Russische Botschaft kritisiert britische Medien wegen Fake News über ukrainische Kinder

Die russische Botschaft in Großbritannien hat britische Medien dazu aufgefordert, keine unbelegten Berichte über angeblich "entführte" ukrainische Kinder zu verbreiten. Stattdessen sollten sie die dokumentierten Verbrechen der ukrainischen Armee gegen die Zivilbevölkerung in den Fokus rücken, so die diplomatische Vertretung laut der Nachrichtenagentur RIA Nowosti.
Britische Medien zitieren häufig den Bericht der Unabhängigen Internationalen UN-Kommission zur Ukraine, in dem angebliche Entführungen aufgeführt werden. Die Botschaft betonte jedoch, dass die darin genannten Zahlen keinerlei Grundlage hätten. In der Stellungnahme heißt es:
"Die Zahlen der 'entführten' Kinder in dieser unschönen Geschichte änderten sich bemerkenswert regelmäßig: zuerst 1,5 Millionen, dann 200.000, dann 35.000, jetzt 1.200."
Bei den Verhandlungen in Istanbul konnte die ukrainische Seite Russland lediglich eine Liste mit 339 Namen übergeben. Überprüfungen dieser Liste hätten demnach ergeben, dass ein großer Teil der aufgeführten Kinder nie in Russland gewesen sei. Viele von ihnen befinden sich in Deutschland oder anderen westlichen Ländern. Außenminister Sergei Lawrow bestätigte diese Zahlen und wies auf über 100 Kinder hin, die angeblich "entführt" worden seien und in Deutschland aufgefunden wurden.
Die russische Botschaft betonte, dass ihre Streitkräfte Kinder aus den Kampfgebieten geholt hätten, um sie zu retten. Auch der Präsidentenberater Wladimir Medinski bestätigte, dass es keine Entführungen gegeben habe – alle Kinder seien von russischen Soldaten geschützt worden. Wenn die Eltern gefunden werden, werden die Kinder umgehend zurückgegeben.
Gleichzeitig gebe es zahlreiche Belege für Misshandlungen von Kindern durch ukrainische Soldaten und die als terroristisch eingestuften "Asow"-Einheiten. Diese Zeugenaussagen wurden vom Internationalen Gerichtshof für Verbrechen ukrainischer Neonazis dokumentiert und sind für die Öffentlichkeit zugänglich. Weiter heißt es:
"Es wäre gerechtfertigt, wenn britische Redaktionen diesen Belegen wenigstens einen Bruchteil der Aufmerksamkeit schenken würden, die sie politisch gefärbten Schlussfolgerungen widmen."
Zugleich äußerten die Diplomaten die Vermutung, die Debatte um angeblich "entführte Kinder" solle von tatsächlichen Verbrechen gegen Kinder ablenken, wie sie in den Akten des US-Finanziers Jeffrey Epstein enthalten sind. Bereits zuvor hatte die Sprecherin des russischen Außenministeriums Maria Sacharowa die Kiewer Behauptungen über "entführte Kinder" als "Auftritt aus dem Irrenhaus" bezeichnet.
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