Europa

Grönland: Bundeskanzler Merz auf "Appeasement"-Kurs gegenüber US-Präsident Trump

Nach dem ersten Schock durch Trumps Ankündigung von Strafzöllen haben sich die europäischen Staats- und Regierungschefs auf zusätzliche Zölle verständigt, um auf den Druck aus den USA zu reagieren. Bundeskanzler Merz sagte, Europa werde "notfalls" zurückschlagen.
Grönland: Bundeskanzler Merz auf "Appeasement"-Kurs gegenüber US-Präsident Trump© Urheberrechtlich geschützt.

Donald Trump hat am Dienstagmorgen erneut sein Vorhaben bekräftigt, das dänische Autonomiegebiet unter die Kontrolle der USA zu bringen. Der Präsident veröffentlichte ein KI-generiertes Bild, das ihn zeigt, wie er eine US-Flagge auf Grönland hisst, während sich die Europäer nur schwer auf mögliche Gegenmaßnahmen einigen können.

Trump veröffentlichte das Bild auf seiner Plattform "Truth Social". Dabei erklärte Trump gleichzeitig, dass er während eines Gesprächs mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte "einem Treffen der verschiedenen Parteien in Davos" zu diesem Thema zugestimmt habe, wie das Portal Euronews berichtet.

Derweil haben sich die europäischen Staats- und Regierungschefs darauf verständigt, am Donnerstagabend einen Sondergipfel in Brüssel abzuhalten, um eine gemeinsame Position gegenüber Trump zu formulieren. Trump hatte damit gedroht, ab dem 1. Februar zusätzliche Zölle in Höhe von 10 Prozent auf Waren aus denjenigen acht europäischen Ländern zu erheben, die seine Grönland-Politik ablehnen.

Erklärungen der Staats- und Regierungschefs sowie verschiedener Minister aus EU-Ländern vom Montag zeigten zum wiederholten Mal, dass die EU-Mitglieder untereinander uneinig sind, ob sie als Vergeltungsmaßnahme das Anti-Zwangs-Instrument (offiziell: "Anti-Coercion Instrument", ACI) einsetzen sollen, das auch als sogenannte EU-Handelsbazooka bezeichnet wird. Mithilfe dieses Instruments wollen sich die EU-Staaten gegen wirtschaftliche Erpressung durch Drittstaaten schützen.

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