Europa

Iran-Krieg: Macron reist nach Zypern und zeigt militärische Präsenz

Vor seiner Reise nach Zypern erklärte Macron, dass man gemeinsam mit europäischen Partnern die Sicherheit stärken wolle. Paris entsandte Raketenabwehrsysteme nach Zypern und den Flugzeugträger Charles de Gaulles ins Mittelmeer. Kriegsschiffe aus Italien, den Niederlanden und Spanien sind unterwegs.
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Am Montag reist der französische Präsident Emmanuel Macron nach Zypern, um sich dort mit dem zyprischen Präsidenten Nikos Christodoulides und dem griechischen Premierminister Kyriakos Mitsotakis auf dem zyprischen Luftwaffenstützpunkt "Andreas Papandreou" zu treffen.

Wenige Tage zuvor hatte Macron die französische Fregatte Languedoc in die Nähe der Mittelmeerinsel entsandt. Damit habe der französische Staatschef auf den Angriff einer Shahed-Drohne auf einen britischen Luftwaffenstützpunkt an der Südküste der Insel reagiert, berichtete das griechische Nachrichtenportal Ekathimerini am Montag.

Das französische Kriegsschiff soll die Anti-Drohnen- und Raketenabwehr auf Zypern verstärken. Zusätzlich wolle Macron bodengestützte Anti-Drohnen- und Raketenabwehrsysteme auf die Insel schicken. Außerdem sei der französische Flugzeugträger Charles de Gaulle bereits aus der Ostsee ins östliche Mittelmeer unterwegs. Ekathimerini hob hervor, dass Zypern "den ersten Drohnenangriff auf europäischem Territorium erlitten hatte".

Auf dem Luftwaffenstützpunkt, auf dem sich die drei Staatschefs treffen, sind schon vier F-16-Kampfflugzeuge der griechischen Luftwaffe stationiert. Vorab hieß es in einer Erklärung aus Macrons Büro:

"Gemeinsam mit unseren europäischen Partnern wollen wir die Sicherheit rund um Zypern und im östlichen Mittelmeerraum stärken."

Macron selbst erinnerte daran, dass Frankreich erst kürzlich eine strategische Partnerschaft mit dem EU-Mitglied Zypern unterzeichnet habe. Am Sonntag hatte der französische Staatschef den iranischen Präsidenten Massud Peseschkian aufgefordert, die Angriffe einzustellen.

Bei dem Treffen auf Zypern sollte die enge Koordinierung der bisher ergriffenen Präventivmaßnahmen gemeinsam ausgewertet werden, erklärte der Sprecher der zyprischen Regierung, Constantinos Letymbiotis, am Sonntag. Dabei bekräftigte er die Dankbarkeit für die schnelle Reaktion der Staatschefs nach dem Hilferuf aus Zypern.

Während die griechischen Fregatten "Kimon" und Psara" bereits vor der Südküste Zyperns patrouillieren, würden in den kommenden Tagen Kriegsschiffe aus Italien, den Niederlanden und Spanien erwartet. Der britische Zerstörer Dragon werde in der kommenden Woche eintreffen.

Wie Ekathimerini weiter bekannt gab, hätten Macron, Chritodoulides und Mitsotakis dazu aufgerufen, "trotz der militärischen Aufrüstung, (…) den Konflikt nicht weiter auszudehnen". Zypern würde sich an keiner militärischen Operation beteiligen, so Christodoulides.

Am 2. März hatte eine Shahed-Drohne geringe Schäden auf dem Luftwaffenstützpunkt RAF Akrotiri verursacht. Nach Angaben von zyprischen Beamten, stamme die Shahed-Drohne aus dem Libanon. Es gebe Spekulationen, wonach die Hisbollah sie von dort abgeschossen habe. Noch am Sonntag verurteilte der libanesische Außenminister Youssef Rajji den Drohnenangriff. Die libanesische Regierung wies ihre Sicherheitsbehörden an, gegen nichtstaatliche Gruppen vorzugehen, die Anschläge verüben.

In einem weiteren Beitrag vom Montag meldete Ekathimerini, die Türkei habe am Montag ebenfalls Unterstützung nach Nordzypern gesandt. "Um die Sicherheit der türkischsprachigen Gemeinschaft dort angesichts des Krieges in Iran zu erhöhen", habe es vonseiten des türkischen Verteidigungsministeriums dazu geheißen, dass Ankara sechs F-16-Kampfflugzeuge und Luftabwehrsysteme schickt und bei Bedarf weitere Maßnahmen ergreifen werde. Ankara kritisiert die europäischen Militärstützpunkte auf Zypern, da aufgrund dieser die Insel in den Konflikt hineingezogen werden könnte.

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