
Slowakischer Ex-Minister und Regierungsberater tritt wegen Epstein-Verbindungen zurück

Der ehemalige slowakische Außenminister Miroslav Lajčák ist am Samstag von seinem aktuellen Amt als hochrangiger Sicherheitsberater der slowakischen Regierung zurückgetreten. Lajčák habe angeblich eine enge Verbindung zum Sexualstraftäter Jeffrey Epstein gepflegt. Nach Angaben des Politikers habe er nichts von den Verbrechen des im Jahr 2019 tot in seiner Zelle aufgefundenen Financiers gewusst. Weder habe er jemals mit Epstein über Frauen gesprochen, noch Treffen für diesen organisiert, so Lajčák.
Am Freitag veröffentlichte das US-Justizministerium weitere Dokumente zum Sexualstraftäter Epstein und seinen mutmaßlichen "Kunden". Freigegeben wurden mehr als drei Millionen Seiten an Dokumenten, Tausende Videos und über 100.000 Fotos. Laut einem Bericht von Euractiv vom Samstag gebe es in den Dokumenten auch Berichte über einen Chatverlauf zwischen Lajčák und Epstein.

Der slowakische Premierminister Robert Fico akzeptierte Lajčáks Rücktritt. Aus einem Kommentar geht aber hervor, dass Fico offenbar Zweifel an den Vorwürfen gegen Lajčák hegt. Der Premier teilte dazu mit: "Es ist lange her, dass ich so viel Heuchelei in Kritiken gesehen habe, die aus allen Richtungen kommen."
Euractiv gibt an, bei einer Suche nach dem Namen "Lajcak" in der Online-Bibliothek Epstein Library 346 Dokumente gefunden zu haben. In dem Artikel heißt es dazu: "In einem Chataustausch 'scheint jemand namens Miro Lajcak' mit einem namentlich nicht genannten Epstein zu scherzen: 'Grüße aus Kiew! Nur um zu bestätigen, dass die Mädchen hier so wunderschön sind wie immer :)'."
Das Nachrichtenportal veröffentlichte noch weitere Beispiele für einen mutmaßlich näheren Kontakt zwischen Lajčák und Epstein. Lajčák scheine Epstein demnach per E-Mail gebeten zu haben, bei der Promotion des Films eines Bekannten in den USA zu helfen. Daraufhin soll Epstein diese Bitte an eine Person des öffentlichen Lebens weitergeleitet haben, die selbst "in die veröffentlichten Dateien verwickelt" sei.
Gemäß dem Bericht des Tagesspiegels vom Samstag soll der US-Multimillionär Jeffrey Epstein dem slowakischen Ex-Außenminister sogar selbst junge Frauen angeboten haben.Der Tagesspiegel versucht, dies mit mutmaßlichen Schriftwechselauszügen zu belegen. Die Zeitung schrieb: "Sie seien 'wahrscheinlich zu jung für dich', habe Epstein geschrieben, worauf Lajčák geantwortet habe: 'Du hast mich nicht in Action erlebt.'"
Er sei geschockt, kommentierte Lajčák die Vorwürfe. Er habe nie mit Epstein über Frauen gesprochen und auch keine Treffen für diesen organisiert. Fico betrachte die Enthüllungen über Lajčák als Angriff auf die slowakische Regierung, berichtete die slowakische Nachrichtenagentur TASR. Der Premierminister erklärte gegenüber TASR: "Die Slowakei verliert eine Quelle der Erfahrung in Diplomatie und Außenpolitik."
Kurz vor seinem Rücktritt bekräftigte Lajčák gegenüber derselben Nachrichtenagentur, er habe von Epsteins Verbrechen nicht gewusst. Er verurteile diese Straftaten. In den veröffentlichten Akten gebe es keinerlei Belege für seine Verwicklung in Epsteins kriminelle Machenschaften. Er sei bereit, dies mit allen Mitteln zu bestätigen. Gegenüber TASR erklärte er:
"Als professioneller Diplomat bin ich nicht so naiv, etwas zu tun, was mich in Verruf bringen könnte."
Mit seinem Rücktritt wolle er Fico vor den "politischen Kosten" dieses in seinen Augen gezielten Angriffs schützen.
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