
Großflächiger Blackout in der Ukraine – auch Moldawien betroffen

Ein schwerer Störfall im Energiesystem hat am Samstag zu großflächigen Stromausfällen in der Ukraine und Teilen Moldawiens geführt. Betroffen waren mehrere ukrainische Großstädte, ganze Regionen des Landes sowie weite Teile der moldawischen Hauptstadt Chișinău.

Laut offiziellen Angaben ereignete sich der Vorfall um 10:42 Uhr. Laut dem ukrainischen Energieminister Denis Schmygal kam es zu einer "technologischen Störung" mit gleichzeitiger Abschaltung zweier zentraler Hochspannungsleitungen: einer 400-Kilovolt-Leitung zwischen den Energiesystemen Rumäniens und Moldawiens sowie einer 750-Kilovolt-Leitung zwischen dem Westen und dem Zentrum der Ukraine.
Infolge der Störung lösten an mehreren Umspannwerken automatische Schutzmechanismen aus. Dies führte zu einem kaskadenartigen Ausfall im ukrainischen Stromnetz. Zur Stabilisierung des Systems wurden Leistungsblöcke von Kernkraftwerken heruntergefahren – ein Schritt, der laut Behörden in schweren Notsituationen üblich ist, um die Stromflüsse neu zu verteilen.
In Kiew sowie den Regionen Kiew, Schitomir und Charkow wurden spezielle Notfall-Abschaltpläne aktiviert. Der öffentliche Verkehr war massiv beeinträchtigt. In Kiew und Charkow wurde der U-Bahn-Betrieb vollständig eingestellt, zahlreiche Stationen lagen im Dunkeln. Der kommunale Wasserversorger der ukrainischen Hauptstadt meldete zudem einen Ausfall der Wasserversorgung in allen Stadtteilen, da Pump- und Abwassersysteme ohne Strom nicht betrieben werden konnten.
Das ukrainische Energieministerium kündigte an, die Stromversorgung innerhalb von zwei bis drei Stunden wiederherzustellen. Der Abgeordnete und Energieexperte Sergei Nagornjak warnte jedoch, dass die vollständige Stabilisierung des Netzes bis zu 24 bis 36 Stunden dauern könne.
Auch der ukrainische Machthaber Wladimir Selenskij äußerte sich zu dem Vorfall. Er erklärte, er sei über die Lage informiert worden. Die zentrale Aufgabe bestehe nun darin, "die Situation so schnell wie möglich zu stabilisieren".
Störungen im ukrainischen Energiesystem haben zu Stromausfällen im Moldawischem Staatskraftwerk (MGRES) sowie in mehreren Regionen Moldawiens geführt.
Das Energieministerium des Landes teilte mit, dass es aufgrund der Probleme im ukrainischen Stromnetz zu einem massiven Spannungsabfall auf grenzüberschreitenden Leitungen gekommen sei. Besonders betroffen war die 400-Kilovolt-Leitung Isaccea–Vulcănești–MGRES. Dies führte zu Schäden und zur Abschaltung von Teilen des Energiesystems.
Ion Ceban, der Bürgermeister von Chișinău, erklärte, dass nahezu alle Stadtteile der Hauptstadt von Stromausfällen betroffen waren. In vielen Vierteln fuhren keine Oberleitungsbusse mehr und Ampelanlagen fielen aus. Krankenhäuser wurden über Generatoren versorgt, deren Einsatzzeit jedoch begrenzt ist.
Laut dem staatlichen Netzbetreiber Moldelectrica wird schrittweise an der Wiederherstellung der Stromversorgung gearbeitet. In einigen Regionen Moldawiens konnte die Stromversorgung bereits wiederaufgenommen werden. Das Nationale Krisenmanagementzentrum des Landes gab laut TASS bekannt, dass auch ungünstige Wetterbedingungen eine Rolle gespielt hätten.
Das ukrainische Stromnetz gilt seit Monaten als stark beeinträchtigt. Ursache sind wiederholte Angriffe auf die Energieinfrastruktur, deren Auswirkungen sich im Winter weiter verschärfen. In mehreren Regionen sanken die Temperaturen zuletzt unter minus zehn Grad.
Moskau erklärte, die Angriffe auf ukrainische Energieanlagen seien eine Reaktion auf ukrainische Angriffe tief im russischen Staatsgebiet, darunter Attacken auf kritische Infrastruktur und zivile Einrichtungen.
Energieexperten warnen, dass die Kombination aus beschädigter Infrastruktur, winterlichen Bedingungen und hoher Netzbelastung das Risiko weiterer großflächiger Stromausfälle in der Region erhöht.
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