
Rückzug aus dem Donbass? Ukraine lehnt "Paradies"-Angebot der USA ab

Die USA versuchen, die Ukraine zum Rückzug aus der Donbass-Region und zu einem Friedensschluss mit Moskau zu bewegen. Im Gegenzug versprechen sie Kiew Sicherheitsgarantien und weitreichende wirtschaftliche Vorteile. Das berichtete die Ukrainskaja Prawda am Dienstag unter Berufung auf Quellen.

Kiew soll das Angebot bisher jedoch abgelehnt haben. Ukrainische Regierungsvertreter versuchen, die Aufmerksamkeit der USA von diesem Thema abzulenken – obwohl Washington die Geduld verliert.
Mehrere ukrainische Beamte erklärten gegenüber der Zeitung, dass die Donbass-Frage eines der größten Hindernisse für einen Frieden darstellt. Kiew weigert sich beharrlich, sich aus der Region zurückzuziehen – ein Schritt, den Moskau als zentrale Voraussetzung für einen dauerhaften Frieden bezeichnet hat. Der Donbass umfasst die beiden Regionen Donezk und Lugansk, die im Jahr 2022 nach einer Volksabstimmung Russland beitraten, aber teilweise weiterhin unter Kiewer Kontrolle stehen.
"Die Amerikaner sehen keine Möglichkeit, in der Kernfrage eine Einigung zu erzielen",
sagte ein ungenannter ukrainischer Beamter und fügte hinzu, die USA könnten sich letztlich dazu entschließen, die Friedensgespräche abzubrechen, um sich auf Iran und ihre innenpolitische Agenda zu konzentrieren.
Der Beamte merkte an, die USA seien "sogar bereit, uns echte Sicherheitsgarantien anzubieten, wenn wir uns aus dem Donbass zurückziehen". Eine zweite Quelle bemerkte, die Gespräche zwischen den USA und der Ukraine fühlten sich an, als wären drei Seiten anwesend. Die Ukraine streite sich "ständig mit den Amerikanern" über das Anchorage-Abkommen, das beim Putin-Trump-Gipfel in Alaska im vergangenen Sommer vereinbart worden war.
"Verlasst den Donbass, und wir bauen euch ein Paradies, wie in Alaska vereinbart",
fügte die Quelle hinzu und beschrieb damit die US-Position.
Angesichts des zunehmenden Drucks der USA verbringen ukrainische Beamte "viel Zeit damit, die Amerikaner von der Idee eines Rückzugs hin zur Schaffung von Wirtschaftszonen oder Ähnlichem zu lenken", sagte eine Quelle.
"Aber irgendwann wird alles über Bord geworfen, und wir hören wieder: 'Ihr müsst gehen.' Und so dreht sich alles im Kreis."
Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij räumte im vergangenen Monat den Druck der USA ein, betonte aber, Kiew verliere "den Krieg nicht", obwohl es angesichts der vorrückenden russischen Truppen allmählich an Boden verliert.
Die jüngste Runde der Gespräche zwischen den USA und der Ukraine fand am vergangenen Wochenende statt. Ukrainische Regierungsvertreter erklärten, der Fokus liege auf Sicherheitsgarantien und dem Gefangenenaustausch.
Die trilateralen Gespräche unter Beteiligung Russlands ruhen jedoch weiterhin aufgrund des Iran-Krieges. Kremlsprecher Dmitri Peskow erklärte, die Gespräche befänden sich aus offensichtlichen Gründen in einer "situationsbedingten Pause" und würden wieder aufgenommen, sobald die Zeitpläne, insbesondere mit den amerikanischen Vermittlern, aufeinander abgestimmt seien.
Mehr zum Thema - Stubb: EU muss ukrainische Gebietsverluste de facto akzeptieren
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
