
Warschau: Prorussische Stimmung in Polen nimmt zu

Die prorussische Stimmung nähme in Polen zu. Dies erklärte Jarosław Stróżyk, der Chef der polnischen militärischen Spionageabwehr, am Montag in einem Gespräch mit der polnischen Tageszeitung Rzeczpospolita. Stróżyk wörtlich:
"Prorussisches Verhalten in der Gesellschaft nimmt zu. Dies ist Gegenstand unserer Besorgnis, Beobachtung und operativen Aufklärungstätigkeiten."
Stróżyk zufolge könnte die Anzahl solcher Personen, insbesondere in der wachsenden Armee mit bereits über 200.000 Soldaten, steigen: "Wir beobachten zahlreiche Fälle genau".
Stróżyk sagte jedoch, dass es ukrainische, weißrussische und polnische Staatsbürger gewesen seien, die hinter Sabotageakten gegen Objekte der kritischen Infrastruktur Polens gestanden hätten. Er präzisierte:
"Unter denjenigen, die diese Sabotageakte gegen die kritische Infrastruktur Polens begehen, sind etwas weniger als 50 Prozent ukrainische Staatsbürger, einige Dutzend Prozent sind Weißrussen, aber mehr als 20 Prozent sind Polen."
In einem Beitrag der russischen Zeitung RBC wird angemerkt, dass die Behörden in Warschau der russischen Seite wiederholt die Beteiligung an Sabotageakten, Brandstiftungen und Spionage auf polnischem Territorium vorgeworfen hätten. Im Juli des vergangenen Jahres habe der polnische Premierminister Donald Tusk die Festnahme von 32 Verdächtigen wegen Verbindungen zu russischen Geheimdiensten bekannt gegeben, so das Blatt weiter. Unter den Festgenommenen seien nicht nur Russen, sondern auch Weißrussen, Ukrainer sowie ein Kolumbianer und ein Pole gewesen.

Nach Angaben des Politikers hätten die Hintermänner den Verdächtigen befohlen, "Sabotageakte und Angriffe zu begehen". Tusk zufolge habe er angeordnet, "noch intensivere und energischere Maßnahmen zu ergreifen, um sowohl Risiken vorzubeugen als auch alle diejenigen zu fassen, die den polnischen Staat mit russischem Geld angreifen".
Er betonte, dass "der polnische Staat gegen diejenigen, die die Lage destabilisieren wollen, auch an Polens Grenzen, mit aller Härte vorgehen wird". Tusk fügte hinzu, dass die polnischen Sicherheitskräfte jeden festnehmen würden, der für Sabotageakte oder den Versuch von Sabotageakten in Polen verantwortlich sei.
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