
Bloomberg: Widerstand einiger EU-Länder droht neue Sanktionen gegen Russland abzuschwächen

Laut einem Bericht von Bloomberg ist die neue Initiative der Europäischen Union über Sanktionen gegen ausländische Häfen und Banken, die Russland angeblich für seine Ölexporte benutzt, auf Widerstand bei einigen Mitgliedern gestoßen. Im Einzelnen äußerten Italien und Ungarn ihre Bedenken über vorgeschlagene Restriktionen gegen den Hafen von Kulevi in Georgien, während Griechenland und Malta ihre Besorgnis hinsichtlich eines Hafens in Indonesien signalisierten.

Wie Bloomberg mit Verweis auf einige Quellen betonte, liegt Italiens Zurückhaltung darin begründet, dass über den Hafen von Kulevi unter anderem Gas aus Aserbaidschan geliefert werde. Zudem kritisieren Italien und Spanien potenzielle Strafen für eine Bank in Kuba, da diese Institution die einzige auf der Insel sei, die mit Fremdwährungen arbeite und Diplomaten sowie EU-Bürger betreue. Griechenland und Malta zeigten sich darüber hinaus skeptisch gegenüber dem EU-Vorschlag, die russische Ölpreisobergrenze durch ein Verbot maritimer Dienstleistungen wie Versicherung und Transport zu ersetzen.
Diese Maßnahmen seien auf dem Treffen der EU-Gesandten am Montag erörtert worden, präzisierte Bloomberg. Durch den zunehmenden Widerstand könnte das neue Sanktionspaket gegen Russland bedroht werden.
Anfang Februar hatte die Europäische Kommission den Entwurf des 20. Sanktionspakets präsentiert, das auf weitere Reduzierung der russischen Öleinnahmen abzielt. Unter anderem möchte Brüssel weiterhin Schiffe der sogenannten Schattenflotte auf die Sanktionsliste setzen sowie Einfuhrverbote für Metalle, Chemikalien und kritische Mineralien einführen.
Mehr zum Thema – EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen kündigt 20. Sanktionspaket gegen Russland an
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