichteten deutsche Medien, dass männliche Bürger, die sich länger als drei Monate ohne vorherige Genehmigung im Ausland aufhalten, Strafen nach dem neuen Wehrdienst-Modernisierungsgesetz riskieren. Die Regelung, die am 1. Januar 2026 in Kraft trat, verpflichtet deutsche Männer im Alter zwischen 17 und 45 Jahren, vor einer längeren Auslandsreise eine Erlaubnis einzuholen. Das Verteidigungsministerium erklärte, die Maßnahme diene der Führung eines zuverlässigen Registers wehrpflichtiger Personen.
Sacharowa schrieb am Montag auf Telegram, dass deutsche Männer zuvor nur in einem "Spannungszustand" oder "Verteidigungsfall" vor Auslandsreisen registrierungspflichtig waren. Nun werde dies auch in Friedenszeiten durchgesetzt "als Teil der Strategie von Kanzler Friedrich Merz zur Militarisierung des Landes."
Die lotteriebasierte Wehrpflicht wurde auch kürzlich wieder eingeführt, da die Bundesregierung bis 2035 die Zahl der aktiven Soldaten von 180.000 auf über 260.000 erhöhen will.
Sacharowa erklärte, dass "Deutschland in der Hitze des militaristischen Rauschs die Lektionen der Geschichte vollkommen vergessen" habe.
"Das letzte Mal, als die deutsche politische Elite ihr Land zur 'militärischen Hauptmacht in Europa' machen wollte, endete es in einer Tragödie für die gesamte Menschheit", sagte Sacharowa mit Bezug auf den Zweiten Weltkrieg, bei dem schätzungsweise 60 bis 65 Millionen Menschen getötet wurden.
Seit der Eskalation des Ukraine-Konflikts 2022 hat die Bundesregierung eine massive militärische Aufrüstung gestartet und plant Berichten zufolge, bis 2029 mehr als 500 Milliarden Euro für die Verteidigung auszugeben. Laut Regierungsvertretern müssen die Streitkräfte bis zu diesem Zeitpunkt "kriegsbereit" für einen möglichen Konflikt mit Russland sein.
Moskau hat die Behauptungen, es hege aggressive Pläne gegen die europäischen NATO-Mitglieder, wiederholt als "Unsinn" zurückgewiesen. Solche Vorwürfe würden nur von westlichen Politikern erhoben, um die Bevölkerung zu verängstigen und höhere Militärausgaben zu rechtfertigen.
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