
Ungarn macht Ernst: Gaslieferungen an die Ukraine eingestellt
In einer auf Facebook veröffentlichten Videobotschaft sagte der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán:
"Um die sichere Energieversorgung Ungarns zu gewährleisten, sind nun weitere Maßnahmen erforderlich. Aus diesem Grund werden wir die Gaslieferungen in die Ukraine schrittweise einstellen und die dadurch bei uns verbleibenden Gasmengen im Inland speichern."
Der Grund für diese Entscheidung bestehe laut Orbán darin, dass die Energieflüsse in der Region weniger berechenbar geworden seien. Deswegen sei die Bedeutung der eigenen Reserven gestiegen. Weiter betonte der Politiker:
"Da die Ukraine auch die südliche Gasleitung angreift, über die Ungarn versorgt wird, müssen wir Reserven auffüllen. Deshalb füllen wir nun statt der ukrainischen die ungarischen Gasspeicher auf."
Orbán fügte hinzu, dass die Ukraine so lange kein Gas aus Ungarn erhalten werde, bis Kiew wieder Öl liefere. Budapest werde Ungarns Energiesicherheit schützen. Außerdem plane die Regierung, die Benzinpreise stabil zu halten und die reduzierten Gastarife beizubehalten.

Ende Januar stellte die Ukraine die Öllieferungen über die Druschba-Pipeline nach Ungarn und in die Slowakei ein und begründete die Entscheidung damit, dass die Pipeline infolge russischer Angriffe beschädigt worden sei.
Nach Angaben des ukrainischen Unternehmens ExPro Consulting importierte die Ukraine im vergangenen Jahr mehr als 2,9 Milliarden Kubikmeter Gas aus Ungarn, was 45 Prozent der gesamten Gasimporte entspricht. Aus diesem Grund handelte es sich dabei um eine der wichtigsten Gasimportrouten der Ukraine. Im Januar 2026 ist Ungarns Anteil auf 38 Prozent (266 Millionen Kubikmeter) gesunken. Dies ist auf mehr Importe aus Polen zurückzuführen: Aus Polen stammte mehr als die Hälfte der gesamten Gasimporte.
Mehr zum Thema – Bericht: Kiew verweigert EU-Experten weiterhin Zugang zur Druschba-Pipeline
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