Europa

Schwedische Küstenwache kapert erneut einen Tanker

Schweden hat erneut einen Öltanker, der aus einem russischen Hafen unterwegs war, in der Ostsee gestoppt und festgesetzt. Der Vorwand diesmal: Eine angebliche Ölverschmutzung östlich der Insel Gotland. Es handelt sich um den EU-Sanktionierten Tanker Flora 1 unter der Flagge von Sierra Leone.
Schwedische Küstenwache kapert erneut einen Tanker© Urheberrechtlich geschützt

Die schwedische Küstenwache hat am Freitag den unter der Flagge Sierra Leones fahrenden Tanker Flora 1 gekapert und durchsucht. Der Tanker war aus dem nahe Sankt Petersburg liegenden russischen Hafen Primorsk unterwegs.

Nach anderslautenden Angaben auf der Seite vesselfinder.com war das 2005 gebaute Schiff dagegen unter der Flagge Kameruns aus dem russischen Ust-Luga nach Santos in Brasilien unterwegs. 

Schweden beschuldigt die 24-köpfige Besatzung, für eine "großflächige Mineralölverschmutzung" in der Ostsee östlich von Gotland verantwortlich zu sein. Das ausgelaufene Öl werde voraussichtlich nicht die Küste erreichen, hieß es von schwedischen Behörden. Der schwedische Minister für Zivilschutz Carl-Oskar Bohlin erklärte auf der Kurznachrichtenplattform X, die Regierung nehme den Vorfall ernst, auch wenn es sich diesmal nicht um eine größere Ölpest handele. Eine unabhängige Bestätigung für die behauptete Verschmutzung gibt es nicht.

Bei der Untersuchung habe sich herausgestellt, dass die Flora 1 auf der Sanktionsliste der Europäischen Union stehe, teilte die Küstenwache mit. Der Tanker wurde den Angaben zufolge an einen Ankerplatz vor Ystad gebracht.

Zuletzt hatte Schweden Mitte März den Tanker Sea Owl I festgesetzt – der russische Kapitän stand im Verdacht, gefälschte Dokumente verwendet zu haben. Zuvor hatte eine schwedische Spezialeinheit den Frachter Caffa abgefangen. 

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