
Lyon: IB-Aktivist stirbt nach Auseinandersetzung mit Linksextremisten

Ein 23-jähriger Aktivist der Identitären Bewegung (IB) ist laut der Nachrichtenagentur AFP am Samstag in Lyon seinen schweren Verletzungen erlegen. Am Donnerstag war er bei einer Auseinandersetzung zwischen rechten und linken Gruppierungen brutal angegriffen worden.

Der als Quentin identifizierte Mann war am Rande von Protesten gegen einen Auftritt der linken Europaabgeordneten Rima Hassan an der Universität Sciences Po attackiert worden, wie die Berliner Zeitung berichtet. Die Staatsanwaltschaft Lyon bestätigte gegenüber der AFP den Tod des jungen Mannes und leitete Ermittlungen wegen Totschlags mit erschwerenden Umständen ein.
Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron reagierte auf den Todesfall mit einem Aufruf zur Besonnenheit. Quentin sei Opfer eines "beispiellosen Ausbruchs von Gewalt" geworden, schrieb Macron auf der Plattform X (vormals Twitter). "Hass, der tötet, hat bei uns keinen Platz. Ich rufe zu Ruhe, Zurückhaltung und Respekt auf", so der Präsident weiter.
À Lyon, Quentin a été victime d’un déferlement de violence inouï.Il a perdu la vie à 23 ans seulement.À sa famille et à ses proches, j’adresse mes pensées et le soutien de la Nation. En République, aucune cause, aucune idéologie ne justifieront jamais que l’on tue.…
— Emmanuel Macron (@EmmanuelMacron) February 14, 2026
Der französische Fernsehsender TF1 veröffentlichte am Samstagabend Videoaufnahmen, die den Angriff zeigen sollen. Auf den Aufnahmen sind drei am Boden liegende Männer zu sehen, die von einer Gruppe Angreifer geschlagen werden. Zwei der Opfer konnten fliehen, eine Person blieb regungslos liegen.
This is the video footage of the ANTIFA soldiers beating a 23-year-old conservative activist to death in Lyon, France the other day.In Europe, you can now be murdered in broad daylight for holding views on the right-wing of the political spectrum. pic.twitter.com/CnDUFYUZRS
— Joey Mannarino 🇺🇸 (@JoeyMannarino) February 14, 2026
Der Anwalt der Familie, Fabien Rajon, bezeichnete die Tat laut der französischen Zeitung Le Monde als "methodisch vorbereiteten Hinterhalt". Die Angreifer seien "organisiert und trainiert" gewesen, in deutlicher Überzahl aufgetreten und teilweise bewaffnet und maskiert gewesen. Le Parisien zufolge rief die Familie des Verstorbenen ihrerseits zu "Ruhe und Zurückhaltung" auf.
Nach Angaben des Kollektivs "Némésis", das dem rechtsextremen Lager nahesteht, gehörte Quentin zum Ordnungsdienst, der die Demonstration im Zusammenhang mit dem Auftritt von Rima Hassan absichern sollte. Das Kollektiv beschuldigt Mitglieder einer im Juni von der Regierung verbotenen Antifa-Vereinigung, für den Angriff verantwortlich zu sein.
Politische Reaktionen folgten aus allen Lagern. Die rechte Politikerin Marine Le Pen sprach auf X von einem "Lynchmord" und forderte, die "Barbaren" müssten mit der vollen Härte des Gesetzes bestraft werden. Auch aus dem linken Lager kamen Stellungnahmen: Der Abgeordnete Raphaël Arnault von der Partei "La France Insoumise" sprach der Familie sein Beileid aus und äußerte die Hoffnung, dass die Wahrheit über die Tragödie ans Licht komme.
Après s’être accroché à la vie, Quentin a rendu son dernier souffle. À sa famille et à ses proches éprouvés par cette terrible épreuve, j’adresse mes pensées émues et ma profonde compassion. À la douleur insondable de la perte d’un enfant ne doit pas succéder l’insupportable…
— Marine Le Pen (@MLP_officiel) February 14, 2026
Innenminister Laurent Nuñez wies die Behörden an, die Sicherheitsvorkehrungen bei politischen Veranstaltungen und Wahlkampfbüros zu verstärken. Der Vorfall verschärft die Spannungen zwischen dem rechten und linken politischen Lager in Frankreich im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen 2027. Das Land befindet sich in einer nie gekannten Dauerkrise, gespeist aus einer massiven Wirtschaftskrise mitsamt hoher Staatsverschuldung sowie einer Serie linksextremer und islamistischer Gewalt. Diese wird auf eine gescheiterte Einwanderungspolitik im Zusammenhang mit der Zuwanderung aus den ehemaligen französischen Kolonien in Nord- und Zentralafrika zurückgeführt.
Mehr zum Thema ‒ Vance warnt vor einem "islamistisch ausgerichteten" Westeuropa
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.